Forderung nach datenschutzfreundliche Voreinstellungen im Internet

Wer bei sozialen Netzwerken im Internet (z.B. Facebook, Twitter, Google Plus) aktiv wird, der muss auch über Datenschutz nachdenken. Denn die Unternehmen, die im Internet zum Mitmachen Mitglieder gewinnen möchten, wollen eher einen geringen Datenschutz wirksam machen, weil nur durch intensive und offene Kommunikation diese Netzwerke gut laufen. Kritische Verbraucher möchten hingegen, dass die Vorstellungen jedes Systems zunächst besonders datenschutzfreundlich ausgerichtet sind. Wer als Nutzer dann mehr Freizügigkeit wolle, der könne ja dann für sich die Datenschutz-Einstellungen offener gestalten. Nun existiert eine Online-Petition für datenschutzfreundliche Voreinstellungen, die der Gesetzgeber umzusetzen hätte.

Die Initiatoren aus dem Bereich des Verbraucherschutzes fordern vom Deutschen Bundestag eine Regelung der Datenschutzgesetze, die für alle Dienstleistungen und Produkte eine Grundeinstellung festlegt, die besonders datenschutzfreundlich ist. In dieser Grundeinstellung sollen so wenig wie möglich personenbezogene Daten erhoben werden. Die Begründung nach datenschutzfreundlichen Voreinstellungen ergibt sich aus dem hohen Aufwand für Nutzer, der gegenwärtig nötig ist, wenn man die Datenschutzeinstellungen verändern will, weil man nicht so viele Daten für die Öffentlichkeit freigeben will.

Wie komplex ein Vorgehen zur Verbesserung der datenschutzfreundlichen Vorstellungen ist, kann man an folgenden Video erkennen, das sich mit den Datenschutzeinstellungen bei einem sozialen Netzwerk beschäftigt.

Der IT-Interessenverband Bitkom positioniert sich allerdings ganz anders zu den datenschutzfreundlichen Voreinstellungen als die Verbraucherverbände. Beim Interessenverband möchte man keine Gesetze verwirklicht sehen, die eine restriktive Voreinstellung der Datenfreigabe für Internet-Dienste vorschreibt. Denn diese Social Media Dienste könnte nur funktionieren, wenn die Betreiber auch die Möglichkeiten hätten, sich zu refinanzieren. Einschränkungen beim Datenschutz könnten unter Umständen dazu führen, dass diese Dienste kostenpflichtig würden und damit ihre Akzeptanz bei den Nutzern zurückgeht.

Spannend ist die Frage, ob die Online-Petition genügend Akzeptanz findet. Viele Nutzer von Social Media Diensten ist klar, dass der Datenschutz bei öffentlicher Kommunikation zurückstecken muss. Gleichzeitig wollen Sie aber nicht durch Social Media Angebote ausgeforscht werden. Und die eigenständige Änderung der Voreinstellungen mit Verbesserung des Datenschutzes erscheint vielen als zu lästig und zu schwierig.

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