Fake Accounts und Stalking in Online-Netzwerken

Online-Netzwerke werden immer stärker verwendet, um private oder berufliche Kontakte in einer neuen Qualität zu nutzen. Angesichts des großen Erfolgs des Online-Netzwerkes Facebook – was man auch an dem gegenwärtig sehr starken Interesse des entsprechenden Films sehen kann – geht es inzwischen meist um Facebook, wenn Online-Netzwerke im privaten Umfeld angesprochen werden.

Facebook und andere Online-Netzwerke wirken oft wie eine verkleinerte Öffentlichkeit. Viele Nutzer gehen davon aus, dass ihre Bilder oder Texte nur von ihren „Freunden“ (Kontakten über das Online-Netzwerk) wahrgenommen werden. Dies ist auch bedingt richtig. Es wird aber übersehen, dass es bei einem sehr großen Freundeskreis schnell unübersichtlich wird und daher die Gefahr besteht, dass doch Informationen an eine weitere Öffentlichkeit gelangen können, ohne das dies in jeden Fall wünschenswert ist. Hinzu kommt, dass bei vielen Online-Netzwerken nicht nur die direkten Kontakte, sondern auch die Kontakte der Kontakte (Freunde der Freunde) Einblick nehmen können. Wer 200 100 Kontakte hat, von denen jeder durchschnittlich 200 80 Kontakte hat, der wirkt immerhin in ein soziales Netz mit 8000 Personen: Eine Zahl, die sich kaum noch überschauen lässt.

Bei Business-Aktivitäten ist es hingegen sinnvoll, dass man in einem möglichst großen Netzwerk kommuniziert. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Promis im Netz viele Kontakte haben, womit sie natürlich ein Vorbild für die privaten Nutzer abgeben.

Man sollte aber als privater Nutzer von Facebook und Co. nicht übersehen, dass die Vielzahl von Kontakten schnell dazu führen kann, dass man einen Fake-Account als Kontakt aufnimmt, der die Informationen auch für Stalking nutzen könnte. Fake-Accounts sind einfach ausgedachte Personen, die aber mit bestimmten Tricks eine scheinbar reale Person darstellen könnten. Dazu braucht der Fake-Account-Nutzer nur ein einigermaßen stimmiges Profil zu erstellen und es muss ihm gelingen von einigen weniger Personen im Online-Netzwerk als Kontakt aufgenommen zu werden. Da Kontakte ziemlich schnell bestätigt werden, wenn bereits andere im Online-Netzwerk den Kontakt bestätigt haben, ist es nicht schwer, einen Fake-Account schnell mit viel scheinbarer Reputation auszustatten. Ein solcher Fake-Account kann dann nicht nur zur Informationsbeschaffung, sondern auch zur Basis von Stalking-Angriffen werden. Mit Stalking sind dann fortlaufende und gesteigerte Kritik in diesem sozialen Netzwerk und in anderen Angeboten des Internets gemeint.

Via Coach im Netz bekam ich den Hinweis auf ein interessantes Video mit weiteren Aspekten zu Stalking und Fake-Accounts in Online-Netzwerken. Coach im Netz gibt den Tipp, dass man sich vorher genauer überlegen sollte, was man im Internet veröffentlich. Die Profi-Netzwerker mit Business-Zielsetzung gehen da aber noch weiter. Sie veröffentlichen im Netz nur das, was jeder sowieso wissen kann. Was man ohne Bedenken mit vollem Namen auf einem öffentlichen Marktplatz vorträgt oder auf schwarzes Brett hängt, dass kann man ohne Bedenken in Online-Netzwerken verbreiten. Dann braucht man sich über Fake-Accounts und Stalking wegen der eigenen Aktivitäten in Online-Netzwerken keine Gedanken zu machen.

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