WLAN sperren und Ärger vermeiden

Sollte man sein WLAN sperren, um Ärger mit Behörden oder Hackerangriffe zu vermeiden? WLAN steht für „Wireless Local Area Network“ also „kabelloses lokales Netzwerk“ und wird meist im Zusammenhang mit der Buchung eines DSL-Anschlusses verfügbar gemacht. Insbesondere ältere WLAN Anschlüsse verfügen nur über unzureichende Sperren gegen äußere Zugriffe. Oder man kann von außen bei diesen WLAN-Netzen mit Standardzugriffsversuchen die Sperren leicht aushebeln.

Immer mal wieder gibt es Diskussionen um Googles „Street View“-Programm. Die bedeutendste Suchmaschine der Welt möchte möglichst komplett alle Straßen mit ihren angrenzenden Häusern über Fotos für jedermann zur Verfügung stellen. Nun gibt es wieder mal Kritik, weil Google offene WLAN-Zugriffsmöglichkeiten bei der Street-View-Datenerfassung erfasst und ausgewertet hat.  Zwar zweifelt man bei blogtainment.de an, dass hierbei über das WLAN irgendwelche relevanten Daten erfasst und verarbeitet würden, doch ist diese WLAN-Datenerfassung ein guter Hinweis, mal über das Sperren des eigenen WLAN nachzudenken.

Denn auch der Bundesgerichtshof hat sich kürzlich mit der Frage befasst, ob man für Vorgänge im eigenen WLAN verantwortlich ist, wenn dort Sperren fehlen bzw. die Sperren nicht ausreichend komplex angelegt sind. Konkret ging es um einen Vorgang, wo nachgewiesen werden konnte, dass in einem privaten WLAN ein urheberrechtlich geschützter Song illegal ins Internet hochgeladen wurde. Der WLAN-Inhaber war aber zum besagten Zeitpunkt im Urlaub, konnte also den Upload über sein WLAN nicht veranlasst haben. Immerhin hatte dieser sein WLAN sperren lassen, allerdings mit einem Password, das werkseitig automatisch verwendet wird, also einfach zu recherchieren ist. Diese Art von Sperren ist nicht ausreichend, entschied der Bundesgerichtshof.

Wer über ein WLAN verfügt, der sollte also umgehend mal die Sperren überprüfen. Dazu muss er sich an seinem Router anmelden. In der Bedienungsanleitung ist beschrieben, wie das geht. Der Router des WLAN bietet eine Verschlüsselungsmöglichkeit. Hier sollte man als höchste Stufe WPA wählen, um ein optimales Sperren zu gewährleisten. Bei der gleichzeitigen Eingabe des Schüssels sollte man eine Zeichenkombination wählen, die in keinem Lexikon vorkommt und auch kein Eigenname ist.

Wer so sein WLAN mit Sperren versieht, der kann sich relativ sicher sein, dass externe Zugriffe auf sein WLAN-Netzwerk von außen unterbleiben.

Internet

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