Soziale Netzwerke im Verfahren einer Scheidung

Soziale Netzwerke wie Facebook sind eigentlich entwickelt worden, um neue Möglichkeiten für Kommunikation im Internet zu bilden und zu gestalten. Aber klar ist auch, dass man bei Facebook und Co. umfangreiche Informationen bereit stellt, die für andere Zwecke einsetzbar sind, als ursprünglich gedacht war. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die „American Academy of Matrimonial Lawyers “ (Akademie von Rechtsanwälten, die mit Scheidungsfällen zu tun haben) festgestellt hat, das Facebook intensiv genutzt wird, wenn es um Ehescheidungen geht.

Facebook kann als Primärquelle für kompromittierende Informationen genutzt werden, so das Fazit der entsprechenden Studie. Über 80 Prozent der befragten Scheidungsanwälte nützen soziale Netzwerke wie Facebook, um an Informationen im Sinne ihrer Klienten zu kommen.

Soziale Netzwerke seinen interessant, um die offiziellen Informationen, die in einen Scheidungsverfahren von einer Seite präsentiert werden, mit Informationen zu vergleichen, die man aus Internet-Quellen gewinnen kann. So könnte man recht leicht Hinweise auf Ehebruch aus den Profilen ableiten, ein Punkt, der für das amerikanische Scheidungsrecht immer noch wichtig sein kann.

Unmittelbar lassen sich die Ergebnisse aus den Vereinigten Staaten aber nicht auf europäische Staaten übertragen. Allerdings übertragbar ist die Tendenz, dass viele in sozialen Netzwerken Informationen bereitwillig zur Verfügung stellen, die ergänzt um Offline-Informationen eine wesentlich bessere Einschätzungsbasis liefern können, als das früher der Fall war. Man sollte sich auch nicht damit beruhigen, dass man ja bei Facebook und Co. seine Informationen nur für Freunde bereitstellt. Oft greifen auch Freunde von Freunden zu und damit ist der Umfang der Informations-Nutzer kaum noch überschaubar.

lifestylesite.de gibt auch Hinweise dazu, dass und wie soziale Netzwerke hierzulande im Verfahren einer Scheidung eine Rolle spielen können. Gegenwärtig sei die Zahl der Fälle aber noch überschaubar, doch mit zunehmender Nutzung sozialer Netzwerke im Internet könne man davon ausgehen, dass die Recherche nach kompromittierenden Informationen sich verstärken werde.

Die naheliegende Schlussfolgerung (nicht nur, um eine Scheidung zu vermeiden): Man überlegt sich genau, was und wie man sich in sozialen Netzwerken äußert und vermeidet kompromittierende Aussagen. Schließlich bewegt man sich in der Öffentlichkeit und dort können negative Fotos und Aussagen sehr langfristige Nachwirkungen haben.

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