Werbungskosten für Studenten

Wer studiert und arbeitet, der kann wie jeder andere Arbeitnehmer arbeitsbezogene Kosten als Werbungskosten bei der Steuer geltend machen. Allerdings gibt es für die Kosten des Studiums, die steuermindernd als Sonderausgaben geltend zu machen sind, eine Obergrenze nach § 10 Einkommenssteuergesetz: 4.000 Euro pro Jahr können von Studenten hier für die Berufsausbildung abgesetzt werden. Das reicht in vielen Fällen nicht aus und deshalb wäre es für Studenten interessant, diese Berufsausbildungskosten in unbegrenzter Höhe als Werbungskosten abzusetzen. Nun zeichnet sich die Möglichkeit ab, dass der Bundesfinanzhof die gesetzliche Obergrenze für die Anrechnung bei den Werbekosten für Studenten als unzulässig kennzeichnet. Studenten, die von einer möglichen Änderung der Rechtslage profitieren wollen, können bereits jetzt bei der Einkommenssteuererklärung dafür etwas tun. „Werbungskosten für Studenten“ weiterlesen

Brückentage sind auch 2011 relevant

Viele Arbeitnehmer gelten als Urlaubsoptimierer. Denn sie nutzen die Brückentage auch 2011, um längere Urlaube zu genießen. Dabei ist der Begriff Brückentag oder Brückentage nicht unumstritten. Als Brückentage gelten im engeren Sinne nur gesetzliche Feiertage, die innerhalb einer Woche, aber nicht am Anfang oder am Ende einer Woche liegen. Brückentage können also auch 2011 nur an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag liegen. „Brückentage sind auch 2011 relevant“ weiterlesen

Pisa-Studie Deutschland 2010: geringe Fortschritte

Offiziell ist sie noch nicht draußen: die aktuelle Pisa-Studie zur Leistung deutscher Schüler. Aber bereits im Vorfeld der Veröffentlichung melden viele Medien Ergebnisse der aktuellen Pisa-Studie, die darauf hinauslaufen, dass sich zwar etwas die Leistung der deutschen Schüler verbessert hat, dass aber insgesamt der Rückstand deutscher Schüler zu anderen Ländern kaum geringer geworden ist. Auch die strukturellen Gründe für die Schwäche deutscher Schüler gelten unverändert weiter. „Pisa-Studie Deutschland 2010: geringe Fortschritte“ weiterlesen

Compliance-Regeln: Unternehmen und Recherche in sozialen Netzwerken

Generell muss man als Bewerber bei einem Unternehmen davon ausgehen, dass die Personalabteilung auf alle Recherchemöglichkeiten zurückgreift, die das moderne Internet ihr bietet. So müssen Bewerber damit rechnen, dass ihre öffentlich einsehbaren Profile in sozialen Netzwerken (wie Facebook oder XING) bei der Bewerbung Berücksichtigung finden. Oft werden Business-Profile bei XING auch genau für diesen Zweck angelegt. Womit man aber nicht rechnet ist wohl, dass interne Informationen in sozialen Netzwerken für Freunde auch Berücksichtigung bei der Personalauswahl findet. Nun hat der Arbeitgeber Deutsche Bahn mit seinen Mitarbeitervertretungen geeinigt, wie genau Datenquellen für die Personalauswahl und Personalbeurteilung genutzt werden können. Die Financial Times Deutschland (FTD) sieht in den neuen Vereinbarungen zum Datenschutz von Mitarbeiterinformationen eine wegweisende Bedeutung. „Compliance-Regeln: Unternehmen und Recherche in sozialen Netzwerken“ weiterlesen

Bewerbungs-Generator bei bewerbung.de

Immer mal wieder steht für viele Jobinteressierte eine Bewerbung an. Um sich hier optimal positionieren, muss man umfangreiche Recherchen über den zukünftigen Arbeitgeber anstellen und sich hier mit einer spezifischen und konkret auf die Situation angepassten Bewerbung auf das Unternehmen beziehen. Eine Standard-Bewerbung, die noch dazu aus dem Computer kommt, kann wohl kaum überzeugen, so eine gängige Aussage von Bewerbungs-Ratgebern. Allerdings kann man Standard-Bewerbungen nutzen, um auf deren Basis eine spezifische und konkrete Bewerbung zu entwickeln. Dieses Angebot liefert nun bewerbung.de und ein erster Test zeigt, dass den Machern von stepstone ein sehr innovatives Angebot gelungen ist. „Bewerbungs-Generator bei bewerbung.de“ weiterlesen

Mindestlohn Weiterbildungsbranche: Prekär Beschäftigte warten weiter

Weiterbildung gilt in allen politischen Parteien als hohes Gut; auch bei Verbänden und Gewerkschaften wird immer wieder betont, dass ohne Weiterbildung der Standort Deutschland gefährdet ist. Für die in der Weiterbildung Beschäftigten bedeutet dies aber nicht, dass sie sich an angenehmen Arbeitsbedingungen und guter Bezahlung erfreuen können. Große Teile der deutschen Weiterbildungsbranche sind durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse geprägt. Hier gibt es seit mehr als 10 Jahren Versuche, einen tariflichen Mindestlohn einzuführen. Doch die Bundesregierung lehnt es ab, den schon ausgehandelten Tarifvertag für die gesamte Weiterbildungsbranche verbindlich zu machen. „Mindestlohn Weiterbildungsbranche: Prekär Beschäftigte warten weiter“ weiterlesen

„Soft Skills“ wichtig für die Personalauswahl

Tendenziell fällt in der gegenwärtigen Wirtschaftslage die Arbeitslosigkeit, deshalb wäre zu erwarten, dass die Chancen für einen neuen Job günstiger werden. Allerdings zeigt eine Untersuchung des Personaldienstleisters jobs in time holding GmbH, dass die Personalentscheider bei der Auswahl der Bewerber sehr stark Soft Skills, so wie sie bei der Potentialanalyse vor jeder Bewerbung zu prüfen sind, berücksichtigen.

Soft Skills sind Fähigkeiten, die sich rund um soziale Kompetenz zeigen. Derjenige verfügt über Soft Skills, der seine persönlichen Ziele gut mit den Erwartungen und Wünschen der ihn umgebenden Gruppe in Einklag bringen kann. Soft Skills beinhalten damit auch Kommunikations- und Führungsfähigkeiten. Mitarbeiter mit Soft Skills erkennen die unterschiedlichen Bedürfnisse ihrer Kollegen und berücksichtigen diese, wenn sie gemeinsame Aufgaben und Ziele erarbeiten müssen. Soft Skills stehen im Kontrast zu einem autoritären Führungsverhalten; Soft Skills grenzen sich aber auch von libertären Vorstellungen ab, wo letztlich ohne Führungsverantwortung entschieden werden soll. „„Soft Skills“ wichtig für die Personalauswahl“ weiterlesen

BAföG-Erhöhung endlich gesichert

BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Das BAföG sichert die studentischen Lebensverhältnisse, insbesondere bei Studenten, deren Eltern kein so hohes Einkommen vorweisen können. Lange Zeit war die anstehende Erhöhung zum 1. Oktober zwischen Bund und Ländern umstritten. Nun hat man sich darauf geeignet, dass das BAföG um 2 % rückwirkend erhöht wird. Diese fällige Erhöhung fällt also knapp aus, aber hinzu kommt, dass die Freibeträge für das elterliche Einkommen um 3 % erhöht werden. Damit kann das BAföG also für viele Stundenten etwas höher ausfallen und damit besser als bisher die Studienfinanzierung unterstützen. „BAföG-Erhöhung endlich gesichert“ weiterlesen

Weiterbildungsbedarf bleibt wichtig für Deutschand

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersucht seit Jahren laufend die Entwicklung der Bildungschancen und der beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten in Bezug auf Zukunftsfähigkeit. Nun wurde ein Bericht zum Weiterbildungsbedarf in Deutschland vorgestellt, der zwar die Leistungsfähigkeit des deutschen System aufzeigt, der aber zugleich klar macht, das noch weitere Anstrengungen nötig sind, um die Chancen der Weiterbildung effektiv zu entfalten. „Weiterbildungsbedarf bleibt wichtig für Deutschand“ weiterlesen

Bafög-Anpassung weiterhin unsicher

Eigentlich sollte es am 1. Oktober soweit sein: Eine dringliche Bafög-Erhöhung ist für die Studenten uns Schüler überfällig. Denn das Bafög (Förderungszahlungen für Studenten und Schüler in Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern) ist lange nicht angepasst worden. Doch wie dpa zwischenzeitlich meldet, bleibt die geplante Bafög-Erhöhung noch zwischen Ländern und Bund strittig. Und die Bundesländer müssen einer Bafög-Anpassung zustimmen, weil Bildung in Deutschland im Verantwortungsbereich der Bundesländer liegt. „Bafög-Anpassung weiterhin unsicher“ weiterlesen

Erfolg anonymer Bewerbungen bleibt umstritten

Seit langem ist bekannt, dass Fotos und Namen in Bewerbungsverfahren eine wichtige Rolle spielen. Obwohl das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in Deutschland Diskriminierungen auf Grund des sozialen Hintergrunds ausschließt, ist doch davon auszugehen, dass Personalverantwortliche den Migrationshintergrund oder andere soziale Handikaps bei einer Bewerbung bewusst oder unbewusst berücksichtigen.

Deshalb wurde die Idee der anonymen Bewerbung entwickelt, die demnächst auch in Deutschland getestet wird. Durch eine anonyme Bewerbung ohne Foto und ohne Namensangabe soll sichergestellt werden, dass die Personalverantwortlichen ohne Vorurteile zunächst über die Bewerbungen entscheiden. Genau genommen soll bei der anonymen Bewerbung weder der Name, noch das Alter, auch kein Geburtsort, kein Foto und auch kein Familienstand übermittelt werden. Damit könnten mehr Bewerber mit Migrationshintergrund oder Bewerber mit zu hohem Alter die erste Runde im Bewerbungsverfahren erreichen. Ob dieses Verfahren über anonyme Bewerbungen ausreicht, um jede Diskriminierung im Bewerbungsverfahren zu unterdrücken, bleibt aber umstritten. „Erfolg anonymer Bewerbungen bleibt umstritten“ weiterlesen

Doppelte Abiturjahrgänge schaffen Probleme

Viele Bundesländer haben ihre Gymnasien verkürzt und die Mittelstufe des Gymnasiums dauert nun nicht mehr fünf sondern vier Jahre. Diese G8-Reform (weil nun das Gymnasium keine neun, sondern nur noch acht Jahre umfasst) führt logischerweise in den nächsten Jahren zu doppelten Abiturjahrgängen, weil irgendwann mal beide Varianten des Gymnasiums an einem Zeitpunkt fertig werden. Dieser doppelte Abiturjahrgang könnte zu Problemen im Bildungswesen führen:

Emotionale Intelligenz und Management

Emotionale Intelligenz ist eine wichtige Fähigkeit für Menschen, die viel mit anderen Menschen zusammen sind und die deren Aktivitäten steuern müssen. Die Fähigkeit zur emotionalen Intelligenz ist also für Lehrer genauso wichtig wie für Angehörige des Managements. Nun hat sich eine wissenschaftliche Analyse damit beschäftigt, ob gutes Führungsverhalten im Management und Emotionale Intelligenz zusammenhängen und ist zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen. „Emotionale Intelligenz und Management“ weiterlesen

Arbeitnehmer Datenschutz

Ob und wie viel Datenschutz speziell für Arbeitnehmer in Deutschland zu sichern ist, war lange Zeit umstritten. Doch diverse Datenschutzskandale bei deutschen Großunternehmen haben hier die Bereitschaft erhöht, dass Datenschutz für die Arbeitnehmer stärker berücksichtigt wird. Außerdem hat die Web 2.0 Entwicklung des Internets ein starkes Bedürfnis nach mehr Datenschutz für Arbeitnehmer geschaffen, denn wenn soziale Netzwerke immer stärker genutzt werden, dann stellt sich die Frage, ob diese als Recherchequelle für Arbeitgeber dienen können. „Arbeitnehmer Datenschutz“ weiterlesen

Schwierigkeiten beim Wechsel vom Bachelor zum Master

Schon seit einigen Jahren ist die universitäre Ausbildung auf eine Differenzierung der Abschlüsse ausgerichtet. Nach einem ersten und schnell erreichbaren Bachelor-Abschluss können einzelne leistungsstärkere Studenten den Master-Abschluss erlangen. Diese Aufteilung in Bachelor und Master  als Ergebnis der Bologna-Prozesse war und ist bei den Studenten nicht unumstritten, denn möglicherweise wollen mehr Studenten vom Bachelor auf den Master wechseln, als Master-Ausbildungsmöglichkeiten bereitstehen. „Schwierigkeiten beim Wechsel vom Bachelor zum Master“ weiterlesen

Bundesarbeitsgericht: Wichtige Entscheidung zu Bagatell-Kündigungen

In den letzten Monaten haben sie viele Schlagzeilen gebracht: die Bagatell-Kündigungen, die Arbeitgeber nach vergleichsweisen geringen Vorgängen in Gang gesetzt haben. Mal wurden Pfand-Bons mit geringem Wert falsch eingereicht, mal wurde eine Bulette nach einer Besprechung der Chefs unerlaubt gegessen, mal nahm man Maultaschen mit, die eigentlich für andere Leute bestimmt waren oder es wird ein Rest vom Schinkenmett unzulässig für die eigene Brotstulle verwendet. Formal handelt es sich jeweils um Diebstahl und einige Arbeitgeber nahmen einen solchen Diebstahl zum Anlass, langjährige Mitarbeiter fristlos zu kündigen. „Bundesarbeitsgericht: Wichtige Entscheidung zu Bagatell-Kündigungen“ weiterlesen

Regulierung von Zeitarbeit?

Zeitarbeit ist eine Möglichkeit der Jobgestaltung, die Vorteile und Nachteile umfassen kann. In Deutschland wird Zeitarbeit noch häufig als schlechte Joblösung angesehen, weil die Bezahlung oft hinter der Bezahlung entsprechender Vollzeitkräfte zurückbleibt und weil die Zeitarbeit auf den bloßen Einsatz zu Spitzenzeiten des Personalbedarfs ausgerichtet ist. Zeitarbeit bedeutet, dass der Mitarbeiter bei einem Zeitarbeitsunternehmen tätig wird, dass ihn für sich ändernden Personalbedarf flexibel bei unterschiedlichen Arbeitgebern einsetzt. „Regulierung von Zeitarbeit?“ weiterlesen

Fußball-WM und Arbeitsplatz

Wieder einmal – wie alle 4 Jahre – steht eine Fußball-WM an und in den Betrieben wird die Frage diskutiert, ob und wie man denn die Fußball-WM verfolgen kann, ohne seinen Arbeitsplatz zu vernachlässigen. Gängige Praxis ist, dass man die Fußball-WM nebenher verfolgt (z.B. über Fernseher ohne Ton, Radioreportagen oder Nachrichten-Ticker im Internet). Dagegen ist auch kaum etwas zu sagen, wenn die Vorgesetzten diese Fußball-WM-Infos am Arbeitsplatz kennen und akzeptieren. Doch ohne Zustimmung des Arbeitgebers ist es schwierig, hier einfach seine Bedürfnisse über die Anforderungen des Arbeitsplatzes zu stellen, denn damit könnte eine Minderleistung am Arbeitsplatz einhergehen, die rechtliche Sanktionen (z.B. Abmahnungen) nach sich ziehen kann. „Fußball-WM und Arbeitsplatz“ weiterlesen

Die Mitarbeiterbefragung als Instrument der Personalarbeit

Eine Mitarbeiterbefragung kann ein wichtiges Instrument der Personalarbeit sein, wenn sie im Rahmen einer Gesamtstrategie der Unternehmensentwicklung eingebettet ist. Leider wird dies oft unterlassen, sodass der Erfolg der Mitarbeiterbefragung ausbleibt.

Häufig wird die Mitarbeiterbefragung angesetzt, wenn grundlegende Umstrukturierungen im Unternehmen geplant sind. Dann sollen einerseits durch die Mitarbeiterbefragung Potentiale für Rationalisierung gefunden werden, anderseits soll die Mitarbeiterbefragung für ausreichende Akzeptanz im Veränderungsprozess sorgen. Dieser Spagat bei der Mitarbeiterbefragung wird kaum funktionieren, wenn eine vorhandene Interessenvertretung der Mitarbeiter nicht in die Untersuchung einbezogen wird. „Die Mitarbeiterbefragung als Instrument der Personalarbeit“ weiterlesen

Nachfolgeplanung: Wichtig für Personalwesen und Unternehmensführung

Nachfolgeplanung ist ein Begriff, der sowohl für die Besetzung der Unternehmensleitung wie für die Besetzung von Führungskräftepositionen relevant ist. Nachfolgeplanung ist wichtig, damit rechtzeitig bei einer Neubesetzung von wichtigen Positionen geeignete Personen die Aufgaben übernehmen können. Die Nachfolgeplanung wird meist bei mittelständischen Unternehmen vernachlässigt, weil hier die Eigentümer und Leiter sehr stark selbst in die Verantwortung eingebunden sind und daher auch aus psychologischen Gründen sich ungern mit der Nachfolgeplanung beschäftigen. „Nachfolgeplanung: Wichtig für Personalwesen und Unternehmensführung“ weiterlesen

Bachelor und Master an der Uni: Die Reform-Diskussion geht weiter

Angesichts der gegenwärtigen Finanzsituation hat das aktuelle Thema der Uni-Reform kaum Beachtung gefunden. Doch bei den Studenten sind die Regelungen zum Bachelor und Master an der Uni nach wie vor umstritten. Doch für eine Reform der Uni ist auch Geld nötig, was angesichts der aktuellen Finanzprobleme im Euro-Bereich fraglich erscheint. So hatten konservative CDU-Kreise Empörung hervorgerufen, als sie kürzlich auf die Idee kamen, Bildung als Sparpotential zu entdecken. „Bachelor und Master an der Uni: Die Reform-Diskussion geht weiter“ weiterlesen

Konfliktmanagement im Unternehmen

Konfliktmanagement wird zum professionellen Aufgabe in einem großen Unternehmen, denn innerbetriebliche Konflikte ziehen erhebliche Folgekosten nach sich. Schon früher habe ich deutlich gemacht, dass Konfliktmanagement eine zentrale Aufgabe in der betrieblichen und beruflichen Weiterbildung spielt. Große Unternehmen haben deshalb das Konfliktmanagement in ihre Weiterbildungsmaßnahmen integriert und sorgen zugleich durch Einstellung von Konfliktmanagement-Spezialisten dafür, dass die im Unternehmen vorkommenden Konflikte einer rationalen Lösung zugeführt werden. „Konfliktmanagement im Unternehmen“ weiterlesen

Erreichbarkeit wird für Arbeitsverträge immer wichtiger

Angesichts der immer breiter werdenden Möglichkeit von Internet und Telekommunikation wird Erreichbarkeit zum Top-Thema auch bei der Mitarbeiterauswahl und beim Mitarbeitereinsatz. Selbständige kennen das schon länger: Von ihnen wird eine Erreichbarkeit erwartet, wenn der Kunde oder Auftraggeber schnell Veränderungswünsche in Projekte einbringen will. Doch auch von vielen Mitarbeitern wird diese ständige oder teilweise Erreichbarkeit vorausgesetzt, ohne das die hierbei notwendigen arbeitsrechtlichen oder vertraglichen Konkretisierungen vorgenommen werden. Das ist dann nicht anders als bei Selbständigen, die auch wenige Möglichkeiten der Einschränkung bei der Erreichbarkeit haben, wenn Erreichbarkeit rein informell und ad-hoc eingefordert wird. So meldete kürzlich der Bundesverband der Informationswirtschaft, dass zwei Drittel aller Arbeitnehmer über eine ständige oder vorübergehende Erreichbarkeit ansprechbar sind. Vielen ist nicht klar, dass diese zusätzliche Anforderung von Erreichbarkeit langfristig erhebliche Probleme nach sich ziehen kann. „Erreichbarkeit wird für Arbeitsverträge immer wichtiger“ weiterlesen

Konfliktmanagement und Weiterbildung

Konfliktmanagement ist häufig Thema in der Weiterbildung, auch wenn der Begriff nicht immer in der Veranstaltungsplanung vorkommt. Doch da die Weiterbildung häufig auf die Verbesserung der betrieblichen Kommunikation ausgerichtet ist, ist das Verhalten in Konfliktsituationen sehr relevant für den Organisationserfolg und den persönlichen Erfolg der Beteiligten. Die Erfahrung zeigt, dass sowohl die Leistungen der Organisation wie die Leistungen und die Zufriedenheit der Beteiligten verbessert werden kann, wenn mittels Konfliktmanagement ein Konflikt in geordnete Bahnen gelenkt wird. „Konfliktmanagement und Weiterbildung“ weiterlesen

Höhere Gewalt und Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag

Angesichts des aktuellen Vulkanausbruchs über Island kann man sich die Frage stellen, welche Rechte und Pflichten sich für den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber dadurch ergeben, dass der Mitarbeiter sich nicht nach einem Urlaub zum geplanten Termin an  seinem Arbeitsplatz begeben kann. Der Blog „Shoushous Welt“ verweist zu Recht darauf, dass man einen Mitarbeiter nicht für etwas zu verantworten kann, was er nicht zu vertreten hat. „Höhere Gewalt und Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag“ weiterlesen

Online-Profil und Personalauswahl

Dass ein Online-Profil wichtig ist bei der Personalauswahl, wird für bestimmte Berufsgruppen kaum bestreitbar sein. Alle bei denen der Job direkt oder indirekt mit dem Internet  zu tun hat (Online-Journalisten, Marketing-Fachleute, professionelle eBay-Händler) brauchen ein Online-Profil, das als erste Quelle für Referenzen auch meist auf der Visitenkarte zu finden ist. Doch wie wichtig ist das Online-Profil  bei der Personalauswahl ganz normaler Bewerber?

Hierzu gibt eine Microsoft-Studie wichtige Hinweise, die anders als die gestern mir kritisierte Befragung zum Online-Profil tatsächlich Personalverantwortliche nach ihrer Einschätzung zum Online-Profil befragt hat. Die Studie von Microsoft nennt folgende Zahlen für Personalentscheider in Deutschland zur Wichtigkeit des Online-Profils:

  1. 59 % suchen Informationen zum Bewerber im Internet.
  2. 16 % haben schon Bewerber aufgrund von im Internet gefundenen Daten abgelehnt. „Online-Profil und Personalauswahl“ weiterlesen

Überstunden und Arbeitszeiterfassung

Für viele Arbeitnehmer sind Überstunden ein selbstverständlicher Bestandteil der Arbeitsleistung. Viele Arbeitgeber nutzen Überstunden auch, um eine flexiblere Anpassung des Arbeitsbedarfs an die Bedürfnisse des Betriebes vorzunehmen. Verwendet der Arbeitgeber ein Modell der Arbeitszeiterfassung, dann ist mit der Arbeitszeiterfassung eine Vielzahl von Regelungen verbunden, die sich auch auf die Anerkennung von Überstunden auswirken können. Allerdings sind Systeme der Arbeitszeiterfassung nicht überall gebräuchlich und auch nicht passend, denn sie fördern, dass Arbeitsleistung zu sehr unter quantitativen Gesichtspunkten gesehen wird. „Überstunden und Arbeitszeiterfassung“ weiterlesen

Mitarbeiter krankgeschrieben: Wie geht man mit dem Eingliederungsmanagement um?

Wenn ein Mitarbeiter von einem Arzt krankgeschrieben wird, dann braucht er nicht zu arbeiten und bekommt trotzdem weiter seine Entlohnung. Normalerweise ist das krankgeschrieben-Sein kein Problem, insbesondere dann wenn es nicht zu oft passiert oder zu langen Zeiten der Krankschreibung führt. Allerdings ist das krankgeschrieben-Werden sehr unterschiedlich nach Person und Branche ausgeprägt. Arbeitswissenschaftler führen hohe Werte häufig auf schwierige Arbeitssituationen zurück. Generell ist davon auszugehen, dass auch im höheren Lebensalter häufiger krankgeschrieben wird.

Verständlich ist, dass Unternehmen sich Strategien überlegen, wie das krankgeschrieben-Sein minimiert werden kann. Solche Strategien laufen oft unter dem Begriff Eingliederungsmanagement und können als zusätzlich belastend empfunden werden. Nachdem die Mitarbeiter wieder am Arbeitsplatz erschienen sind, wird mit ihnen ein „Rückkehrergespräch“ geführt. In anderen Fällen werden sie aufgefordert, Fragebögen zur Krankschreibung auszufüllen. Es ist aber auch denkbar, dass das Verhalten des krankgeschriebenen Mitarbeiters geprüft wird, beispielsweise durch überraschende Besuche oder Telefonanrufe. „Mitarbeiter krankgeschrieben: Wie geht man mit dem Eingliederungsmanagement um?“ weiterlesen

Die Internet-Bewerbung: Unterschiede zu anderen Bewerbungs-Verfahren

Durch die zunehmende Verbreitung des Internets haben viele Menschen die Möglichkeit sowohl privat wie beruflich jederzeit auf das Internet zuzugreifen. Brauchte man früher noch ein Modem und wählte sich für jede Internet-Nutzung in das Netz gesondert ein, benutzen viele heute sowohl beruflich wie privat einen Daueranschluss ans Internet, privat meist mit geringen monatlichen Fixkosten.

Naheliegend ist daher, dass man das Internet auch für die Bewerbung um einen neuen Job nutzt. Allerdings verstehen die meisten unter einer Internet-Bewerbung einfach nur die Nutzung von Online-Möglichkeiten der Bewerbung. Statt wie früher die Bewerbungsmappe per Post zu verschicken, werden heute die Unterlagen am PC erstellt und als PDF-Dokument per E-Mail an den zukünftigen Arbeitgeber versandt. Dieser hat bereits Vorteile durch diese Variante von Internet-Bewerbung, wenn er die Dokumente und gezielt ausgewählte Profil-Informationen in eigene Datenbanken papierlos einfließen kann. Allerdings können viele Arbeitgeber noch nicht effektiv mit der Internet-Bewerbung umgehen und sorgen mittels Ausdruck der Unterlagen für einen Medienbruch. Problematisch für die Internet-Bewerbung bei einem solchen Arbeitgeber könnte sein, dass ein Bewerber, der herkömmlich seine Unterlagen per Post schickt, weniger Arbeit verursacht. „Die Internet-Bewerbung: Unterschiede zu anderen Bewerbungs-Verfahren“ weiterlesen

Europäischer Hochschulabschluss und Bologna-Prozess

Studenten-Streiks und Auseinandersetzungen um Bildungsreformen bestimmten das Jahr 2009. Grund hierfür war vor allem der neu eingeführte Hochschulabschluss Bachelor, der von vielen Seiten als allzu kurzer Hochschulabschluss mit zu vielen Verschulungselementen angesehen wird. Ein Hochschulabschluss sollte umfassend auf die berufliche Situation vorbereiten und nicht nur als Kurzstudiengang mit schlechten Arbeitsmarktaussichten konzipiert werden, war nicht nur die Kritik vieler Studenten, sondern auch von Publizisten und Vertretern des Wissenschafts-Establishment. „Europäischer Hochschulabschluss und Bologna-Prozess“ weiterlesen

Arbeitsbewältigungs-Coaching: neuer Ansatz zur Mitarbeiter-Förderung

Wenn der Begriff Coaching fällt, dann denken viele an Manager und leitende Angestellte, deren Karriere oder Life-Work-Balance nach vorne gebracht werden soll. Der normale Mitarbeiter wird selten in einen Coaching-Prozess einbezogen, es sei bei einem Team-Coaching, wenn es um bestimmte betriebliche Projekte geht. Das neu in die Diskussion kommende Konzept des Arbeitsbewältigungs-Coaching setzt aber beim normalen Mitarbeiter an. Dessen Kompetenzen und Möglichkeiten sollen durch ein Arbeitsbewältigungs-Coaching nach vorne gebracht werden. „Arbeitsbewältigungs-Coaching: neuer Ansatz zur Mitarbeiter-Förderung“ weiterlesen

Studiengebühren und Steuern

Die meisten Bundesländer in Deutschland erheben Studiengebühren von ihren Studenten, das sind mehr als 1.000 Euro pro Jahr. Für private Unis sind noch erheblich mehr an Studiengebühren zu zahlen. Diese Studiengebühren sind eine Belastung für die Studenten bzw. ihre Eltern, falls diese noch die Studiengebühren bezahlen müssen. Deshalb ist es naheliegend zu fragen, ob denn nicht die Studiengebühren von den Steuern freigestellt werden können. „Studiengebühren und Steuern“ weiterlesen

300 Euro-Stipendium: das neue „nationale Stipendiensystem“?

Die Regierungsübernahme der schwarz-gelben Koalition in Berlin wurde bei der Bildungspolitik durch studentische Proteste kontrastiert, die vor allem an der Verschulung durch die neuen Bachelor-Studiengänge Kritik übten. Wenig beachtet wurde daher, dass die neue Regierung deutliche Verbesserung bei der materiellen Studienförderung versprach.

Hierzu gehören BAföG-Erhöhungen, aber auch eine neue Idee. Ein nationales Stipendiensystem soll mittels 300 Euro- Stipendium gezielt die leistungsstarken Studenten fördern, ohne Berücksichtigung von deren sonstigen finanziellen Hintergründen. Das würde bedeuten, dass alle Studenten unabhängig vom Einkommen der Eltern oder von eigenen Einnahmen zusätzlich ein 300-Euro-Stipedium pro Monat erhalten, wenn sie eine entsprechende Leistung ihrer Hochschule gegenüber nachweisen können. Allerdings gibt es gegen ein solches nationales Stipendiensystem starke Vorbehalte aus sozialpolitischer Sicht. Die Umsetzung des Projektes zum 300-Euro-Stipendium ist auch an viele Mitverantwortliche gebunden, so dass der geplante Termin für das 300-Euro-Stipendium als neues nationales Stipendiensystem im Oktober 2010 mehr als fraglich ist. „300 Euro-Stipendium: das neue „nationale Stipendiensystem“?“ weiterlesen

Bundesfinanzhof unterstützt Freiberufler der IT gegenüber dem Finanzamt

Ein Freiberufler hat viele Vorteile gegenüber dem Finanzamt, im Vergleich zu seinen Kollegen, die als Gewerbetreibende eingestuft werden. Da wäre zunächst an die Gewerbesteuer zu denken, zu denen die Gewerbetreibenden regelmäßig herangezogen werden. Freiberufler sind hingegen von der Gewerbesteuer befreit. Zwar kann ein Gewerbetreibender diese Steuer gegenüber anderen Steuern anrechnen, aber als Freiberufler hat man den Vorteil, dass man erst gar keine Gewerbesteuer abführen muss. „Bundesfinanzhof unterstützt Freiberufler der IT gegenüber dem Finanzamt“ weiterlesen

Aufhebungsvertrag und Abfindung richtig nutzen

Relativ viele Betriebe haben trotz Krise erklärt, dass sie auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten wollen. Zum einen weil sie mit Kurzarbeit die Produktionsausfälle abfedern können, zum anderen weil sie mit den Interessenvertretungen der Mitarbeiter Vereinbarungen getroffen haben, die solche Kündigungen ausschließen.

Trotzdem kann es vorkommen, dass der Betrieb in bestimmten Bereichen Arbeitsplätze abbauen muss; in diesem Fall wird häufig auf einen Aufhebungsvertrag als Option zurückgegriffen, der meist mit einer Abfindung gekoppelt ist. Der Unterschied zwischen Aufhebungsvertrag und Kündigung ist rechtlich von erheblicher Bedeutung. Denn ein Aufhebungsvertrag ist eine zweiseitige Willenserklärung, kommt also nur einverständlich zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter zustande. Demgegenüber ist die Kündigung eine einseitige Willenserklärung des Arbeitgebers, gegen die man auch rechtliche Kontrollmöglichkeiten (Arbeitsgerichtsverfahren) hat. Für viele Mitarbeiter wird aber der Aufhebungsvertrag eng mit einer möglichen Kündigung verknüpft, den es wird in vielen Fällen direkt oder indirekt die Kündigung als Alternative zum Aufhebungsvertrag kommuniziert. „Aufhebungsvertrag und Abfindung richtig nutzen“ weiterlesen