Schäden durch Frost in der Wohnung – Probleme mit der Versicherung bei Fahrlässigkeit

Leider kommt es an Tagen mit starkem Frost immer mal wieder vor, dass die Heizung einfriert. Das kann auch damit zusammenhängen, dass in einem bestimmten Zimmer aus Spargründen, die Heizung komplett abgestellt wurde oder dass man bei einer längeren Abwesenheit vergessen hatte, ein Fenster zu schließen. Insbesondere „Winter-Flüchtlinge“ konnten nach Rückkehr aus dem warmen Süden vom kalten deutschen Frost überrascht werden.

Das Einfrieren ist aber kein großes Problem, wenn man umsichtig vorgeht. Schlecht ist allerdings, wenn ein Heizungsrohr geplatzt ist und damit einen großen Schaden an Haus oder Wohnung verursacht hat. Probleme mit der zuständigen Versicherung (Gebäudeversicherung und/oder Hausratversicherung) können dann entstehen, wenn diese zur Einschätzung kommt, dass das Verhalten des Kunden fahrlässig war, er also mitverantwortlich für den Schaden ist. „Schäden durch Frost in der Wohnung – Probleme mit der Versicherung bei Fahrlässigkeit“ weiterlesen

Coworking: der neue Trend zum gemeinsam Arbeiten

Zu Hause in Ruhe seine Arbeit zu erledigen: Das ist der Traum vieler, die gerne Arbeit, Freizeit und Familie in Einklag bringen wollen. Doch zu Hause droht beim Arbeiten auch Ablenkung und Vereinsamung. Deshalb zieht es viele mit dem Notebook in Cafés und zum Hotspot. Damit ist der erste Schritt zum Coworking, zum gemeinsam Arbeiten, getan. Coworking als neuer Trend geht aber noch viel weiter. „Coworking: der neue Trend zum gemeinsam Arbeiten“ weiterlesen

Sind gelbe Tonne und grüner Punkt bald am Ende?

In keinem anderen europäischen Land steht das Recycling so im Focus des öffentlichen Interesses wie in Deutschland. Das liegt zum Teil auch an der gelben Tonne, die in Städten und Gemeinden kaum zu übersehen ist.  Die gelbe Tonne und der grüne Punkt stehen für ein ausgeklügeltes System der Abfallverwertung. Bestimmte Verpackungen sollen, dürfen und müssen mit einem grünen Punkt gekennzeichnet werden, der dann zu einer Abführung von Lizenzgebühren der Hersteller der Produkte an die „dualen Systeme“ in Deutschland führt, damit diese die Verpackungen über die gelbe Tonne (und den gelben Sack) wieder einsammeln und verwerten können.

Das System mit grüner Punkt und gelber Tonne kann aber nur funktionieren, wenn „Sind gelbe Tonne und grüner Punkt bald am Ende?“ weiterlesen

Steuerliche Absetzbarkeit von Dienstreisen mit Privatanteil verbessert

Viele Dienstreisen werden gerne um einen privaten Anteil erweitert. Wenn man als Dozent zu einer Seminarwoche nach Mallorca reist, dann hängt man vielleicht das Wochenende noch an und nutzt damit den Gesamtaufenthalt als Dienstreise, die aber einen privaten  2/7-Anteil hat. Bisher konnte allerdings dieses Vorgehen, Dienstreisen mit Privatreisen zu verbinden, Probleme mit dem Finanzamt schaffen. Zwar wurden alle Kosten, die der Dienstreise eindeutig zuordenbar war (wie die Übernachtung und die Verpflegungskosten am Seminarort) als Werbungskosten anerkannt. Aber die Kosten für die Reise selbst konnte nicht einfach auf einen privaten und einen dienstlichen Anteil aufgeteilt werden.

Grund für diese bisher sehr restriktive Haltung des Finanzamtes ist das sogenannte Aufteilungsverbot. Dieses verbietet die anteilige Anrechnung von Betriebskosten, wenn diese nicht einfach und nachvollziehbar trennbar sind. Die bisherige Argumentation der Finanzämter wäre also darauf hinaus gelaufen zu sagen, dass man die Kosten für eine Reise nicht einfach auf einen betrieblichen und privaten Anteil aufteilen kann. Grundsätzlich sorgt das Aufteilungsverbot dafür, dass ein deutlicher privater Anteil an teilweise betrieblich veranlassten Kosten, diese vollständig als Betriebskosten ausschließt.

Nun hat der Bundesfinanzhof eine deutlich steuerfreundliche Entscheidung möglich gemacht: „Steuerliche Absetzbarkeit von Dienstreisen mit Privatanteil verbessert“ weiterlesen

Neues Erbrecht seit dem 1. Januar 2010

Politisch war das neue Erbrecht umstritten. Doch schließlich gelang es einer großen Mehrheit im Bundestag und Bundesrat die neue gesetzliche Regelung beim Erbrecht für den 1.1.2010 wirksam zu machen. Die Neuregelung beim Erbrecht war dringend nötig, denn seit mehr als 100 Jahren haben sich die Rahmenbedingungen beim Erben so weit verändert, das man mit dem neuen Erbrecht endlich auf die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen reagiert hat. „Neues Erbrecht seit dem 1. Januar 2010“ weiterlesen

Wie geht man als Bewerber mit einer Karrieremesse um?

Am 12.1.2009 war es mal wieder soweit, die Karrieremesse in Düsseldorf öffnete ihre Türen. Hinter der findigen Idee der Karrieremesse steckt ein Veranstalter der nicht nur in Düsseldorf regelmäßig tätig wird. Zweck einer Karrieremesse ist das Zusammenführen von Bewerbern und Arbeitgebern, das schnelle Ermöglichen von Kommunikation und das Finden von Jobalternativen vor allem im Management und bei Akademikern. Im NRW-Forum wurde die optimistische Aussage getroffen, dass 2000 Jobs auf der Karrieremesse in Düsseldorf offeriert werden.

Der Besuch der Karrieremesse ist kostenlos aber hier werden dann auch bezahlte Dienste angeboten, die aber im Einzelfall nicht teuer sein müssen. „Wie geht man als Bewerber mit einer Karrieremesse um?“ weiterlesen

Einige Tipps und Tricks, um Online-Businessnetzwerke zur Job-Findung zu nutzen

Online-Business-Netzwerke sind Plattformen wie XING und  LinkedIn, bei denen – anders als bei den eher im Privatbereich angesiedelten sozialen Netzwerken wie MySpace oder Facebook – der geschäftliche Kontakt im Vordergrund steht. Online-Business-Netzwerke dienen aber nicht in erster Linie der Job-Findung, sondern dem gemeinsamen Interessenaustausch. „Erst geben, dann nehmen“, so lautet die Basisbotschaft an die Mitglieder. Wenn diese eine eher traditionelle Form der Akquise (auch bei der Job-Findung) versuchen, dann bekommen sie schnell Hinweise, dass es so nicht geht. Wer aber mit Fachkompetenz sich an den verschiedenen Dialogformen beteiligt, der hat durchaus gute Aussichten, positiv in Online-Business-Netzwerken wahrgenommen zu werden. „Einige Tipps und Tricks, um Online-Businessnetzwerke zur Job-Findung zu nutzen“ weiterlesen

Rechtliche und steuerliche Aspekte der Wohnungsvermietung für Langzeiturlauber

Nicht alle finden den Winter toll und billiger könnte ein Langzeiturlaub im warmen Süden auch kommen. Denn bereits für deutlich unter 500 Euro bekommt man günstige Wohnungen mit viel Komfort auf den kanarischen Inseln oder im südlichen Asien. Voraussetzung ist natürlich, dass man für Jobzwecke nicht in der kalten Heimat bleiben muss. Dieses Privileg haben nicht nur die Rentner und Pensionisten, auch viele Internet-Worker, die für ihren Job nur einen regelmäßigen Netzzugang brauchen. Und den bekommt man weltweit, zur Not über ein Internet-Cafe. Von Frühling bis Herbst ist man dann wieder zu Hause.

Optimal wird eine solche Strategie, wenn man die eigene Wohnung (mit Möbeln, Strom und Heizung) während seines Langzeiturlaubs weiter vermietet. „Rechtliche und steuerliche Aspekte der Wohnungsvermietung für Langzeiturlauber“ weiterlesen

Braucht das „unternehmerische Selbst“ den perfekten Lebenslauf?

Bewerbungsratgeber formulieren häufig die Anforderung des perfekten Lebenslaufs, weil sie davon ausgehen, dass auch die Personalchefs bei der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen sehr schnell Bewerber mit Brüchen in der Biographie aussortieren. Dabei sorgen biographische Wechsel für die Festigung und Entwicklung der Persönlichkeit und es ist die Frage, ob die Unternehmen mit angepassten Bewerbern, die schnittig vom perfekten Abitur zum perfekten Hochschulabschluss voran gekommen sind, wirklich die besten Anwärter für die neunen Job gefunden haben. Doch der perfekte Lebenslauf ist dann ein naheliegendes Auswahlkriterium, wenn es wie in den Zeiten der Krise eine Vielzahl von Bewerbern für die offenen Stellen gibt. Dann schaut man auch sehr genau auf Praktika und Referenzen, die genau passend zu den Ausschreibungen bestimmt werden.

Auch bei den Anforderungen für Existenzgründer ist man schnell bei der Hand, einen perfekten Lebenslauf zu verlangen. Zum perfekten Lebenslauf passt dann das „unternehmerische Selbst“. Es geht darum, dass man die eigene Biografie nicht erlebt und erleidet, sondern aktiv gestaltend mit einer engen Zielperspektive steuert. „Braucht das „unternehmerische Selbst“ den perfekten Lebenslauf?“ weiterlesen

Speed-Coaching: der neue Trend beim Coaching?

Coaching ist ein Schlagwort, das in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen hat, weshalb wir hier bei dir-Info auch einiges zum Thema Coaching geschrieben haben. Während es früher nur darum ging, Spitzenkräfte im Sport mittels Coaching nach vorne zu bringen, machen inzwischen viele normale Arbeitnehmer und Selbständige von der Möglichkeit des Coachings Gebrauch, um ihre beruflichen oder privaten Kompetenzen zu erweitern. Oft werden nur relativ einfach formulierte Fragen im Coaching-Prozess aufgeworfen, die aber eine umfassende Analyse und Strategie erfordern würden. Vielen Coaching-Interessierten ist aber auch an einer Vielzahl von Antworten und Perspektiven gelegen, die aber durch einen einzelnen Coach kaum abgedeckt werden können. Deshalb ist Speed-Coaching hierfür eine mögliche Alternative. Mit viel Speed bekommt der Coaching-Interessierte sehr schnell sehr unterschiedliche Antworten auf seine Leitfrage geboten.

Speed-Coaching greift einen anderen Trend auf, der seit einiger Zeit bei der Partnersuche von sich Reden macht: Speed-Dating. „Speed-Coaching: der neue Trend beim Coaching?“ weiterlesen

Kommt der „Diplom-Ingenieur“ zurück?

Nachdem die Studenten bis in die jüngste Zeit hinein deutliche Proteste gegenüber der Studienreform erhoben haben, meldet sich jetzt auch das Hochschul-Establishment und fordert deutliche Änderungen beim Bologna-Prozess. Wie ich schon auf dir-info.de vor längerer Zeit geschrieben habe, ist das abgestufte Absolvieren von Bachelor und Master die Leitidee bei der europaweiten Studienreformen. Entscheidend ist die Verkürzung des Bachelor gegenüber den bisherigen Studiengängen. Während bisher beim Diplom oder beim Magister faktisch meist 10 Semester/5 Jahre zu studieren war, ist für den ersten Studienabschluss des Bachelor oft eine Regelstudienzeit von 6 Semestern/3 Jahren vorgesehen. Da das anschließend mögliche Master-Studium nicht von jedem erfolgreichen Bachelor-Absolventen belegt werden kann, befürchten viele Studenten ein Schmalspur-Studium und schlechtere berufliche Aussichten.

Wie jetzt durch einige Hochschulrektoren deutlich wurde, sehen nicht nur die Studenten die Verkürzung der Studienzeiten beim Bachelor kritisch. „Kommt der „Diplom-Ingenieur“ zurück?“ weiterlesen

ELENA: Der elektronische Entgeltnachweis stößt auf Widerstände

Heftige Kritik von Datenschützern und Arbeitnehmervertretern war durch die nun wirksam gewordene Einführung des „elektronischen Entgeltnachweis“ ELENA zu erwarten gewesen; doch auch die Wirtschaft scheint wegen hoher Zusatzkosten und mehr Bürokratie vom neuen elektronischen Entgeltnachweis nicht begeistert. Doch die Kritik setzte erst ein, als der elektronische Entgeltnachweis Anfang 2010 in Kraft trat. „ELENA: Der elektronische Entgeltnachweis stößt auf Widerstände“ weiterlesen

Neue Möglichkeiten für die Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern an ihren Unternehmen?

Seit Jahrzehnten wird bemängelt, dass die Arbeitnehmer keine ausreichenden Möglichkeiten der Kapitalbeteiligung an ihren Unternehmen haben. Insbesondere bei den großen dominierenden Aktiengesellschaften befindet sich die Kapitalbeteiligung in den Händen relativ hoch vermögender Einzelpersonen oder von großen Kapitalgesellschaften. Das dies auch ein Nachteil in der Krise ist, wurde im letzten Jahr deutlich, als Opel kurz vor der Insolvenz stand. Durch Mitarbeiterbeteiligung könnte die Krise in vielen Unternehmen besser abgefedert werden. So forderte  das Mitglied des DGB-Bundesvorstandes Dietmar Hexel in einen Blogbeitrag für das Handelsblatt erneut, eine stärkere Beteiligung auch im Kapital, um die Mitbestimmung bei der Gestaltung der Firmenpolitik auf eine breitere Basis zu stellen.

Nun hat nach Meldungen in verschiedenen Medien Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eine neue Idee in den Raum gestellt, um mittels steuerrechtlicher Förderung die Mitarbeiterbeteiligung an Kapitalgesellschaften nach vorne zu bringen. „Neue Möglichkeiten für die Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern an ihren Unternehmen?“ weiterlesen

Lehrlinge lohnen sich für den Betrieb auch finanziell – meint das Institut der deutschen Wirtschaft

Immer noch gilt für manche Betriebe die Ausbildung der Lehrlinge als teuer und daher werden keine Lehrlinge eingestellt. Obwohl diese doch drei bis vier Tage pro Woche im Betrieb sind und daher dort schon nach kurzer Anlernzeit im erheblichen Umfang produktive Aufgaben übernehmen können.

Deshalb könnte es sich für den Betrieb lohnen, mehr Lehrlinge einzustellen. Für viele Aufgaben können Lernlinge schnell eingesetzt werden. Sie übernehmen dann Tätigkeiten von produktiven Arbeitskräften, die sonst sehr teuer eingekauft werden müssten. Auch können Lehrlinge im Betrieb für Ziele eingesetzt werden, die sonst liegen bleiben, aber wichtig für die Fortentwicklung der Betriebe sind. So können beispielsweise angehende Kaufmanns-Lehrlinge statistische Auswertungen anfertigen, die für die Weiterentwicklung der Marktchancen der Betriebe relevant sind.

Dass Lehrlinge sich finanziell für den Betrieb lohnen, wird auch vom renommierten Institut der deutschen Wirtschaft vertreten. Das arbeitgebernahe Institut hat den Produktivitätseffekt der Ausbildung von Lehrlingen im Betrieb genauer berechnet (Bericht des Instituts Nr. 42 vom 15. Oktober 2009). Die Studie kommt zum Ergebnis, dass Lehrlinge sehr nützlich für den Betrieb sind. So sorgen beispielsweise Lehrlinge als Fachverkäufer im Bäcker- oder Fleischerhandwerk zu einem zusätzlichen Gewinn in Höhe von knapp unter 7000 Euro pro Jahr.

Aber auch andere Lehrlinge sorgen im Betrieb für zusätzliche Einnahmen und Kostensenkungsmöglichkeiten. Zum Beispiel im Hotel- und Gaststättengewerbe, beim Friseur und im medizinischen Bereich. Das Institut der deutschen Wirtschaft geht zwar für die vergangenen Jahre von einem Anstieg der Bruttokosten für die Ausbildung von Lehrlingen im Betrieb aus; doch gleichzeitig seien die Erträge bzw. Kosteneinsparungen durch die Lehrlinge ebenfalls gestiegen.

Es macht also Sinn für die Betriebe, verstärkt über die Einstellungen von Lehrlingen nachzudenken. Genügend Interessenten für Ausbildungsplätze sind vorhanden; die Betriebe können sich die besten Lehrlinge aussuchen, die sie zu einer fundierten Ausbildung mit gleichzeitiger finanziellem Erfolg für die Betriebe nutzen können.

Peinlichkeiten bei geschäftlichen Kontakten – und wie man damit klarkommt

Kurz vor der wichtigen Besprechung passiert ein Malheur: Das Hemd bekommt einen Riss oder man kippt sich aus Versehen Kaffee über den Pullover. Oder man verwechselt den Namen einer Person während des geschäftlichen Kontakts und lässt Glückwünsche für den frischen Nachwuchs ausrichten, der bei einer ganz anderen Person eingetreten ist.
Solche Peinlichkeiten bei geschäftlichen Kontakten schaffen schnell eine gedrückte Stimmung, lässt Gesprächspausen entstehen und sorgt durch Aufregung für Aufsehen. Wie soll man damit klarkommen, wenn man die Kommunikationssituation nicht belasten will? Experten für Benimm-Regeln haben aber schnell einen guten Tipp bei der Hand. Je nach Situation soll man cool reagieren und versuchen, auf das Problem schnell und souverän ohne großes Aufsehen zu reagieren. Der Riss im Hemd oder die Kaffeeflecken auf dem Pullover lassen sich auf die Schnelle nicht überdecken. Deshalb sollte man nur in Extremfällen den geschäftlichen Kontakt verschieben. Normalerweise reicht es aus, sich kurz zu entschuldigen und in einer späteren Pause nach einer Lösung zu suchen.

Bei Namens- oder Personenverwechslung, die sehr häufig vorkommen, könnte man versuchen, der Verwechslung eine witzige Note zu verpassen. Selten werden Komplimente als zu übertrieben empfunden, deshalb kann man die Verwechslung dazu nutzen, ein positives Merkmal zwischen der verwechselten Person und der Person herzustellen, mit der man sich gerade im geschäftlichen Kontakt befindet. Oder man interpretiert die falsche Zuordnung des Nachwuchses als Wunsch für die Zukunft um. Auch dies kann als Peinlichkeit empfunden werden, wenn man danach eine allzu lange Pause im geschäftlichen Kontakt entstehen lässt; also am besten schnell mit der Tagesordnung souverän weiter machen.

Benimm-Experten empfehlen bei den Peinlichkeiten, die man anderen Personen im geschäftlichen Kontakt zufügt (z.B. Kaffee über deren Hose auskippen), keinesfalls spontan mit körperlichen Kontakt zu reagieren. Damit würde die Peinlichkeit noch gesteigert. Besser ist es auch hier, sich zu entschuldigen und die Visitenkarte zu überreichen, damit der Betroffene die Rechnung einer Reinigung an einen weiterleiten kann. Wenn man dies schnell und ohne Aufsehen umsetzt, dann wird man meist von dem Vorgang, der die Peinlichkeiten im geschäftlichen Kontakt ausgelöst hat, nichts mehr hören.

Große Mängel beim IT-Wissen fordert berufliche Weiterbildung heraus

Auch nach Ansicht des Software-Herstellers Microsoft ist das IT-Wissen noch mit vielen Mängeln versehen. IT steht dabei für Informations-Technik und sollte nicht mir PC oder EDV verwechselt werden.
Aus den Mängeln des IT-Wissens folgt eine Anforderung an die berufliche Weiterbildung, diese Mängel auszugleichen.

Bill Gates hatte einst in Deutschland die „Qualifizierungsinitiative IT-Fitness“ ausgerufen, um die Weiterbildung verstärkt auf IT auszurichten. Nun wurden Ergebnisse des anonymisierten IT-Fitness-Tests bekanntgegeben. Hier zeigten sich deutliche Mängel und Lücken vor allem bei Arbeitsuchenden und Berufsanfängern. Bei den Berufsanfängern und Jugendlichen unter 20 Jahren zeigten sich Mängel bei den IT-Basiskenntnissen, mit denen man nicht gerechnet hatte, da doch diese Altersgruppe als besonders IT-affin gilt. Bei den Arbeitsuchenden waren es vor allem die neuen Bundesländer, die ein vergleichsweise schlechtes Ergebnis erbrachten. Auch Frauen liegen noch immer nicht auf gleicher Höhe wie die Männer, wenn es um IT-Kenntnisse geht. Demgegenüber waren es die Lehrer, die erstaunlich gut abschnitten. Allerdings hatten diese nur in vergleichsweise geringem Umfang an der Untersuchung teilgenommen. (Weitere Ergebnisse auf http://www.it-fitness.de/it_fitness_untersuchung/wie_it_fit_ist_deutschland.aspx.)

Weiterbildung in der IT ist also notwendig, um die Wertschöpfung durch IT in Deutschland noch weiter auszubauen. Experten gehen davon aus, dass bereist bisher die IT-Kenntnisse sehr wichtig für die Produktivitätsentwicklung und den Wachstumsprozess sind. Dies wird in den kommenden Jahren noch wichtiger werden. Die IT-Weiterbildung sollte also durchaus ausgebaut werden. Der Eindruck, dass jeder und jede schon sehr gut in der IT-Nutzung ist, scheint verkehrt zu sein, wenn man die Ergebnisse des IT-Fitness-Tests genauer betrachtet.

Wie können an- und ungelernte Mitarbeiter im Betrieb qualifiziert werden?

Unternehmen stehen gerade in Zeiten der Krise unter starkem Innovationsdruck. Zwar gäbe es bessere Chancen, Mitarbeiter von Konkurrenzunternehmen oder aus den unbeschäftigten Arbeitskräftepotential zu gewinnen, doch wesentlich effektiver könnte die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter sein.

Zum einen weil diese schon in die betrieblichen Arbeitsabläufe integriert sind, zum anderen weil die Arbeitgeber schon einen Eindruck von deren Kompetenz und Weiterbildungsmöglichkeiten gewinnen konnten.

Deshalb wäre es für viele Arbeitgeber attraktiv, an- und ungelernte Mitarbeiter im eigenen Betrieb weiter zu qualifizieren. Hierfür können die Ausbilder eingesetzt werden, die schon eine Ausbildereignungsprüfung in dem entsprechenden Berufsfeld nachgewiesen haben. Fehlende Fachbereiche können durch externe Berufsausbildungs-Dozenten abgedeckt werden. Aber auch die zeitweise (bezahlte oder unbezahlte) Freistellung der Mitarbeiter zur Teilnahme an zertifizierten Kursen von Weiterbildungsträgern ist denkbar. Unter Umständen kann der Betrieb hier staatliche Förderinstrumente nutzen, die eine Weiterbezahlung ermöglichen, ohne dass dem Betrieb hierfür Kosten entstehen.

Die berufsbegleitende Weiterbildung an- und ungelernter junger Erwachsener bietet Lösungen zur Deckung des Personalbedarfes nach der Krise: Dabei können die schon angestellten an- und ungelernte Mitarbeiter weiterqualifiziert werden, um diese mit mehr Flexibilität auf erweiterte Qualifikationsanforderungen auszurichten, wobei die schon vorhandenen praktisch nachvollziehbare Qualifikationspotentiale genutzt werden. Es ist aber auch denkbar, das gezielt Neueinstellungen von gering Qualifizierten vorgenommen wird, um von vorneherein geplant, die Höherqualifizierung und den betrieblichen Einsatz parallel zu gestalten. Auch hierfür gibt es staatliche Förderinstrumente.

Berufsbegleitende Nachqualifizierung an- und ungelernter Mitarbeiter orientiert sich daran, dass parallel zur betrieblichen Tätigkeit eine Berufsabschluss oder eine sonstige Qualifikation in einen nachvollziehbaren/zertifizierten Prozess erreicht wird. Neben innerbetrieblichen Fortbildungen ist auch vor allem an externe Maßnahmen zu denken, die von entsprechend spezialisierten Bildungsträgern angeboten werden. Für Betriebe kann diese Zusammenarbeit mit externen Trägern von Vorteil sein, da diese über viel Know-how verfügen, um die vielfältigen Finanzierungsmöglichkeiten für den Qualifikationsprozess durch Gelder aus staatlichen, europäischen oder sonstigen Programmen zu nutzen.

So können beispielsweise Zuschüsse zum Arbeitsentgelt an die Arbeitgeber über die Bundesagentur für Arbeit fließen, wenn die Betriebe dafür sorgen, dass Mitarbeiter ohne Berufsabschluss eine Qualifizierung bekommen. Dabei kann die Bundesagentur die Löhne ersetzen, die für die Teilnahme der Mitarbeiter an den Qualifizierungsmaßnahmen entstehen. Somit bekommt das Unternehmen kostengünstig höher qualifizierte Mitarbeiter, während für diese Höherqualifizierung ohne Lohnausfall möglich ist.

Die Vorteile den Betriebe liegen auch in den Möglichkeiten einer vorausschauende Personalentwicklung; denn nun werden betriebsinterne Qualifikationsreserven langfristig berechenbar ausgeschöpft. Zugleich kann sich die Qualifizierung an den Bedürfnissen
des jeweiligen Betriebes ausrichten. Durch eine modulare Gestaltung des Qualifizierungsprozesses
ist es jederzeit möglich, die Weiterbildung an betriebliche Veränderungen flexibel anzupassen.

Einen Überblick über finanzielle Förderungsmöglichkeiten bietet eine laufend aktualisierte Broschüre der Bundesagentur für Arbeit: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Geldleistungen/Was-Wieviel-Wer-SGBIII.pdf

Der „freiwillig“ arbeitende Kunde als Megatrend zur Kosteneinsparung

„Der Kunde ist König“: Dieser Werbespruch aus den 50er-Jahren wirkt heute irgendwie deplatziert. Obwohl alle Marketing-Verantwortlichen immer wieder betonen, dass im Mittelpunkt ihrer Bemühungen die umfassende Bedürfniserfüllung des Kunden steht.

Möglicherweise ist der Kunde auch selbst dran schuld, das er nicht mehr König ist. Denn die „Geiz ist Geil“-Mentalität können viele Anbieter nur erfüllen, wenn sie sehr kostenbewusst arbeiten. Und die höchsten Kosten sind die Personalkosten. Deshalb findet man so selten einen Verkäufer im Baumarkt. Und wenn man zur nächsten Theke geht, dann muss man sich in die Schlage einreihen.

Diese Tendenz zu Wartezeiten als Rationalisierungsmittel wird noch überboten durch den „freiwillig“ arbeitenden Kunden, der gerne zur Kosteneinsparung mit beiträgt, indem er Arbeiten übernimmt, die früher von den Unternehmen und Dienstleistern selbstverständlich geboten wurde. Das Möbelhaus mit dem Elch wurde in den 70er-Jahren Vorreiter. Dort konnte man unbelastet von werbenden Verkäufern in Ruhe seine Möbel zusammenstellen. Erst wenn man nach schwierigem Transport zu Hause nach Stunden die Regelwand oder den Kleiderschrank einigermaßen perfekt aufgestellt hatte, wurde einen so langsam klar, dass man als freiwillig arbeitender Kunde etliche Arbeitsstunden aufgewandt hatte, um preiswerter an die schönen Holzmöbel zu kommen.

Die Arbeit des Kunden als Megatrend der Kosteneinsparung wurde Jahr um Jahr ausgefeilter. Geld zieht man am Automaten, statt die „Schalterbeamten“ zu beanspruchen. Bahntickets kann man sich an Computern ausdrucken lassen, die eine hohe Handlungsflexibilität erfordern. Waren verschiedener Art werden im Internet vom Kunden designt oder mitgestaltet, bevor er sie online bucht und online bezahlt. Selbst ein Hotel kann man ohne Kontakt mit Personal beziehen und wieder räumen. Und Ferienhausvermieter geben Rabatt, wenn man das Appartement selbst gereinigt übergibt. Auch Behörden greifen gerne auf den „arbeitenden Kunden“ zurück, wenn sie beispielsweise verlangen, dass Umsatzsteuer-Meldungen nur über spezielle EDV-Systeme möglich sind.

Die Soziologen Günter Voß und Kerstin Rieder haben diesen Megatrend zur Kosteneinsparung zum Begriff des „arbeitenden Kunden“ gebündelt: Der arbeitende Kunde: Wenn Konsumenten zu unbezahlten Mitarbeitern werden. Dieser Begriff des „arbeitenden Kunden“ aus dem Buch hat es auch bereits in die Wikipedia geschafft.

Gelegentlich wird beim „arbeitenden Kunden“ aber übersehen, dass dies auch Vorteile haben kann. Denn man spart nicht nur Geld, sondern hat auch mehr Möglichkeiten der flexiblen Anpassungen von Produkten und Dienstleistungen an seine Bedürfnisse. Nicht jeder kann so schnell mit einem professionellen Küchenplaner kommunizieren, dass er sofort jede Entscheidung richtig einordnen kann. Das eigene Planen am PC nimmt natürlich beträchtliche Zeit in Anspruch, doch ist man danach vielleicht zufriedener, weil man mehr Möglichkeiten gedanklich ausprobieren konnte. Und wer handwerklich begabt ist, der hat vielleicht sogar Spaß beim Verlegen des Parkettbodens. Man sollte als „arbeitender Kunde“ nur darüber reflektieren, ob man überhaupt arbeiten will, bzw. was die eigene Arbeit einem Wert ist: Bevor man sich auf den Weg zum personalreduzierten Anbieter macht.

Wie wird man ungeliebte Weihnachts-Geschenke wieder los?

Nicht jeder ist mit den Weihnachts-Geschenken so zufrieden, wie es der Schenker gewünscht hat. Möglicherweise bekommt man auch denselben Artikel mehrfach geschenkt. Dies ist auch nach Geburtstags-Geschenken häufig zu sehen. Bevor man sich auf Online-Börsen um das Weiterverbreiten des Geschenkes bemüht, ein Weg der gerade wieder sehr populär ist, sollte man versuchen, mit dem Urheber des Geschenks ins Gespräch kommen. „Wie wird man ungeliebte Weihnachts-Geschenke wieder los?“ weiterlesen

Schenken aus der Sicht der Volkswirtschaftlehre

Jedes Jahr dominiert das Schenken zur Weihnachtszeit die Volkswirtschaft. Denn im Einzelhandel wird ein großer Teil des Jahresumsatzes durchs Schenken herbeigeführt. Ohne Schenken würde also die Volkswirtschaft noch stärker in die Krise kommen.

Allerdings gibt es auch aus der Sicht einzelnen Volkswirtschaftler starke Vorbehalte gegenüber dem Schenken, denn dieses sei in notwendiger Weise mit Verlust verbunden. Zu dem exponiertesten Vertreten dieser Vorbehalte gehört der Ökonom Joel Waldfogel, der davon überzeugt ist, dass praktisch jedes Schenken (nicht nur zu Weihnachten) mit einem starken volkswirtschaftlichen Verlust verbunden ist. Die Überlegung hinter dieser Behauptung findet sich in dem Argument, das derjenige, der den Schenken-Vorgang einleitet nie über ausreichend Informationen über denjenigen verfügt, der vom Schenken profitieren soll. BREAK

Man kennt das aus der eignen Praxis beim Schenken. Von Jahr zu Jahr fällt es schwieriger, ein angemessenes Geschenk zu finden, das der Beschenkte wirklich braucht. Also greift man möglicherweise zu Geschenken, für den der Beschenkte nur einen deutlich geringeren Wert zuordnet, als das Geschenk tatsächlich kostet. Schenkt man seinem Partner beispielsweise Parfüm oder Aftershave, dann wird man gerne zu besonders teuren Produkten greifen, damit das Geschenk auch etwas hermacht. Allerdings würde der Beschenkte normalerweise selbst nie soviel Geld für das Geschenk ausgeben, wenn er für sich allein Parfüm oder Aftershave kaufen würde. Der Differenzbetrag zwischen den eigenen Ausgaben und den Kosten des Schenkers sind wirtschaftlich betrachtet ein Verlust.

An Ansicht von Waldfogel werden jedes Jahr durch Geschenke vielfache Milliardenbeträge durch diese Verluste „verschenkt“, die man vermeiden könnte, wenn man auf Geschenke verzichtet.

Allerdings gibt es einige Einwände gegen diese volkswirtschaftliche Sicht auf die Geschenke. Wer sich intensiv das ganze Jahr über um die Wünsche seiner Geschenk-Partner bemüht, der wird ziemlich genau wissen, was man denn als Geschenk nehmen sollte. Notfalls kann man ja auch fragen oder einen Gutschein schenken. Dann bekommt der, der beschenkt werden soll, genau das, was er braucht und gewinnt zusätzlich noch dadurch, dass er sich daran erfreut, dass er persönlich bedacht wurde.

Aber das Geschenk muss schon passen. Wem nicht hierzu einfällt, der kann auch das Geschenk dann direkt als Spende an eine wohltätige Institution weiterleiten und dies dem Beschenkten mitteilen. Dann hat der Beschenkte keinen Verlust und kann sich daran freuen, dass in seinem Namen etwas Gutes getan wurde.

Immer noch Sozialtarife bei der Deutschen Telekom

Früher war das Telefonieren und die Telekommunikation ein Monopolbetrieb im alleinigen Staatsbesitz. Deshalb wurde es diesem Unternehmen zur staatlichen Auflage gemacht, günstige Sozialtarife für bestimmte Personengruppe anzubieten. Diese Tarifbesonderheiten gelten auch weiterhin, obwohl die Deutsche Telekom inzwischen privatisiert wurde und weite Teile des Aktienkapitals im privaten Streubesitz liegen.
Diese Tarifbesonderheiten gelten auch weiterhin, obwohl die Deutsche Telekom inzwischen privatisiert wurde und weite Teile des Aktienkapitals im privaten Streubesitz liegen. Damit ist die Deutsche Telekom der einzige Telekommunikationsanbieter, der Sozialtarife anbietet.

Allerdings gibt es nur Sozialtarife bei einem Festnetzanschluss, nicht für die weiteren Dienste wie Mobilfon oder Internet-Zugang. Den Sozialtarif kann beantragt werden, wenn der Kunde nachweisen kann, dass

• er von der Rundfunkgebührenpflicht befreit sind; dies gilt zum Beispiel für Arbeitslosengeld II- oder Sozialhilfe-Empfänger.
• er Ausbildungsförderung nach dem BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) erhält; dies gilt für viele Studenten, deren Eltern kein hohes Einkommen haben.
• sprachbehindert, blind oder gehörlos ist und der Behinderungsgrad hier bei mindestens 90 Prozent liegt.

Der Nachweis erfolgt durch Vorlage der entsprechenden Bescheide. Die Befreiung von der Rundfunkgebührenpflicht bescheinigt die GEZ (Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten), bei der man dann aber auch angemeldet sein muss.

Der Sozialtarif der Deutschen Telekom soll diesen Personen eine grundlegende Nutzung des Telefons ohne hohe Kosten ermöglichen. Deshalb erhalten Sie von der Telekom ein Gesprächsguthaben pro Monat angerechnet; dieses liegt bei etwa 7 Euro pro Monat für BAföG-Empfänger und erhöht sich auf 9 Euro pro Monat für behinderte Kunden. Nicht genutzte Gesprächsguthaben verfallen am Ende des Monats und werden nicht übertragen.

Die gewährten Vergünstigungen sind nur nutzbar für selbstgewählte Standard-Telefonverbindungen ins In- und Ausland, die über das normale Telekom-Netz geführt werden. Für diese Verbindungen kann man also keine Call-by-Call-Vorwahlnummern nutzen. Ebenfalls ausgeschlossen sind Sondernummern und Anrufe in ein Mobilfunknetz. Für Kunden, die viel telefonieren, ist es deshalb möglicherweise günstiger einen Pauschaltarif bei der Telekom oder einem anderen Anbieter zu nehmen, der je nach Vertragsgestaltung auch eine Flat-Rate für den Internet-Zugang hat. Kunden, die eine Flatrate für den Internet-Zugang haben (z.B. über eine Flatrate im UMTS-Netz ) und eher weniger telefonieren, könnte das Angebot aber interessant sein.

Ergebnisse der Bundestagswahl im September auf den Kapitalmarkt

Wie bei jeder politischen Wahl wird der Ausgang der nächsten Bundestagswahl auch Auswirkungen auf die Börsen haben. Denn die politischen Konstellationen, die danach neu aufgebaut werden müssen, werden auch Auswirkungen auf Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik haben und diese Bereiche sind sehr entscheidend für die Handlungen der Käufer und Verkäufer auf Kapitalmärkten.
Insbesondere die großen deutschen Aktiengesellschaften werden durch unterschiedliche politische Konzepte in Berlin stark beeinflusst.

Die Meinungsforschungsinstitute favorisieren schon seit einigen Monaten eine schwarz-gelbe Koalition (CDU/CSU gemeinsam mit der FDP). Dies hängt wesentlich damit zusammen, dass beide Seiten schon länger eine strategische Partnerschaft anstreben und anderseits auch seit langen – wenn auch knapp – gemeinsam über 50 % Stimmanteil in den Umfragen haben. Als Alternative zu Schwarz-Gelb hätte allenfalls Rot-Rot-Grün (SPD gemeinsam mit Linkspartei und Grünen) die Option auf eine Mehrheit, doch insbesondere die SPD lehnt die Zusammenarbeit im Bund mit den Linken um Lafontaine und Gysi gegenwärtig noch ab. Somit wäre die einzige Alternative das „Weiter wie bisher“: große Koalition aus SPD und CDU/CSU.

Käme es aber (wie von den Meinungsforschern erwartet) zu einer schwarz-gelben Regierung, dann müssten in den Tagen nach der Bundeswahl die Aktienkurse von vielen deutschen Aktien nach oben gehen. Denn eine schwarz-gelbe Regierung würde möglicherweise (so die Erwartung von vielen ihrer Anhänger und Wähler) bestimmte Entscheidungen der letzten Jahre rückgängig machen bzw. nicht fortführen. Relevant ist das zum Beispiel bei den Energiekonzernen, die gerne ihre alten Atommeiler weiter betreiben würden. Bereits unter der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder wurden Ausstiegsszenarien vereinbart, die vor allem in den nächsten Jahren zu vielen Abschaltungen noch lauffähiger Atomkraftwerke führen müssten. Schwarz-Gelb könnte diese Gesetze zurücknehmen und damit die Profite und die Aktienkurse der Energiekonzerne nach oben bringen. Im Falle der Fortführung der Großen Koalition wäre der Effekt aber genau umgekehrt. Aus Enttäuschung über die zu erwarteten Abschaltungen der alten Atommeiler müssten die Kurse der Energiekonzerne fallen.

Diese „wirtschaftsfreundliche“ Sichtweise zu den wahrscheinlichsten Konstellationen nach der Bundestagswahl lässt sich generell auf den gesamten deutschen Aktienmarkt ausdehnen. Wie sich aus einer Analyse der Schweizer Bank UBS ergibt, wird in den Branchen Auto-Produktion, Chemie, Maschinenbau, Stahl, Kreditinstitute und Versicherung davon ausgegangen, dass ein schwarz-gelber Wahlsieg die Renditechancen verbessern. Bleibt die SPD an der Regierung, dann geht man von einer Ausweitung der Mindestlohnbereiche und einer zurückhaltenden Streichung bei Sozialleistungen aus; Gründe die beim normalen Anleger für Kaufzurückhaltung bei deutschen Aktien sprechen.

Hauptgrund für diesen generellen Auftrieb für deutsche Aktien ist das Steuer- und Sozialkonzept der FDP. Allerdings sollte man bei den Autoaktien berücksichtigen, dass diese infolge des Wegfalls der Abwrackprämie zunächst unter starken Nachfragerückgängen leiden werden.

Wenn die Prognosen der Meinungsforscher also eintreten, dann sollte man bereits gut im deutschen Aktienmarkt investiert sein. Allerdings lagen deren Prognosen in den letzten Jahren und Jahrzenten häufig daneben. Insbesondere bei den linken Parteien ist schwer einschätzbar, wie gut sie am Wahltag ihre Anhänger mobilisieren können. Die relativ hohe Wahrscheinlichkeit des „Weiter wie bisher“ erklärt auch, warum der Wahlkampf bisher noch kein allzu starkes Interesse hervorgerufen hat. Für Anleger, die bisher noch nicht investiert sind, bedeutet dies, dass sie ihre Entscheidung sehr kurzfristig treffen sollten.

Immobilien-Auktion: Immobilien durch eine Auktion kaufen oder verkaufen

Wenn man Immobilien kaufen oder verkaufen will, dann wendet man sich meist an einen Immobilien-Makler. Das ist zwar mit Kosten verbunden, doch hier kann man davon ausgehen, dass dieser die Immobilien für einen angemessenen Marktpreis vermitteln wird. Will man günstiger an Immobilien kommen, dann bietet sich der Erwerb der Immobilien über Zwangsversteigerung an; doch ein solcher Immobilien-Kauf ist nicht jedermanns Sache, zumal hiermit Einschränkungen bei den Recherche-Möglichkeiten über die Immobilien gegeben sind.

Relativ selten genutzt wird noch als weitere Möglichkeit die Immobilien-Aktion. Hier werden zu vorher festgelegten Terminen Immobilien versteigert, genau so, wie es von anderen Versteigerungen her kennt. Allerdings bietet sich diese Möglichkeit zum Kauf von Immobilien nur für Leute an, die sich einigermaßen gut im Markt auskennen und vorher auch die Recherche-Möglichkeit über den Zustand der Immobilien genutzt haben. BREAK Denn bei einer Auktion kann es durchaus zu Bieter-Wettkämpfen kommen, die den Preis der Immobilien über den Marktpreis treiben können. Das ist dann nicht anders als bei eBay, wenn am Schluss der Auktion die Bieter sich gegenseitig übertreffen wollen und dabei den realistischen Preis aus den Augen verlieren.

Aus der Sicht des Verkäufers von Immobilien kann dies natürlich als Vorteil angesehen werden. Dieser nutzt unter Umständen die Immobilien-Auktion um zu einem festen Termin seine Immobile loszuwerden. Beim Verkauf über Makler kann sich das Immobilien-Geschäft schon mal Monate oder Jahre hinziehen. Beim Verkauf über Immobilien-Auktion findet dieser Verkauf zum gewünschten Termin statt, wenn der Auktionator den gewünschten Mindestpreis für die Immobile erzielen kann.

Immobilien-Auktionen können über jede Art von Immobile laufen: Mehrfamilien-Häuser sind genauso im Angebot wie Ferienwohnungen oder kleine Appartements als Studentenbude. Auch Gewerbe-Immobilien können über Immobilien-Auktionen beschafft werden.

Für den Verkäufer hat der Kauf über die Immobilien-Auktion einige Vorteile, denn anders als bei den Makler-Exposés müssen die Auktionatoren alle relevanten Fakten herausrücken, die Ihnen über die Immobile bekannt sind. Die typischen Geheimbegriffe zur Schönung des Immobilien-Angebots findet man hier weniger. Denn der öffentlich bestellte Auktionator hat einen wesentlich stärker verpflichtenden Rahmen für seine Aussagen. Sind ihm z.B. Mängel an der Heizungsanlage bekannt, die über kurz oder lang zu einer Auswechslung führen müssen, dann wird er dies auch in seine Ausschreibung der Immobilien hineinsetzen.

Wer Interesse am Kauf von Immobilien über Auktionen hat, der sollte auch die Möglichkeit der Besichtigung der Immobilien nutzen, am besten mit einem Fachmann, der nochmals kritische Punkte der Immobilien-Ausschreibung prüfen kann. Entscheidet man sich dann für den Kauf von Immobilien über die Auktion, dann muss man nach dem Bieterzuschlag sofort 10 % der Bietersumme dem Auktionator aushändigen. Hier hat man am besten einen vorbereiteten Scheck seiner Bank in der Hinterhand. Mit dem Kauf verbunden sind die üblichen Kosten wie Grundsteuer und Notargebühren; für den Auktionator werden auch noch Kosten fällig, die in etwa in der Höhe der Maklergebühren liegen.

Wer Immobilien über eine Auktion kaufen will, muss sich also vorher von einer Bank die Finanzierung des Immobilien-Kaufs gesichert haben. Behält er während der Immobilien-Auktion eine ruhigen Kopf, dann kann er schnell und günstig an eine Immobilie kommen.

Mietwagen nach dem Vorbild des Mietfahrrades

Alternativen zum eigenen Auto gibt es viele. Zunehmend beliebt ist das Carsharing, bei dem man aber eine langfristige Bindung zum Carsharing-Unternehmen voraussetzt und hierfür auch eine monatliche Rate zu zahlen hat. Das Modell des Mietwagens in Form des Carsharing ist also nichts für Leute, die eher selten und eher sporadisch einen Mietwagen brauchen. Nun gibt es von  Daimler ein Angebot eines Mietwagens, das stark an das Modell des Mietfahrrades erinnert, wie es von der Deutschen Bahn angeboten wird. „Mietwagen nach dem Vorbild des Mietfahrrades“ weiterlesen

Ist der Tauschring eine Alternative zum Geld?

Wenn man eine Leistung anbieten kann, aber hierfür schwer eine kaufkräftige Nachfrage in Geld zu gewinnen ist, dann wäre der Beitritt in einen Tauschring möglicherweise interessant. Immerhin gibt es Deutschland bereits Hunderte von Tauschringen, die auf regionaler Basis eine andere Variante des Austausches von Waren oder Dienstleistungen zustande bringen wollen. „Ist der Tauschring eine Alternative zum Geld?“ weiterlesen

Beim Verkauf von elektronischen Geräten: Das endgültige Löschen des Speichers nicht vergessen

Zur Vorweihnachtszeit denkt kaum jemand an das Verkaufen von elektronischen Geräten. Doch nach Weihnachten hat man eigenes Neues im Haushalt und Büro, so dass dann der Verkauf (oder das Verschenken) auf die Tagesordnung gesetzt werden. Schließlich hat man ein neues Handy oder einen neuen Rechner oder eine Digital-Kamera mit mehr Funktionen und deutlich mehr Speicher.

Apropos Speicher: Wenn man das die elektronischen Geräte abgibt, dann wird dieser Speicher meist vergessen. „Beim Verkauf von elektronischen Geräten: Das endgültige Löschen des Speichers nicht vergessen“ weiterlesen

Was muss man als Selbständiger beim pfändungssicheren P-Konto beachten?

Ein Girokonto braucht heute jeder, der finanziell handlungsfähig bleiben will. Dies gilt für Privatleute wie für Selbständige, die einen kleinen Gewerbebetrieb betreiben. Allerdings ist dieses Konto auch sehr interessant für die Gläubiger, wenn sie sich Sicherung ihres Forderungen eine Pfändung durchsetzen wollen. Da der Gläubiger davon ausgehen kann, dass noch laufend Geld auf das Girokonto des Schuldners fließen wird, ist eine Kontopfändung für ihn ein guter Ansatzpunkt, wenigstens zum Teil seine Forderungen auch einzutreiben. Zugleich setzt eine Kontopfändung den Kontoinhaber unter starken Druck, denn er verliert jede finanzielle Handlungsfähigkeit und kann über die eingehenden Geldzahlungen nicht mehr verfügen. So kann es ihm passieren, dass die Miet- oder die Stromzahlung nicht mehr beglichen wird, weil die Bank das vorhandene Geld an den Gläubiger ausliefert.

Wie ich bereits im Juli auf dir-Info geschrieben habe, ist es unproblematisch möglich, ein bestehendes Konto in ein pfändungssicheres P-Konto zu überführen. Dies ist auch für Selbständige sehr interessant, wenn ihnen wirtschaftliche Schwierigkeiten drohen. „Was muss man als Selbständiger beim pfändungssicheren P-Konto beachten?“ weiterlesen

Die Dividenden-Rendite bei der Geldanlagen-Strategie

Viele Anleger achten beim Kauf von Aktien nur auf die Möglichkeiten der Kurssteigerung. Dabei sind die Dividenden auch sehr wichtig, um den Wert der Aktienanlage zu bestimmen. Denn Aktiengesellschaften zahlen bei gutem Geschäft jährlichen einen Teil ihres Ertrages als Dividenden den Aktionären aus. Berechnet man diese mögliche oder wahrscheinliche Rendite in Bezug zum Kaufkurs der Aktien, dann ergibt sich daraus die Dividenden-Rendite. „Die Dividenden-Rendite bei der Geldanlagen-Strategie“ weiterlesen

Mit einem „intelligenten Stromzähler“ können flexible Stromverbraucher Geld sparen

In den meisten Haushalten hängen sie unscheinbar auf dem Flur herum, und das seit Jahrzehnten: der Stromzähler. Tagein-tagaus  misst dieser den verbrauchten Strom, unabhängig von Tages- und Jahreszeit muss man stets denselben Preis für die Kilowattstunde zahlen, obwohl die Stromlieferanten sehr unterschiedliche Kosten zu den verschiedenen Zeiten haben. Deshalb wäre ein intelligenter Stromzähler hilfreich, der den Stromverbrauch in der Abhängigkeit von der Nutzungszeit erfasst und auch unterschiedliche Tarife für die unterschiedlichen Nutzungszeiten anbieten würde. Dann würde es sich lohnen, den intelligenten Stromzähler so zu nutzen, dass man nachts die Waschmaschine laufen lässt und am späten Vormittag die Spülmaschine. Bisher wird der Verbraucher nicht motiviert, den Strom zum optimalen Zeitraum abzurufen, denn der herkömmliche Stromzähler unterstützt dies nicht.

Ein intelligenter Stromzähler ermittelt also den Verbrauch in Abhängigkeit von der Zeit und übermittelt diese Daten per DSL oder Handynetz an den Stromlieferanten. „Mit einem „intelligenten Stromzähler“ können flexible Stromverbraucher Geld sparen“ weiterlesen

Diversity Management für den Unternehmenserfolg

Diversity Management ist eine relativ neue Idee, um den Unternehmenserfolg voranzubringen. „Vielfalt statt Einfalt“ könnte das Motto dieser Management-Philosophie sein, denn es geht darum über die Vielfalt oder Diversity unterschiedlicher Personen und Gruppen im Unternehmen eine bessere Anpassung des Unternehmens an die Markterfordernisse sicherzustellen.

Dabei hat die Idee des Diversity Management durchaus einen hohen moralischen Anspruch. „Diversity Management für den Unternehmenserfolg“ weiterlesen

Was tun, wenn 2010 die eigene Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt?

Während Ende letzten Jahres die Diskussion um die gesetzliche Krankenkasse von dem neuen Gesundheitsfond dominiert wurde, geht es Ende dieses Jahres darum, ob die gesetzliche Krankenkasse nächstes Jahr einen sogenannten Zusatzbeitrag erheben wird. Falls dies für viele Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse im nächsten Jahr relevant wird, können sie sich bereits jetzt überlegen, was sie denn im Falle eines Zusatzbeitrags tun können oder sollen. „Was tun, wenn 2010 die eigene Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt?“ weiterlesen

Wie die Arbeitgeber im Web 2.0 aktiv werden

Viele Arbeitgeber sind bisher sehr traditionell aufgestellt, wenn es um die Jobvergabe geht. Den neuen Trend zum „Web 2.0“ wird bisher eher negativ gedeutet. Web 2.0 bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Internet verstärkt von ganz normalen Usern benutzt wird, um sich darzustellen. Sei es nun der eigene Blog, sei es nun die Fotogalerie über Flickr oderseinen es die mehr oder weniger aussagekräftigen Profile der sozialen Netzwerke von Facebook bis zu XING.

Arbeitgeber und Web 2.0 wird von den meisten Interessenten sehr defensiv verstanden. Man soll sich als Bewerber dagegen wappnen, dass der Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch einen mit Tatsachen konfrontiert, die eher peinlich sind. Wie man sich offensiv mit den Möglichkeiten zur Bewerbung im Web 2.0 beschäftigt, hat Svenja Hofert deutlich gemacht.

Dass die Arbeitgeber auf den Plattformen des Web 2.0 selbst aktiv werden, um Marketing für ihre Personalauswahl zu machen, ist bisher weniger stark beobachtet worden.  Doch nun hat die Wirtschaftswoche darauf aufmerksam gemacht, das dieser Trend gerade bei führenden Unternehmen immer mehr greift. So hat man in letzter Zeit verstärkt den Microblogging-Dienst Twitter genutzt, um auf sich als guter Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Es geht im Wesentlichen darum, die Bekanntheit und Akzeptenz des jeweiligen Arbeitgebers als Marke im Personal-Marketing wirksam zu machen. Das schöne Stichwort lautet hier: Employer Branding. Allerdings bemängelt die Wirtschaftswoche, dass die Arbeitgeber immer noch sehr im traditionellen Marketing verhaftet bleiben. Web 2.0 das bedeutet eine offene und echte Auseinandersetzung mit Ansprechpartnern und Interessenten. Herkömmliches Marketing ist hier eher verfehlt. Employer Branding für die Arbeitgeber im Web 2.0 könnte nur funktionieren, wenn die Kommunikation echt und personalisiert erfolgt: authentisch um hier ein Lieblingswort der Szene zu verwenden.

Die Angst vieler Aktiver des Web 2.0, dass man ihnen ihre Verhaltensweisen im Arbeitgeber-Gespräch bei der Einstellung vorhalten würde, scheint hingegen unangebracht zu sein, wie die Süddeutsche Zeitung deutlich machte. Angesichts mehrerer Umfragen und Untersuchungen zum Auswahlverfahren der Personalverantwortlichen bei den Arbeitgebern scheint deutlich zu sein, dass diese bisher das Web 2.0 noch nicht so recht entdeckt haben. Wenn überhaupt, dann werden nur die seriösen Plattformen des Web 2.0 gelegentlich genutzt und hierbei stößt man als Arbeitgeber eher selten auf problematische Bilder, Filme und Texte.

Sollte man als Bewerber für Jobs bei interessanten Arbeitgebern also das Web 2.0 vergessen?

Eher nicht, denn der Trend, den nicht nur die Wirtschaftswoche festgestellt, dass Arbeitgeber stärker das Web 2.0 nutzen, wird sich wohl in den nächsten Jahren deutlich verstärken. Und es werden auch immer jüngere Kräfte bei der Personalauswahl der Arbeitgebermitwirken, die sich schon länger im Web 2.0 bewegt haben. Da der Aufbau einer Online-Reputation ein langfristiges Projekt ist, sollte man also als Bewerber im Web 2.0 jetzt aktiv werden, um für zukünftige Auswahlverfahren der Arbeitgeber gut positioniert zu sein.

Stellenmarktentwicklung 2009: Studie der WBS-Training AG

Die WBS Training AG untersucht einmal pro Jahr die Entwicklung des deutschen Stellenmarkts: http://www.wbstraining.de/unternehmen/media-center/publikationen. Hierfür werden die neusten Stellenangebote aus Duzenden von Printmedien herangezogen.

Auch die Studie von 2009 informiert über regionale Besonderheiten, den Ausbildungsmarkt und ist jeweils sehr differenziert in den Aussagen zu einzelnen Branchen und Funktionsbereichen nutzbar.

Interessant sind zum Beispiel die Aussagen zum Ausbildungsmarkt, der im 1. Quartal 2009 deutlich von der Wirtschaftkrise gekennzeichnet war. Während in fast allen Ausbildungsbereichen weniger bis deutlich weniger Ausbildungsplätze angeboten wurden, konnte der medizinische und soziale Bereich sogar einen erheblichen Anstieg vermelden. Die Einschätzungen gehen dahin, dass dieser Trend sehr nachhaltig auch in den nächsten Jahren noch spürbar sein wird. Schulabgänger sollten also bei vorhandener Interessenlage diesen Bereich stärker bei ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen. Hierbei gibt es auch keine deutlichen regionalen Unterschiede.

Die Einschätzungen der Studie der WBS-Training AG stimmen somit mit den Einschätzungen der Bundesagentur für Arbeit und der Bundesregierung überein, die einen hohen und steigenden Fachkräftebedarf in Altenpflege, Bildung und Erziehung sieht. Dazu passt auch, dass in vielen Bundesländern die restriktive Einstellungspraxis bei Schulen und Kindergärten schon längere Zeit in forcierte Bewerberakquise transformiert wurde.

Demgegenüber ist der kaufmännische Bereich (Kaufleute der verschieden Ausrichtungen, aber auch IT-Fachkräfte, Kaufleute im Dienstleistungsbereich) gegenwärtig durch eine starke Ausbildungszurückhaltung gekennzeichnet. Die Studie findet die Entscheidungen der Unternehmen allzu kurzfristig angelegt, denn dieser Bereich wird langfristig als sehr positiv eingeschätzt. Hier wirken sich Überlegungen zum allgemeinen Trend der Dienstleistungsorientierung aus, die seit Jahrzehnten ungebremst ist. Rationalisierungspotentiale (wie vielerorts befürchtet) sind hier bisher nicht wirksam geworden, die Ausbildungsplatzpolitik wird in zurückhaltender Form als allzu kurzfristig konjunkturbedingt eingeschätzt. Für Schulabgänger, die starkes Interesse an diesem Bereich haben, erfordert die gegenwärtige Situation ein hohes Maß an Geduld. Da für diesen Bereich die Qualifikationsanforderungen ständig im Steigen begriffen sind, sollten diese Interessenten darüber nachdenken, die Durststrecke bis zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages zur Verbesserung ihrer allgemeinbildenden oder berufsfeldbezogenen Qualifikationen zu nutzen.

Auch im Bereich der akademischen Jobangebote zeigen sich deutliche Auswirkungen der Wirtschaftskrise, mit ca. einen Viertel weniger Stellenangeboten. Besonders drastisch hat es die Ingenieure getroffen, was wieder mal bestätigt, dass die Produktion (und nicht der Dienstleistungsbereich) am sensibelsten auf die Krise reagiert. Mit Verweis auf einen Bericht des Handelsblatts wird aber betont, dass der langfristige Trend des Ingenieurmangels in Deutschland noch wirksam ist.

Für die kommenden Monate erwarten die Autoren der Studie der WBS-Training AG eine Steigerung der Stellen-Angebote im Bereich des Online-Handels. Gerade die Krise steigert die Chance für Nischen-Marketing und hier gibt es bei den Unternehmen noch viel Nachholbedarf. Interessant ist auch das Resümee der Autoren zu strukturellen Unterschieden zwischen Ost und West. Man sieht einen Strukturvorteil Ost, denn die Stellenlage sei hier durch die Krise vergleichsweise geringer eingeschränkt worden als im Westen.

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