Personalisierte Suche bei Google

Google ist nach wie vor die wichtigste Recherchequelle für professionelle (kommerzielle), aber auch für die private Nutzung. Nun kann man auf der amerikanischen Variante der Suchmaschine (google.com) auch als einfacher Nutzer sehr effektiv von der personalisierten Suche profitieren: Suchergebnisse werden gezielt um Resultate aus dem eigenen sozialen Umfeld ergänzt. Während die Suchmaschinen-Konkurrenz international mit Neid und Missgunst reagiert, melden sich die üblichen Bedenkenträger aus der Datenschutz-Szene und zeigen in Szenarios auf, dass die neue Funktion die Privatsphäre gefährdet. Doch kaum jemand fragt danach, ob denn eine personalisierte Suche überhaupt hilfreich für den normalen Nutzer ist.

Google selbst vermarket sehr aktiv die neue personalisiere Suchmöglichkeit; beispielsweise mit folgenden Video:

Gegenwärtig kann man die neue personalisierte bei Google nur auf der amerikanischen Website testen und nutzen und muss zudem mit einem Google-Konto angemeldet sein. Auf die amerikanische Website kommt man nur, wenn man auf der deutschen Google-Seite unten rechts auf einen Link zu „Google.com in English“ klickt. Zur Anmeldung braucht man spätestens jetzt ein Google-Konto. Dieses ist leicht über jede E-Mail-Adresse zu beschaffen, auch wenn man dort lediglich ein anonymes oder Fake-Profil angelegt hat.

Gibt man jetzt einen beliebigen Suchbegriff ein, dann bringt Google an bevorzugter Stelle Suchergebnisse, die aus dem eigenen sozialen Umfeld stammen, sofern man über ein entsprechendes verfügt und dieses sich auch ins Internet (soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder YouTube) abbildet.

Also bringt die personalisierte Suche nur etwas, wenn man sich nicht mit einem anonymen oder Fake-Profil bei Google anmeldet und auch selbst durch Kontaktpflege in sozialen Netzwerken zur Kommunikation im Internet beiträgt. Dann aber drohen schnell die Gefahren, vor denen die Bedenkenträger aus der Datenschutz-Szene zu Recht warnen: Man bekommt nicht nur Informationen aus dem eigenen Netzwerk gezielt angezeigt, man trägt auch dazu bei, dass andere Informationen über einen selbst bekommen, die man nicht unbedingt öffentlich zur Verfügung gestellt haben möchte.

Bei dem Streit um den Datenschutz wird aber schnell übersehen, dass es bei vielen Recherchen nicht hilfreich ist, dass man mit Informationen aus dem privaten Umfeld beglückt oder belastet wird. Wer einen guten Flachbildschirm kaufen möchte, sollte sich nicht unbedingt an die Tipps aus dem privaten Umfeld verlassen, denn diese sind angesichts der rasanten technologischen Entwicklung schnell überholt. Glücklicherweise hat Google aber die Möglichkeit geschaffen, die neue personalisierte Suche schnell abzuschalten.

Internet

Sie können Sie einen Kommentar hinterlassen or unseren Feed abonnieren, wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat.

Einen Kommentar schreiben

(Pflichtfeld)

(Pflichtfeld)