Strompreiserhöhungen 2010: Was kann man als Verbraucher tun?

Generell tendieren die Energie-Anbieter dazu, dass sie zum 1.1. eines Jahres den Preis ihrer Produkte den aktuellen Bedingungen anpassen. Deshalb ist der anstehende Stichtag 1.1.2010 auch der richtige Zeitpunkt, um zu prüfen, ob man nicht beim Strom einen günstigeren Anbieter finden kann. Zumal einige Anbieter bereits jetzt einen höheren Strompreis in Aussicht stellen: So geht also renommierte Verbrauchter-Portal der Tageszeitung „Welt“ davon aus, dass Millionen Verbraucher in 2010 mit deutlich höheren Strompreisen zu rechnen haben. Im gleichen Artikel wird aber aufgezeigt, dass viele regionale Anbieter den Strompreis senken.

Als Verbraucher wird man langfristig immer mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sein: Nachdem man sich nach intensiven Recherchen für einen neuen Anbieter von Energiediensten (wie Strom und Gas) entschieden hat, muss man ein Jahr später mit einer anderen Marktsituation klarkommen und sich einen neuen Lieferanten suchen, wenn man nicht erhebliche Preissteigerungen hinnehmen will. Gut das es im Internet hierzu gute Recherche-Möglichkeiten gibt. Und gut ist auch, dass viele Anbieter den Wechsel aktiv unterstützen; beispielsweise dadurch, dass sie für Neukunden eine Gutschrift für den Anbieter-Wechsel geben.

Allerdings braucht man als Verbraucher zunächst eine Einschätzung darüber, wie viel Strom man in den letzten Jahren im Durchschnitt verbraucht hat. Denn die meisten Anbieter für Strom rechnen immer noch mit einer verbrauchsabhängigen Komponente, die mit einem Grundpreis gekoppelt ist. Die eigenen Daten zum Verbrauch der letzten Jahre sollte man bereithalten, wenn man eine Stromvergleichsbörse wie http://www.verivox.de/ nutzt. Verivox ist im Moment die bekannteste Vergleichsbörse, doch es gibt auch andere. Ob man mehrere nutzt oder nur eine, in jedem Fall sollte man auf der Website der besten Anbieter nochmals die Konditionen für den Vertrag nachrecherchieren.  Hierbei sollte man insbesondere darauf achten, ob der neue Anbieter eine Wechselgutschrift bietet und wie hoch diese ist.

Hat man sich dann für einen anderen Anbieter entschieden, dann teilt man diesem das mit und übersendet die gewünschten Daten und Formulare. Der neue Stromlieferant kümmert sich dann um die Kündigung beim alten Versorger. Entsprechend der dort vereinbarten Kündigungsfristen kommt es dann planmäßig zum nächst möglichen Termin zu einem neuen Vertrag mit einem neuen Stromlieferanten.

5 Antworten auf „Strompreiserhöhungen 2010: Was kann man als Verbraucher tun?“

  1. Guten Tag.
    Die Besitzer von Nachtspeicherheizungen, denen diese Heizform als zukunftsweisend verkauft wurde, werden als auszubeutende Leibeigene von den Konzernen angesehen. Denn wir können nicht wechseln, da Nachtstrom durch Sonderverträge nur und zwar ausschließlich nur, von den vier Monopolisten bereitgestellt wird. An die Industrie werden Preisermäßigungen weitergegeben, bei privaten „Kunden“ wird kräftig erhöht. 2009: Erhöhung um ca. 5,8 % (Industrieermäßigung ca 5,3 %); 2010 gerade frisch hereingekommen: Erhöhung ca. 7,2 % (Ermäßigung für die Industrie: noch nicht bekannt). Durch den immer höher werdenden Anteil an Windenergie schwappen die Stromseen über, wir sind Strom-Exportmeister und uns werden stetig und ständig die Preise erhöht. Um eine bezahlbare Heizform zu nutzen, muß ich mein haus umbauen. Wird schlappe 60TEuro bis 80TEuro kosten. Alternativ wäre ein Hausverkauf weiter unter Wert. Das ist alles was die Besitzer von Nachtspeicherheizungen tun können. Besten Dank, Herr Schröder.

  2. Es sollte hier einfach einen Zwischenanbieter geben, der für den Verbraucher stets den aktuell vorteilhaftesten Tarif für seine Bedürfnisse zur Verfügung stellt. Bei dem Anbieter- und Vertrags-Wirrwarr ist man schnell geneigt, einfach alles zu lassen wie es ist, da man sich nicht sicher sein kann, ob man eine Wechselentscheidung nicht nach kurzer Zeit bereut.

  3. Ich habe den Anbieter zum 01.04.2010 gewechselt. Am 15.04.2010, gerade mal 2 Wochen später, erhielt ich per E-Mail die Ankündigung einer „mäßigen“ Strompreiserhöhung des neuen Anbieters zum 01.06.2010 ein. Der Arbeitsaufwand für den Anbieterwechsel hat sich also wirklich nicht gelohnt. Es ist reine Augenwischerei, um den Privatkunden vorzugaukeln, sie hätten eine Alternative, sich zur Wehr zu setzen.

  4. Es ist traurig, daß Bürger und Firmen, die nunmal Energie brauchen, so einfach abgezockt werden können. Der Trend, daß Öl, Gas und Strom in Zukunft noch teurer werden, dürfte durch die Finanzkrisen der letzten Wochen erneut an Fahrt gewinnen. Am besten Licht aus, im Winter dick einpacken und zur Arbeit laufen…
    Vielleicht sollte man mal bei den Versorgern den Stecker ziehen. A wie AUS statt E wie E…

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