Facebook Infos sind auch für Einbrecher interessant

Facebook und andere soziale Netzwerke werden immer beliebter. Manche schreiben auch private oder berufliche Blogs und verbreiten Stimmungen und direkte Erlebnisse über die Mitteilungsplattform Twitter. Dabei wird dann übersehen, dass diese Informationen auch für „böse Menschen“ nützlich sein könnten. Schon früher wurde oft geraten, dass man nicht seinen Anrufbeantworter im Urlaub ändern sollte. Schließlich können Einbrecher, dann in aller Ruhe die Wohnung leerräumen. Gleiche Überlegungen sind auf Status-Mitteilungen in sozialen Netzwerken anzuwenden.

Facebook und andere soziale Netzwerke sind eine phantastische Möglichkeit, soziale Kontakte über große Entfernungen schnell und flexibel zu nutzen. Allerdings sollte man bei der Mitteilung privater Informationen vorsichtig sind. Bei Facebook hat man allerdings die Möglichkeit, gezielt mit den Privatsphäre-Einstellungen dafür zu sorgen, dass nur die engsten Bekannten die privaten Informationen sehen. Bloggt man hingegen oder schreibt aus dem Südafrika-Urlaub begeisterte Twitter-Meldungen und können die Follower recherchieren, dass man alleinlebender Single ist, dann ist dies auch als Einladung an „böse Menschen“ zu interpretieren. Nun können diese über Google Street View sich auch Informationen über das Wohnumfeld beschaffen.

Der letzte Absatz ist natürlich eine Horror-Szenario, aber leider nicht ganz abwegig konstruiert. Deshalb muss man diese Variante im Hinterkopf behalten, wenn man Urlaub plant oder umsetzt. Einbrecher kommen eher dann, wenn sie in Ruhe arbeiten können. Wer hingegen Freunde hat, der kann mit dafür sorgen, dass bereits im Vorfeld dieser Ruheeindruck gestört wird. Deshalb muss der Ängstliche nicht gleich so weit gehen (wie vom werbeblogger angedeutet) und seine Internet-Aktivitäten auf Facebook und Co. einstellen.

Mittels Zufallsschaltern kann in der Wohnung Licht oder Radio eingeschaltet werden. Freunde können den Briefkasten leeren, die Blumen gießen oder die Wohnung lüften. Solche Aktivitäten werden auch von „bösen Menschen“ beachtet und begrenzen deren Handlungsmotivation. Verzichtet man zunächst auf die Urlaubsberichte und publiziert bei Facebook und Co. die üblichen beruflichen Themen (dazu braucht man nur ein Internet-Cafe und vorbereitete Texte), dann wird sogar der gegenteilige Eindruck beim Einbrecher hervorgerufen.

Haus & Heim

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