Social Network Profile können zum Einstellungshindernis werden

Früher war es üblich, dass Personalverantwortliche vor dem Gespräch mit einem Bewerber dessen Namen gegooglt haben. Das ist wohl immer noch denkbar, doch inzwischen gehen Personalverantwortliche auch auf die Profilsuche in sozialen Netzwerke wie Twitter oder Facebook. Die Berliner taz berichtete mit Bezug auf eine amerikanische Untersuchung, dass das für sieben von zehn Bewerbern von Nachteil sein könnte.

Diese Untersuchung kommt von einer Online-Reputation-Firma, was man natürlich berücksichtigen muss, denn solche Firmen haben sich darauf spezialisiert die Online-Reputation gezielt zu steuern und bieten hierfür ihre nicht unbedingt preiswerten Dienste an. Befragt wurden 300 amerikanische Manager, die Personalverantwortung haben. Immerhin 90 Prozent der Befragten gebe an, dass sie in sozialen Netzwerken recherchieren, wenn es um die Gewinnung von Informationen zu Bewerbern gehe. 70 Prozent würden sogar Bewerber ablehnen, wenn sie nachteilige Informationen zu diesen finden. Die Zahl sieht ziemlich hoch aus, doch ist zu bedenken, dass die Fragestellung eher hypothetisch war.

Allerdings ist die Untersuchung doch ein guter Hinweis darauf, dass man sein Social Network Profil einmal unter kommunikativen Aspekten prüft. Netzwerke wie Twitter sind generell öffentlich, Netzwerke wie Facebook können durch gezielte Einschränkungen gegenüber der Öffentlichkeit abgeschirmt werden. Allerdings ist hierfür ein erheblicher Pflegeaufwand notwendig. Experten empfehlen daher, dass man sich auch bei einem eher privat gehaltenen Profil so präsentieren sollte, wie man von einem Vorgesetzten oder Geschäftspartner gesehen werden möchte.

Genau wie beim neuen Netzwerk Google+ kann man inzwischen bei Facebook gezielt private Informationen nur für Freunde veröffentlichen. Allerdings muss man hierfür Konfigurationsarbeit leisten und man kann auch nicht ausschließen, dass diese Freude ihrerseits die Infos mit einer anderen Öffentlichkeitsstufe weiterverbreiten.

Das Facebook-Profile auch bei Bewerbungen Erfolg haben könnten, zeigt folgendes Video von TheDotcomedyChannel auf satirische Weise auf, doch nicht viele Personalchefs dürften das ähnlich sehen.

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