Marktstart in Deutschland: Samsung Galaxy Tab

Kleine Rechner, die man überall hin mitnehmen kann, haben schon viele Deutsche. Denn mit dem modernen Handy kann man mehr als telefonieren: Viele nutzen das Handy zur Verwaltung von Adressen und Termine, manche verwenden es als Navigationsgerät beim Autofahren und die, die Langeweile haben, hören mit dem Handy Hörspiele in der Bahn oder surfen im Internet.

Allerdings hat das Handy ein sehr kleines Display: Ansehen von Filmen und Surfen im Internet wird damit zum Problem; für eine einfache Navigation reicht es noch. Deshalb bemühen sich seit Jahren viele Hardware-Hersteller mobile Rechner auf den Markt zu bringen, die mit größeren Displays und besserer Leistung die Kunden überzeugen. Dabei soll der „Pad-Rechner“ im Prinzip das leisten, was ein Notebook kann, ohne dessen Größe, Gewicht und geringe Laufzeit als Ballast mit sich zu bringen. Auf eine Tastatur wird beim Pad-Rechner auch verzichtet, bzw. diese wird auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm emuliert.

Ob man solche Pad-Rechner wirksam vermarkten kann, war lange zweifelhaft. Doch die Firma Apple landete mit ihrem iPad Anfang dieses einen weltweit sehr erfolgreichen Coup zum Erfolg der Pad-Rechner. Das iPad war auch eine Antwort auf den Erfolg der eBooks. Viele Leute wollen ihre Bücher platzsparend überall hin mitnehmen. Allerdings sollte das iPad ein Rechner sein, mit dem man alles kann: Bücher lesen, Fotos und Filme anschauen, Musik hören, e-Mails schreiben, im Internet surfen und und und …. Die Fachpresse war begeistert, aber es gab auch kritische Stimmen, denn der Hersteller Apple ist nicht nur für die perfekte Integration von Hard- und Software bekannt,  sondern auch dafür, dass er seine Rechner und Geräte mit eigenen Schnittstellen versieht und gegenüber nicht vorgesehenen Nutzungsmöglichkeiten abschottet.

Der Erfolg des iPad war trotzdem bemerkenswert. Doch auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin wurden Konkurrenzprodukte wie das Samsung Galaxy Tab vorgestellt, das dem Markführer den Rang ablaufen könnte. Nun hat das Samsung Galaxy Tab den Marktstart in Deutschland und es wird sich zeigen, ob die Nutzer von mobilen Computer-Einsatzmöglichkeiten die Vorteile der offeneren Plattform des Samsung Galaxy Tab schätzen werden.

Auffällig ist zunächst, dass das Samsung Galaxy Tab deutlich kleiner ausfällt und daher mobiler zu bedienen ist, aber auch besser überall hin mitgenommen werden kann. Vorteile können darin gesehen werden, dass das Samsung Galaxy Tab offene Standards nutzt. So werden z.B. Flash-Anwendungen, die man häufig auf Internet-Seiten findet, angezeigt, während das Konkurrenzprodukt von Apple kein Flash unterstützt. Auch bei der Telefon-Schnittstelle ist das Samsung Galaxy Tab flexibler. Für viele ist aber entscheidend, dass die populäre Schnittstelle USB beim Samsung Galaxy Tab verfügbar ist. Damit kann man dann sehr einfach Daten von anderen Systemen auf das Samsung Galaxy Tab übertragen.

Es bleibt abzuwarten, ob das neue mobile Gerät die Käufer überzeugt. Gegenwärtig ist der Preis noch recht hoch. Im und nach dem Weihnachtsgeschäft wird sich zeigen, ob das Samsung Galaxy Tab die Chance hat, dem Marktführer Paroli zu bieten.

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