Unternehmen nutzen Social Media wenig interaktiv

Social Media war im letzten Jahr das große Schlagwort, wenn es um ein modernes Online-Marketing ging. Unternehmen sollten mit ihren Chefs und Mitarbeitern auf Social Media Plattformen wie Facebook und Twitter aktiv werden, um in einen neuen interaktiven Dialog mit den Kunden zu kommen. Zwar wurden viele Facebook Angebote über Unternehmen und ihre Marken aktiviert, doch eine Studie des weltweit tätigen strategischen Unternehmensberaters A.T. Kearney hat nun ergeben, dass diese Social Media Angebote wenig kommunikativ oder interaktiv angelegt sind.

Bezugspunkt der Studie waren die Top-50 der weltweit wirksamen Marken und es wurde ihre Präsenz auf Facebook analysiert. Immerhin 45 der 50 Marken haben dort eine Präsenz. Allerdings wurden bei diesen Marken fast 90 % der Nutzer-Einträge von Facebook Usern nicht vom jeweiligen Unternehmen beantwortet. Man hat damit die Möglichkeit von Kommunikation und Interaktion, die soziale Netzwerke wie Facebook bieten, also nicht genutzt. Auch wenn auf Nutzeranfragen reagiert wurde, dann wurde nicht so geantwortet, dass weitere Kommunikationsmöglichkeiten entstehen konnten. Bei sieben Marken war sogar die Möglichkeit des Postens von Aussagen oder Fragen gar nicht für die Facebook-User möglich. Hier wurde die Interaktionsplattform Facebook unter der Hand zu einer Präsentationswebsite umgeformt.

Bei den Unternehmen, die nicht so weitgehend die Interaktion eingeschränkt haben, hat man sich aber meist dafür entschieden, dass man nur eine gefilterte Darstellung der eigenen Pinnwand erlaubt. Unerwünschte oder kritische Fragen können also ausgeblendet werden, auch eine Methode, die Kommunikation und Interaktion stark einschränkt und langfristig auch Nutzer davon abhalten könnte, offene Frage und Probleme anzusprechen.

Geringe Interaktion, wenig Transparenz“ so ein Fazit der Studie, die auch darauf aufmerksam macht, dass ein kommunikatives Verständnis von Social Media nur mit mehr Ressourcen auf der Unternehmensseite erreichbar ist. Social Media, die echte Interaktion mit dem Kunden und Interessenten ermöglicht, hat also gerade bei international bekannten Marken einen großen Nachholbedarf. In einen Kommentar auf trickr.de zur Studie, wird dies auch für deutsche Marken analog gesehen, wobei die Kommentatorin den deutschen Unternehmen eine rasante Lernkurve unterstellt. Vielleicht ist das ein Ansporn für kleine und mittlere Unternehmen hier mit eigenem Engagement Mitmachpotentiale im interaktiven Internet für sich zu nutzen.

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