Datenschutz im Internet hat Nachholbedarf

Wer mit seinem Rechner laufend im Internet surft, der hat sicherlich eine Firewall eingeschaltet und auch der Virenscanner arbeitet in einer aktuellen Version. Und wenn er sein E-Mail-Programm nutzt, dann macht er nie Mail von unbekannten Absendern auf. Doch dieses Bild ist eine Fiktion, denn wie eine von Microsoft in Auftrag gegebene Studie zum Datenschutz im Internet aufgezeigt hat, hat dieser hinsichtlich des Nutzerverhaltens erheblichen Nachholbedarf.

Immerhin 20 % der Nutzer von Rechnern mit Internet-Anbindung haben keine aktuelle Version eines Virenscanners. Und 25 % verzichten auf eine Firewall. Wobei der Punkt mit dem Virenscanner wichtiger ist, denn eine Firewall ist meistens in den Routern eingebaut, die für private Zwecke verwendet werden. Der Virenscanner sollte deshalb jeden Tag aktualisiert werden, weil nur so sichergestellt ist, dass neuartige Viren zeitnah erkannt werden.

Insbesondere die jungen Internetnutzer sind eher unbesorgt, wenn sie ins Internet gehen. Allerdings sagten mehr als die Hälfte dieser Nutzer aus, dass sie nicht so gerne freizügig mit ihren Daten umgehen. Sie wollten nur eingeschränkt Informationen im Internet veröffentlichen; aber es wäre oft sehr schwierig, diese Weitergabe an Daten zu kontrollieren.

Damit zeigen diese jungen Nutzer ein erhebliches Problembewusstsein. Wer in verschiedenen sozialen Netzwerken aktiv ist, der kennt das Problem genau. Für jeden einzelnen Dienst ist eine gesonderte Sicherheitsphilosophie wirksam und für jeden einzelnen Dienst muss man mit sehr differenzierten Methoden Sicherheitsstufen festlegen. Man könnte sich aber auch auf den Standpunkt stellen, dass man alles, was man veröffentlicht, auch für alle, die sich interessieren, veröffentlicht. So als ob man diese Infos an einer Litfasssäule plakatiert. Dann würde man sicher sich jedes Mal genau überlegen, was man denn an der Litfasssäule Internet über sich geschrieben sehen möchte.

Zum Datenschutz im Internet liegt jetzt ein Gesetzentwurf vor, der noch wesentliche genauere Festlegungen zur Sicherheitseinstellung für Benutzerprofile im Internet mit sich bringen sollte.

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