Immer noch Sozialtarife bei der Deutschen Telekom

Früher war das Telefonieren und die Telekommunikation ein Monopolbetrieb im alleinigen Staatsbesitz. Deshalb wurde es diesem Unternehmen zur staatlichen Auflage gemacht, günstige Sozialtarife für bestimmte Personengruppe anzubieten. Diese Tarifbesonderheiten gelten auch weiterhin, obwohl die Deutsche Telekom inzwischen privatisiert wurde und weite Teile des Aktienkapitals im privaten Streubesitz liegen.
Diese Tarifbesonderheiten gelten auch weiterhin, obwohl die Deutsche Telekom inzwischen privatisiert wurde und weite Teile des Aktienkapitals im privaten Streubesitz liegen. Damit ist die Deutsche Telekom der einzige Telekommunikationsanbieter, der Sozialtarife anbietet.

Allerdings gibt es nur Sozialtarife bei einem Festnetzanschluss, nicht für die weiteren Dienste wie Mobilfon oder Internet-Zugang. Den Sozialtarif kann beantragt werden, wenn der Kunde nachweisen kann, dass

• er von der Rundfunkgebührenpflicht befreit sind; dies gilt zum Beispiel für Arbeitslosengeld II- oder Sozialhilfe-Empfänger.
• er Ausbildungsförderung nach dem BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) erhält; dies gilt für viele Studenten, deren Eltern kein hohes Einkommen haben.
• sprachbehindert, blind oder gehörlos ist und der Behinderungsgrad hier bei mindestens 90 Prozent liegt.

Der Nachweis erfolgt durch Vorlage der entsprechenden Bescheide. Die Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht bescheinigt die GEZ (Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten), bei der man dann aber auch angemeldet sein muss.

Der Sozialtarif der Deutschen Telekom soll diesen Personen eine grundlegende Nutzung des Telefons ohne hohe Kosten ermöglichen. Deshalb erhalten Sie von der Telekom ein Gesprächsguthaben pro Monat angerechnet; dieses liegt bei etwa 7 Euro pro Monat für BAföG-Empfänger und erhöht sich auf 9 Euro pro Monat für behinderte Kunden. Nicht genutzte Gesprächsguthaben verfallen am Ende des Monats und werden nicht übertragen.

Die gewährten Vergünstigungen sind nur nutzbar für selbstgewählte Standard-Telefonverbindungen ins In- und Ausland, die über das normale Telekom-Netz geführt werden. Für diese Verbindungen kann man also keine Call-by-Call-Vorwahlnummern nutzen. Ebenfalls ausgeschlossen sind Sondernummern und Anrufe in ein Mobilfunknetz. Für Kunden, die viel telefonieren, ist es deshalb möglicherweise günstiger einen Pauschaltarif bei der Telekom oder einem anderen Anbieter zu nehmen, der je nach Vertragsgestaltung auch eine Flat-Rate für den Internet-Zugang hat. Kunden, die eine Flatrate für den Internet-Zugang haben (z.B. über eine Flatrate im UMTS-Netz ) und eher weniger telefonieren, könnte das Angebot aber interessant sein.

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