Schäden durch Frost in der Wohnung – Probleme mit der Versicherung bei Fahrlässigkeit

Leider kommt es an Tagen mit starkem Frost immer mal wieder vor, dass die Heizung einfriert. Das kann auch damit zusammenhängen, dass in einem bestimmten Zimmer aus Spargründen, die Heizung komplett abgestellt wurde oder dass man bei einer längeren Abwesenheit vergessen hatte, ein Fenster zu schließen. Insbesondere „Winter-Flüchtlinge“ konnten nach Rückkehr aus dem warmen Süden vom kalten deutschen Frost überrascht werden.

Das Einfrieren ist aber kein großes Problem, wenn man umsichtig vorgeht. Schlecht ist allerdings, wenn ein Heizungsrohr geplatzt ist und damit einen großen Schaden an Haus oder Wohnung verursacht hat. Probleme mit der zuständigen Versicherung (Gebäudeversicherung und/oder Hausratversicherung) können dann entstehen, wenn diese zur Einschätzung kommt, dass das Verhalten des Kunden fahrlässig war, er also mitverantwortlich für den Schaden ist. So sollte man bei einer längeren Abwesenheit von der Wohnung nicht einfach alle Heizkörper abstellen, denn dann kann ein plötzlicher Kälteeinbruch zum Einfrieren der Heizung und zum Platzen von Rohren führen. Die Versicherung wird dann möglicherweise von fahrlässigem Verhalten ausgehen und nur eine gewisse Quote des Schadens ersetzen. Denn bewohnte Räume sollten nach Ansicht der Versicherungen nicht gänzlich unbeheizt sein und schon gar nicht die komplette Wohnung über mehrere Tage unkontrolliert ohne Heizung zurückgelassen werden.

Wolfgang vom Finanzratgeber Kirch gibt deshalb einige Tipps, wie man Frost in der Heizung vorbeugen kann: Entweder man heizt auf minimaler Stufe alle Gebäudeteile, um jedem Frost vorzubeugen. Oder bei dauerhaft nicht benutzten Gebäudeteilen entleert man die Heizungsrohre komplett. Insbesondere bei außenliegenden Rohren sollte man solche Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Die Quotelung (Schäden werden bei fahrlässigem Verhalten nur teilweise durch die Versicherung ersetzt) ergibt sich aus dem neuen Versicherungsvertragsgesetz, wie ich bereits auf dir-Info erläutert habe. Immerhin hat der Kunde damit einen Anspruch auf einen Anteil am Schadensersatz und braucht nicht alle Kosten bei fehlerhaften Verhalten selbst zu tragen. Soweit sollte man es aber nicht kommen lassen. Gegen Frost in der Wohnung sollte man vorbeugend tätig werden, insbesondere dann, wenn man für längere Zeit aus dem kalten Deutschland entfliehen will.

Haus & Heim

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