Name, Bewerbungen und Referenzen

Dass der eigene Name bei Bewerbungen wichtig sein könnte, war schon immer so mein Gefühl. Denn der Name ist zugleich ein guter Ersatz bzw. eine gute Ergänzung für Referenzen. Hier sind scheinbar die von Vorteil, die ein „von“ als Name verwenden dürfen. Ein weiterer Pluspunkt dürfte auch sein, wenn man als Name bei einer Bewerbung den Namen nehmen kann, der mit der Profession oder dem Business verbunden wird. Dann wird man gleich beim Einstellungsgespräch gefragt, ob man mit der Person dieses Namens verwandt ist.

Wenn man aber, so wie ich als Name nur den Allerweltsnamen Meyer verwenden muss, dann scheint das wohl kaum vom Vorteil für Bewerbungen zu sein. Man kann sich höchstens ausrechnen, dass der Personaler bei der Suche im Internet beim Allerweltsnamen Schwierigkeiten mit der Findung von Referenzen haben wird. „Name, Bewerbungen und Referenzen“ weiterlesen

Logib-D: Gleichstellung beim Gehalt nach Software-Einsatz?

Nach wie vor werden Frauen beim Gehalt deutlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Es ist Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass hier eine Trendumkehr bei den Unterschieden im Gehalt stattfindet. Die neue Bundesfamilienministerin Kristina Köhler möchte nun mittels Software-Einsatzes diese Entwicklung fördern. Es geht dabei um die Software „Logib-D„, Software die geeignet sein soll, die Gehalts-Strukturen eines Unternehmens zu analysieren und damit aufzuzeigen, wo und wie stark Benachteiligung der Frauen beim Gehalt vorliegen.

Frau Köhler greift damit eine Idee auf, die bereits ihre Vorgängerin im Jahre 2009 auf den Weg gebracht hatte. „Logib-D: Gleichstellung beim Gehalt nach Software-Einsatz?“ weiterlesen

Bewerber-Rekrutierung: Neue Wege, um Auszubildende zu gewinnen

Gegenwärtig denken noch nicht viele Unternehmen daran, dass sich schon in wenigen Jahren der Markt für Auszubildende verändert. Bisher war es immer so, dass auf eine Vielzahl von Stellen für Auszubildende deutlich mehr interessierte Bewerber kamen, als Stellenbesetzungen nach der Rekrutierung möglich waren. Das wird sich aber schon in wenigen Jahren ändern. Denn es gibt immer weniger Auszubildende, während der Bedarf zur Rekrutierung annähernd hoch bleibt. „Bewerber-Rekrutierung: Neue Wege, um Auszubildende zu gewinnen“ weiterlesen

Bildungsprämie vom Staat: Jetzt 500 Euro statt 154 Euro für die eigene Weiterbildung

Nach wie vor wird die Weiterbildung während und nach der Arbeit staatlich gefördert. Nun gelten ab 1.1.2010 für die Bildungsprämie deutlich höhere Zuschüsse. Bereits vor einigen Monaten hatte ich hier auf dir-Info über die Möglichkeiten der Bildungsprämie informiert. Offensichtlich ist die Bundesregierung mit den bisherigen Ergebnissen nach der Einführung verschiedener Förderungen für Weiterbildung nicht zufrieden. So wurden die Möglichkeit der Verbindung von Kurzarbeit und Weiterbildung kaum genutzt.

Mit der Bildungsprämie werden Arbeitnehmer gefördert, die ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung nach vorne bringen wollen. Der Förderungsbetrag wird von knappen 154 Euro auf deutliche 500 Euro erhöht. „Bildungsprämie vom Staat: Jetzt 500 Euro statt 154 Euro für die eigene Weiterbildung“ weiterlesen

Bilanz von Hartz IV: Aktivierungsmaßnahmen als Weiterbildung unterschiedlich erfolgreich

Fünf Jahre nach den Hartz IV-Reformen wäre es mal an der Zeit, sich über die Erfolge des Projekt Gedanken zu machen. Dies findet auch gegenwärtig statt, doch eine klare Tendenz ist nicht zu erkennen. Das liegt zum einen daran, dass die Arbeitslosenzahl auch bedingt durch die Wirtschaftskrise kaum die Chance hatte, deutlich niedriger als zu Beginn der Hartz-Reformen auszufallen. Dort waren immerhin bis zu 50 % niedrige Arbeitslosenzahlen angepeilt worden, möglicherweise ein Ziel das nicht aufgehen konnte. Anderseits ist es in den ersten Jahren gelungen, die Zahl der Arbeitsplätze im ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Der erste Arbeitsmarkt sind die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer. Strittig ist allerdings, ob diese Jobs ausreichend langfriste Lebensgestaltung lassen. Denn viele neue Arbeitsplätze sind befristet und/oder Teilzeitarbeitsplätze.

Beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, hat man sich bereits Ende des letzten Jahres Gedanken darüber gemacht, ob denn die verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Hartz IV-Empfänger die Ansprüche auf „Fördern und Fordern“ erfüllen können (siehe Kurzbericht des IAB). „Bilanz von Hartz IV: Aktivierungsmaßnahmen als Weiterbildung unterschiedlich erfolgreich“ weiterlesen

Coaching statt Seminar: Der neue Trend der Weiterbildung?

Unter Weiterbildung wird immer noch sehr stark das Seminar verstanden. Eine kleine oder größere Gruppe von Seminar-Teilnehmen gruppieren sich um einen gut informierten Dozenten, der dann die Gruppe und jeden Einzelnen durch das Seminar nach vorne bringt. Schon vor einigen Jahren ist dieses Konzept durch E-Learning in die Kritik gekommen. Mit E-Learning gelinge es besser, die Unterschiedlichkeit der Seminar-Teilnehmer zu berücksichtigen, denn diese könnten im gewissen Rahmen die Zeit und die Art der Seminar-Nutzung selbst bestimmen. Die Aussage, dass durch E-Learning das herkömmliche Seminar überwunden wird, hat sich aber bisher noch nicht bestätigt. Denn die Verschiebung der Kommunikation auf elektronische Systeme verhindert auch die notwendige Face-to-Face-Kommunikation, ein starkes Mittel zur Förderung des Lernprozesses beim Seminar.

Nun gibt es als neuen Trend das Coaching, das auch das Seminar überflüssig machen soll. „Coaching statt Seminar: Der neue Trend der Weiterbildung?“ weiterlesen

Coworking: der neue Trend zum gemeinsam Arbeiten

Zu Hause in Ruhe seine Arbeit zu erledigen: Das ist der Traum vieler, die gerne Arbeit, Freizeit und Familie in Einklag bringen wollen. Doch zu Hause droht beim Arbeiten auch Ablenkung und Vereinsamung. Deshalb zieht es viele mit dem Notebook in Cafés und zum Hotspot. Damit ist der erste Schritt zum Coworking, zum gemeinsam Arbeiten, getan. Coworking als neuer Trend geht aber noch viel weiter. „Coworking: der neue Trend zum gemeinsam Arbeiten“ weiterlesen

Wie geht man als Bewerber mit einer Karrieremesse um?

Am 12.1.2009 war es mal wieder soweit, die Karrieremesse in Düsseldorf öffnete ihre Türen. Hinter der findigen Idee der Karrieremesse steckt ein Veranstalter der nicht nur in Düsseldorf regelmäßig tätig wird. Zweck einer Karrieremesse ist das Zusammenführen von Bewerbern und Arbeitgebern, das schnelle Ermöglichen von Kommunikation und das Finden von Jobalternativen vor allem im Management und bei Akademikern. Im NRW-Forum wurde die optimistische Aussage getroffen, dass 2000 Jobs auf der Karrieremesse in Düsseldorf offeriert werden.

Der Besuch der Karrieremesse ist kostenlos aber hier werden dann auch bezahlte Dienste angeboten, die aber im Einzelfall nicht teuer sein müssen. „Wie geht man als Bewerber mit einer Karrieremesse um?“ weiterlesen

Einige Tipps und Tricks, um Online-Businessnetzwerke zur Job-Findung zu nutzen

Online-Business-Netzwerke sind Plattformen wie XING und  LinkedIn, bei denen – anders als bei den eher im Privatbereich angesiedelten sozialen Netzwerken wie MySpace oder Facebook – der geschäftliche Kontakt im Vordergrund steht. Online-Business-Netzwerke dienen aber nicht in erster Linie der Job-Findung, sondern dem gemeinsamen Interessenaustausch. „Erst geben, dann nehmen“, so lautet die Basisbotschaft an die Mitglieder. Wenn diese eine eher traditionelle Form der Akquise (auch bei der Job-Findung) versuchen, dann bekommen sie schnell Hinweise, dass es so nicht geht. Wer aber mit Fachkompetenz sich an den verschiedenen Dialogformen beteiligt, der hat durchaus gute Aussichten, positiv in Online-Business-Netzwerken wahrgenommen zu werden. „Einige Tipps und Tricks, um Online-Businessnetzwerke zur Job-Findung zu nutzen“ weiterlesen

Braucht das „unternehmerische Selbst“ den perfekten Lebenslauf?

Bewerbungsratgeber formulieren häufig die Anforderung des perfekten Lebenslaufs, weil sie davon ausgehen, dass auch die Personalchefs bei der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen sehr schnell Bewerber mit Brüchen in der Biographie aussortieren. Dabei sorgen biographische Wechsel für die Festigung und Entwicklung der Persönlichkeit und es ist die Frage, ob die Unternehmen mit angepassten Bewerbern, die schnittig vom perfekten Abitur zum perfekten Hochschulabschluss voran gekommen sind, wirklich die besten Anwärter für die neunen Job gefunden haben. Doch der perfekte Lebenslauf ist dann ein naheliegendes Auswahlkriterium, wenn es wie in den Zeiten der Krise eine Vielzahl von Bewerbern für die offenen Stellen gibt. Dann schaut man auch sehr genau auf Praktika und Referenzen, die genau passend zu den Ausschreibungen bestimmt werden.

Auch bei den Anforderungen für Existenzgründer ist man schnell bei der Hand, einen perfekten Lebenslauf zu verlangen. Zum perfekten Lebenslauf passt dann das „unternehmerische Selbst“. Es geht darum, dass man die eigene Biografie nicht erlebt und erleidet, sondern aktiv gestaltend mit einer engen Zielperspektive steuert. „Braucht das „unternehmerische Selbst“ den perfekten Lebenslauf?“ weiterlesen

Kommt der „Diplom-Ingenieur“ zurück?

Nachdem die Studenten bis in die jüngste Zeit hinein deutliche Proteste gegenüber der Studienreform erhoben haben, meldet sich jetzt auch das Hochschul-Establishment und fordert deutliche Änderungen beim Bologna-Prozess. Wie ich schon auf dir-info.de vor längerer Zeit geschrieben habe, ist das abgestufte Absolvieren von Bachelor und Master die Leitidee bei der europaweiten Studienreformen. Entscheidend ist die Verkürzung des Bachelor gegenüber den bisherigen Studiengängen. Während bisher beim Diplom oder beim Magister faktisch meist 10 Semester/5 Jahre zu studieren war, ist für den ersten Studienabschluss des Bachelor oft eine Regelstudienzeit von 6 Semestern/3 Jahren vorgesehen. Da das anschließend mögliche Master-Studium nicht von jedem erfolgreichen Bachelor-Absolventen belegt werden kann, befürchten viele Studenten ein Schmalspur-Studium und schlechtere berufliche Aussichten.

Wie jetzt durch einige Hochschulrektoren deutlich wurde, sehen nicht nur die Studenten die Verkürzung der Studienzeiten beim Bachelor kritisch. „Kommt der „Diplom-Ingenieur“ zurück?“ weiterlesen

ELENA: Der elektronische Entgeltnachweis stößt auf Widerstände

Heftige Kritik von Datenschützern und Arbeitnehmervertretern war durch die nun wirksam gewordene Einführung des „elektronischen Entgeltnachweis“ ELENA zu erwarten gewesen; doch auch die Wirtschaft scheint wegen hoher Zusatzkosten und mehr Bürokratie vom neuen elektronischen Entgeltnachweis nicht begeistert. Doch die Kritik setzte erst ein, als der elektronische Entgeltnachweis Anfang 2010 in Kraft trat. „ELENA: Der elektronische Entgeltnachweis stößt auf Widerstände“ weiterlesen

Lehrlinge lohnen sich für den Betrieb auch finanziell – meint das Institut der deutschen Wirtschaft

Immer noch gilt für manche Betriebe die Ausbildung der Lehrlinge als teuer und daher werden keine Lehrlinge eingestellt. Obwohl diese doch drei bis vier Tage pro Woche im Betrieb sind und daher dort schon nach kurzer Anlernzeit im erheblichen Umfang produktive Aufgaben übernehmen können.

Deshalb könnte es sich für den Betrieb lohnen, mehr Lehrlinge einzustellen. Für viele Aufgaben können Lernlinge schnell eingesetzt werden. Sie übernehmen dann Tätigkeiten von produktiven Arbeitskräften, die sonst sehr teuer eingekauft werden müssten. Auch können Lehrlinge im Betrieb für Ziele eingesetzt werden, die sonst liegen bleiben, aber wichtig für die Fortentwicklung der Betriebe sind. So können beispielsweise angehende Kaufmanns-Lehrlinge statistische Auswertungen anfertigen, die für die Weiterentwicklung der Marktchancen der Betriebe relevant sind.

Dass Lehrlinge sich finanziell für den Betrieb lohnen, wird auch vom renommierten Institut der deutschen Wirtschaft vertreten. Das arbeitgebernahe Institut hat den Produktivitätseffekt der Ausbildung von Lehrlingen im Betrieb genauer berechnet (Bericht des Instituts Nr. 42 vom 15. Oktober 2009). Die Studie kommt zum Ergebnis, dass Lehrlinge sehr nützlich für den Betrieb sind. So sorgen beispielsweise Lehrlinge als Fachverkäufer im Bäcker- oder Fleischerhandwerk zu einem zusätzlichen Gewinn in Höhe von knapp unter 7000 Euro pro Jahr.

Aber auch andere Lehrlinge sorgen im Betrieb für zusätzliche Einnahmen und Kostensenkungsmöglichkeiten. Zum Beispiel im Hotel- und Gaststättengewerbe, beim Friseur und im medizinischen Bereich. Das Institut der deutschen Wirtschaft geht zwar für die vergangenen Jahre von einem Anstieg der Bruttokosten für die Ausbildung von Lehrlingen im Betrieb aus; doch gleichzeitig seien die Erträge bzw. Kosteneinsparungen durch die Lehrlinge ebenfalls gestiegen.

Es macht also Sinn für die Betriebe, verstärkt über die Einstellungen von Lehrlingen nachzudenken. Genügend Interessenten für Ausbildungsplätze sind vorhanden; die Betriebe können sich die besten Lehrlinge aussuchen, die sie zu einer fundierten Ausbildung mit gleichzeitiger finanziellem Erfolg für die Betriebe nutzen können.

Peinlichkeiten bei geschäftlichen Kontakten – und wie man damit klarkommt

Kurz vor der wichtigen Besprechung passiert ein Malheur: Das Hemd bekommt einen Riss oder man kippt sich aus Versehen Kaffee über den Pullover. Oder man verwechselt den Namen einer Person während des geschäftlichen Kontakts und lässt Glückwünsche für den frischen Nachwuchs ausrichten, der bei einer ganz anderen Person eingetreten ist.
Solche Peinlichkeiten bei geschäftlichen Kontakten schaffen schnell eine gedrückte Stimmung, lässt Gesprächspausen entstehen und sorgt durch Aufregung für Aufsehen. Wie soll man damit klarkommen, wenn man die Kommunikationssituation nicht belasten will? Experten für Benimm-Regeln haben aber schnell einen guten Tipp bei der Hand. Je nach Situation soll man cool reagieren und versuchen, auf das Problem schnell und souverän ohne großes Aufsehen zu reagieren. Der Riss im Hemd oder die Kaffeeflecken auf dem Pullover lassen sich auf die Schnelle nicht überdecken. Deshalb sollte man nur in Extremfällen den geschäftlichen Kontakt verschieben. Normalerweise reicht es aus, sich kurz zu entschuldigen und in einer späteren Pause nach einer Lösung zu suchen.

Bei Namens- oder Personenverwechslung, die sehr häufig vorkommen, könnte man versuchen, der Verwechslung eine witzige Note zu verpassen. Selten werden Komplimente als zu übertrieben empfunden, deshalb kann man die Verwechslung dazu nutzen, ein positives Merkmal zwischen der verwechselten Person und der Person herzustellen, mit der man sich gerade im geschäftlichen Kontakt befindet. Oder man interpretiert die falsche Zuordnung des Nachwuchses als Wunsch für die Zukunft um. Auch dies kann als Peinlichkeit empfunden werden, wenn man danach eine allzu lange Pause im geschäftlichen Kontakt entstehen lässt; also am besten schnell mit der Tagesordnung souverän weiter machen.

Benimm-Experten empfehlen bei den Peinlichkeiten, die man anderen Personen im geschäftlichen Kontakt zufügt (z.B. Kaffee über deren Hose auskippen), keinesfalls spontan mit körperlichen Kontakt zu reagieren. Damit würde die Peinlichkeit noch gesteigert. Besser ist es auch hier, sich zu entschuldigen und die Visitenkarte zu überreichen, damit der Betroffene die Rechnung einer Reinigung an einen weiterleiten kann. Wenn man dies schnell und ohne Aufsehen umsetzt, dann wird man meist von dem Vorgang, der die Peinlichkeiten im geschäftlichen Kontakt ausgelöst hat, nichts mehr hören.

Große Mängel beim IT-Wissen fordert berufliche Weiterbildung heraus

Auch nach Ansicht des Software-Herstellers Microsoft ist das IT-Wissen noch mit vielen Mängeln versehen. IT steht dabei für Informations-Technik und sollte nicht mir PC oder EDV verwechselt werden.
Aus den Mängeln des IT-Wissens folgt eine Anforderung an die berufliche Weiterbildung, diese Mängel auszugleichen.

Bill Gates hatte einst in Deutschland die „Qualifizierungsinitiative IT-Fitness“ ausgerufen, um die Weiterbildung verstärkt auf IT auszurichten. Nun wurden Ergebnisse des anonymisierten IT-Fitness-Tests bekanntgegeben. Hier zeigten sich deutliche Mängel und Lücken vor allem bei Arbeitsuchenden und Berufsanfängern. Bei den Berufsanfängern und Jugendlichen unter 20 Jahren zeigten sich Mängel bei den IT-Basiskenntnissen, mit denen man nicht gerechnet hatte, da doch diese Altersgruppe als besonders IT-affin gilt. Bei den Arbeitsuchenden waren es vor allem die neuen Bundesländer, die ein vergleichsweise schlechtes Ergebnis erbrachten. Auch Frauen liegen noch immer nicht auf gleicher Höhe wie die Männer, wenn es um IT-Kenntnisse geht. Demgegenüber waren es die Lehrer, die erstaunlich gut abschnitten. Allerdings hatten diese nur in vergleichsweise geringem Umfang an der Untersuchung teilgenommen. (Weitere Ergebnisse auf http://www.it-fitness.de/it_fitness_untersuchung/wie_it_fit_ist_deutschland.aspx.)

Weiterbildung in der IT ist also notwendig, um die Wertschöpfung durch IT in Deutschland noch weiter auszubauen. Experten gehen davon aus, dass bereist bisher die IT-Kenntnisse sehr wichtig für die Produktivitätsentwicklung und den Wachstumsprozess sind. Dies wird in den kommenden Jahren noch wichtiger werden. Die IT-Weiterbildung sollte also durchaus ausgebaut werden. Der Eindruck, dass jeder und jede schon sehr gut in der IT-Nutzung ist, scheint verkehrt zu sein, wenn man die Ergebnisse des IT-Fitness-Tests genauer betrachtet.

Wie können an- und ungelernte Mitarbeiter im Betrieb qualifiziert werden?

Unternehmen stehen gerade in Zeiten der Krise unter starkem Innovationsdruck. Zwar gäbe es bessere Chancen, Mitarbeiter von Konkurrenzunternehmen oder aus den unbeschäftigten Arbeitskräftepotential zu gewinnen, doch wesentlich effektiver könnte die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter sein.

Zum einen weil diese schon in die betrieblichen Arbeitsabläufe integriert sind, zum anderen weil die Arbeitgeber schon einen Eindruck von deren Kompetenz und Weiterbildungsmöglichkeiten gewinnen konnten.

Deshalb wäre es für viele Arbeitgeber attraktiv, an- und ungelernte Mitarbeiter im eigenen Betrieb weiter zu qualifizieren. Hierfür können die Ausbilder eingesetzt werden, die schon eine Ausbildereignungsprüfung in dem entsprechenden Berufsfeld nachgewiesen haben. Fehlende Fachbereiche können durch externe Berufsausbildungs-Dozenten abgedeckt werden. Aber auch die zeitweise (bezahlte oder unbezahlte) Freistellung der Mitarbeiter zur Teilnahme an zertifizierten Kursen von Weiterbildungsträgern ist denkbar. Unter Umständen kann der Betrieb hier staatliche Förderinstrumente nutzen, die eine Weiterbezahlung ermöglichen, ohne dass dem Betrieb hierfür Kosten entstehen.

Die berufsbegleitende Weiterbildung an- und ungelernter junger Erwachsener bietet Lösungen zur Deckung des Personalbedarfes nach der Krise: Dabei können die schon angestellten an- und ungelernte Mitarbeiter weiterqualifiziert werden, um diese mit mehr Flexibilität auf erweiterte Qualifikationsanforderungen auszurichten, wobei die schon vorhandenen praktisch nachvollziehbare Qualifikationspotentiale genutzt werden. Es ist aber auch denkbar, das gezielt Neueinstellungen von gering Qualifizierten vorgenommen wird, um von vorneherein geplant, die Höherqualifizierung und den betrieblichen Einsatz parallel zu gestalten. Auch hierfür gibt es staatliche Förderinstrumente.

Berufsbegleitende Nachqualifizierung an- und ungelernter Mitarbeiter orientiert sich daran, dass parallel zur betrieblichen Tätigkeit eine Berufsabschluss oder eine sonstige Qualifikation in einen nachvollziehbaren/zertifizierten Prozess erreicht wird. Neben innerbetrieblichen Fortbildungen ist auch vor allem an externe Maßnahmen zu denken, die von entsprechend spezialisierten Bildungsträgern angeboten werden. Für Betriebe kann diese Zusammenarbeit mit externen Trägern von Vorteil sein, da diese über viel Know-how verfügen, um die vielfältigen Finanzierungsmöglichkeiten für den Qualifikationsprozess durch Gelder aus staatlichen, europäischen oder sonstigen Programmen zu nutzen.

So können beispielsweise Zuschüsse zum Arbeitsentgelt an die Arbeitgeber über die Bundesagentur für Arbeit fließen, wenn die Betriebe dafür sorgen, dass Mitarbeiter ohne Berufsabschluss eine Qualifizierung bekommen. Dabei kann die Bundesagentur die Löhne ersetzen, die für die Teilnahme der Mitarbeiter an den Qualifizierungsmaßnahmen entstehen. Somit bekommt das Unternehmen kostengünstig höher qualifizierte Mitarbeiter, während für diese Höherqualifizierung ohne Lohnausfall möglich ist.

Die Vorteile den Betriebe liegen auch in den Möglichkeiten einer vorausschauende Personalentwicklung; denn nun werden betriebsinterne Qualifikationsreserven langfristig berechenbar ausgeschöpft. Zugleich kann sich die Qualifizierung an den Bedürfnissen
des jeweiligen Betriebes ausrichten. Durch eine modulare Gestaltung des Qualifizierungsprozesses
ist es jederzeit möglich, die Weiterbildung an betriebliche Veränderungen flexibel anzupassen.

Einen Überblick über finanzielle Förderungsmöglichkeiten bietet eine laufend aktualisierte Broschüre der Bundesagentur für Arbeit: http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Geldleistungen/Was-Wieviel-Wer-SGBIII.pdf

Ist der Tauschring eine Alternative zum Geld?

Wenn man eine Leistung anbieten kann, aber hierfür schwer eine kaufkräftige Nachfrage in Geld zu gewinnen ist, dann wäre der Beitritt in einen Tauschring möglicherweise interessant. Immerhin gibt es Deutschland bereits Hunderte von Tauschringen, die auf regionaler Basis eine andere Variante des Austausches von Waren oder Dienstleistungen zustande bringen wollen. „Ist der Tauschring eine Alternative zum Geld?“ weiterlesen

Diversity Management für den Unternehmenserfolg

Diversity Management ist eine relativ neue Idee, um den Unternehmenserfolg voranzubringen. „Vielfalt statt Einfalt“ könnte das Motto dieser Management-Philosophie sein, denn es geht darum über die Vielfalt oder Diversity unterschiedlicher Personen und Gruppen im Unternehmen eine bessere Anpassung des Unternehmens an die Markterfordernisse sicherzustellen.

Dabei hat die Idee des Diversity Management durchaus einen hohen moralischen Anspruch. „Diversity Management für den Unternehmenserfolg“ weiterlesen

Wie die Arbeitgeber im Web 2.0 aktiv werden

Viele Arbeitgeber sind bisher sehr traditionell aufgestellt, wenn es um die Jobvergabe geht. Den neuen Trend zum „Web 2.0“ wird bisher eher negativ gedeutet. Web 2.0 bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Internet verstärkt von ganz normalen Usern benutzt wird, um sich darzustellen. Sei es nun der eigene Blog, sei es nun die Fotogalerie über Flickr oderseinen es die mehr oder weniger aussagekräftigen Profile der sozialen Netzwerke von Facebook bis zu XING.

Arbeitgeber und Web 2.0 wird von den meisten Interessenten sehr defensiv verstanden. Man soll sich als Bewerber dagegen wappnen, dass der Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch einen mit Tatsachen konfrontiert, die eher peinlich sind. Wie man sich offensiv mit den Möglichkeiten zur Bewerbung im Web 2.0 beschäftigt, hat Svenja Hofert deutlich gemacht.

Dass die Arbeitgeber auf den Plattformen des Web 2.0 selbst aktiv werden, um Marketing für ihre Personalauswahl zu machen, ist bisher weniger stark beobachtet worden.  Doch nun hat die Wirtschaftswoche darauf aufmerksam gemacht, das dieser Trend gerade bei führenden Unternehmen immer mehr greift. So hat man in letzter Zeit verstärkt den Microblogging-Dienst Twitter genutzt, um auf sich als guter Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Es geht im Wesentlichen darum, die Bekanntheit und Akzeptenz des jeweiligen Arbeitgebers als Marke im Personal-Marketing wirksam zu machen. Das schöne Stichwort lautet hier: Employer Branding. Allerdings bemängelt die Wirtschaftswoche, dass die Arbeitgeber immer noch sehr im traditionellen Marketing verhaftet bleiben. Web 2.0 das bedeutet eine offene und echte Auseinandersetzung mit Ansprechpartnern und Interessenten. Herkömmliches Marketing ist hier eher verfehlt. Employer Branding für die Arbeitgeber im Web 2.0 könnte nur funktionieren, wenn die Kommunikation echt und personalisiert erfolgt: authentisch um hier ein Lieblingswort der Szene zu verwenden.

Die Angst vieler Aktiver des Web 2.0, dass man ihnen ihre Verhaltensweisen im Arbeitgeber-Gespräch bei der Einstellung vorhalten würde, scheint hingegen unangebracht zu sein, wie die Süddeutsche Zeitung deutlich machte. Angesichts mehrerer Umfragen und Untersuchungen zum Auswahlverfahren der Personalverantwortlichen bei den Arbeitgebern scheint deutlich zu sein, dass diese bisher das Web 2.0 noch nicht so recht entdeckt haben. Wenn überhaupt, dann werden nur die seriösen Plattformen des Web 2.0 gelegentlich genutzt und hierbei stößt man als Arbeitgeber eher selten auf problematische Bilder, Filme und Texte.

Sollte man als Bewerber für Jobs bei interessanten Arbeitgebern also das Web 2.0 vergessen?

Eher nicht, denn der Trend, den nicht nur die Wirtschaftswoche festgestellt, dass Arbeitgeber stärker das Web 2.0 nutzen, wird sich wohl in den nächsten Jahren deutlich verstärken. Und es werden auch immer jüngere Kräfte bei der Personalauswahl der Arbeitgebermitwirken, die sich schon länger im Web 2.0 bewegt haben. Da der Aufbau einer Online-Reputation ein langfristiges Projekt ist, sollte man also als Bewerber im Web 2.0 jetzt aktiv werden, um für zukünftige Auswahlverfahren der Arbeitgeber gut positioniert zu sein.

Stellenmarktentwicklung 2009: Studie der WBS-Training AG

Die WBS Training AG untersucht einmal pro Jahr die Entwicklung des deutschen Stellenmarkts: http://www.wbstraining.de/unternehmen/media-center/publikationen. Hierfür werden die neusten Stellenangebote aus Duzenden von Printmedien herangezogen.

Auch die Studie von 2009 informiert über regionale Besonderheiten, den Ausbildungsmarkt und ist jeweils sehr differenziert in den Aussagen zu einzelnen Branchen und Funktionsbereichen nutzbar.

Interessant sind zum Beispiel die Aussagen zum Ausbildungsmarkt, der im 1. Quartal 2009 deutlich von der Wirtschaftkrise gekennzeichnet war. Während in fast allen Ausbildungsbereichen weniger bis deutlich weniger Ausbildungsplätze angeboten wurden, konnte der medizinische und soziale Bereich sogar einen erheblichen Anstieg vermelden. Die Einschätzungen gehen dahin, dass dieser Trend sehr nachhaltig auch in den nächsten Jahren noch spürbar sein wird. Schulabgänger sollten also bei vorhandener Interessenlage diesen Bereich stärker bei ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen. Hierbei gibt es auch keine deutlichen regionalen Unterschiede.

Die Einschätzungen der Studie der WBS-Training AG stimmen somit mit den Einschätzungen der Bundesagentur für Arbeit und der Bundesregierung überein, die einen hohen und steigenden Fachkräftebedarf in Altenpflege, Bildung und Erziehung sieht. Dazu passt auch, dass in vielen Bundesländern die restriktive Einstellungspraxis bei Schulen und Kindergärten schon längere Zeit in forcierte Bewerberakquise transformiert wurde.

Demgegenüber ist der kaufmännische Bereich (Kaufleute der verschieden Ausrichtungen, aber auch IT-Fachkräfte, Kaufleute im Dienstleistungsbereich) gegenwärtig durch eine starke Ausbildungszurückhaltung gekennzeichnet. Die Studie findet die Entscheidungen der Unternehmen allzu kurzfristig angelegt, denn dieser Bereich wird langfristig als sehr positiv eingeschätzt. Hier wirken sich Überlegungen zum allgemeinen Trend der Dienstleistungsorientierung aus, die seit Jahrzehnten ungebremst ist. Rationalisierungspotentiale (wie vielerorts befürchtet) sind hier bisher nicht wirksam geworden, die Ausbildungsplatzpolitik wird in zurückhaltender Form als allzu kurzfristig konjunkturbedingt eingeschätzt. Für Schulabgänger, die starkes Interesse an diesem Bereich haben, erfordert die gegenwärtige Situation ein hohes Maß an Geduld. Da für diesen Bereich die Qualifikationsanforderungen ständig im Steigen begriffen sind, sollten diese Interessenten darüber nachdenken, die Durststrecke bis zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages zur Verbesserung ihrer allgemeinbildenden oder berufsfeldbezogenen Qualifikationen zu nutzen.

Auch im Bereich der akademischen Jobangebote zeigen sich deutliche Auswirkungen der Wirtschaftskrise, mit ca. einen Viertel weniger Stellenangeboten. Besonders drastisch hat es die Ingenieure getroffen, was wieder mal bestätigt, dass die Produktion (und nicht der Dienstleistungsbereich) am sensibelsten auf die Krise reagiert. Mit Verweis auf einen Bericht des Handelsblatts wird aber betont, dass der langfristige Trend des Ingenieurmangels in Deutschland noch wirksam ist.

Für die kommenden Monate erwarten die Autoren der Studie der WBS-Training AG eine Steigerung der Stellen-Angebote im Bereich des Online-Handels. Gerade die Krise steigert die Chance für Nischen-Marketing und hier gibt es bei den Unternehmen noch viel Nachholbedarf. Interessant ist auch das Resümee der Autoren zu strukturellen Unterschieden zwischen Ost und West. Man sieht einen Strukturvorteil Ost, denn die Stellenlage sei hier durch die Krise vergleichsweise geringer eingeschränkt worden als im Westen.

DKM7DX6528Q5

Bildungsurlaub für 2010 jetzt planen und beantragen

Den wenigsten Arbeitnehmern ist klar, dass sie einen Rechtsanspruch auf Bildungsurlaub haben. Bildungsurlaub wird bisher nicht sehr stark genutzt, um die berufliche und persönliche Weiterbildung zu fördern, obwohl etliche Bundesländer erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Nutzung von Bildungsurlaub zu fördern. Die letzten Tage des Jahres 2009 könnten also dazu genutzt werden, für das kommende Jahr ein Thema und einen Termin für den Bildungsurlaub zu bestimmen.

Bildungsurlaub ist eine Möglichkeit, um zu einer bezahlten Freistellung von der Arbeit zu kommen und diese Zeit für die persönliche Weiterbildung zu nutzen. „Bildungsurlaub für 2010 jetzt planen und beantragen“ weiterlesen

Mit dem Biorhythmus umgehen und die eigene „innere Uhr“ bestimmen

Zumindest in den deutschen Arbeitszeitgesetzen ist die Existenz der inneren Uhr schon anerkannt. Denn hier sind regelmäßige Pausen und Höchststundenzahlen pro Tag und pro Woche vorgesehen, die dafür sorgen, dass der Biorhythmus des Arbeitenden und seine innere Uhr einigermaßen anerkannt werden.  Und jeden Arbeitenden ist eigentlich klar, das es keinen Sinn macht, ohne Pause und an vielen Tagen mit Überstunden zu arbeiten. Denn die Leistung der Arbeit hängt davon ab, „Mit dem Biorhythmus umgehen und die eigene „innere Uhr“ bestimmen“ weiterlesen

Das Telefongespräch als Ersatz oder Ergänzung des Vorstellungsgesprächs

Immer häufiger wird das Telefon als Ergänzung oder Ersatz für das normale Vorstellungsgespräch genutzt. Auch bei der Anstellung eines Freelancer greifen die Projektleiter und ihre Teams gerne auf das Telefon zurück, wenn sie schnell eine Vielzahl von Bewerbern prüfen wollen. Hierbei werden dann auch schon mal Telefonkonferenzen auf der Seite des Einstellers umgesetzt, wie ich selbst des Öfteren erleben durfte. Hierbei wird dann während einer Projektausschreibung per Mail ein Anruftermin vorgeschlagen, zu dem man sich im Detail mit dem Bewerber beraten werde. „Das Telefongespräch als Ersatz oder Ergänzung des Vorstellungsgesprächs“ weiterlesen

Ausweitung der Stipendien-Förderung für Studenten geplant

Teilweise halten die Proteste der Studenten gehen die Verschulung an den Hochschulen und die ungenügende Förderung der Ausbildung noch an, doch die Bundesregierung hat bereits angekündigt, dass ab dem Beginn des Wintersemesters 2010 die finanzielle Studenten-Förderung verbessert wird. Ab dem 1.10.2010 soll es mehr BAFÖG geben. Hiervon werden in erster Linie Studenten profitieren, deren Eltern kein so hohes Einkommen haben. Zugleich soll aber ein Stipendien-Programm gestartet werden, womit die finanzielle Basis für alle Studenten erweitert werden soll, deren Leistungen im oberen Bereich liegen. „Ausweitung der Stipendien-Förderung für Studenten geplant“ weiterlesen

Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur demographischen Entwicklung und beruflicher Ausbildung

Eine nun veröffentlichte Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung befasst sich mit der Zukunft der beruflichen Ausbildung. Dabei werden vier zentrale Trends herausgearbeitet, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bestimmend sein werden:

  • der Wandel der Arbeitswelt hin zur Dienstleistungsgesellschaft
  • die demographische Entwicklung mit schrumpfender Bevölkerungszahl
  • die weitere Globalisierung mit neuen Herausforderungen für Unternehmen und Arbeitskräfte
  • technologische Entwicklungen, die Tätigkeitsfelder und Branchen umfassend verändern.

Aus diesen allgemeinen Trends werden dann verschiedene Veränderungen abgeleitet, die für die betriebliche Ausbildung und weitere Ausbildungsangebote prägend sein werden.

So wird die Zahl der Jugendlichen, die für betriebliche Ausbildungen zur Verfügung stehen, bis 2030 um etwa 20 % abnehmen. Die Betriebe werden dann verstärkt Jugendliche übernehmen müssen, die bisher weniger Chancen für eine fundierte Berufsausbildung hatten. Die Anforderungen für die betrieblichen Ausbilder steigen an. Die Studie geht auch davon aus, dass die Angebote an Ausbildungsplätze auf dem gleichen Niveau wie bisher bleiben.

Die geringere Bereitschaft für betriebliche Berufsausbildungen hängt mit dem Trend zu universitären Ausbildungen (Hochschulen und Fachhochschulen) eng zusammen. Zwar gebe es noch starke Schwierigkeiten bei der Gestaltung des Bologna-Prozesses (Bachelor- und Masterabschlüsse), doch die Forscher gehen davon aus, dass diese Differenzierung die Attraktivität der Uni-Abschlüsse erhöht. Man kann dann auch schneller zu einem erfolgreichen Abschluss kommen.

Für die Bildungsanbieter im beruflichen Fort- und Weiterbildungsmarkt ergeben sich bis 2030 erhebliche Anpassungs- und Modernisierungsanforderungen. Während hier kurzfristig noch Kapazitäten aufgebaut werden, muss längerfristig mit einen Rückbau der Infrastruktur gerechnet werden. Es kommt auch zu einer weiteren Zentralisierung: Jugendliche und andere Mitarbeiter werden für Weiterbildungsmaßnahmen größere Wege einplanen müssen. Die Angebote werden detaillierter und müssen damit auch größere Regionen ansprechen. Die Experten rechnen auch damit, dass einige Anbieter aus dem Markt ausscheiden und dass andere Anbieter erhebliche Verschiebungen ihres Angebotsprofils vornehmen müssen.

Alle Trends bündeln sich hin zum Begriff Europa. Die Experten halten dem einheitlichen europäischen Bildungsraum bis 2030 für erreichbar.  Die Vergleichbarkeit und wechselseitige Anerkennung der beruflichen Qualifikationen hat schon begonnen und wird sich in den nächsten Jahren verstärken. Immer mehr EU-weite Vorgaben sorgen für eine hohe Vergleichbarkeit der Ausbildungen und zur Möglichkeit grenzüberschreitender Weiterbildung.

Weitere Ergebnisse der Studie findet man in http://www.bmbf.de/pub/auswirkungen_demografische_entwicklung_berufliche_ausbildung.pdf

Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun zur Effektivierung beruflicher Kommunikation nutzen

Der Kommunikationsexperte Friedemann Schulz von Thun ist schon lange im Bereich des Kommunikationstrainings erfolgreich tätig und hat über sein Hamburger Institut und die Hamburger Uni kreativ auf die Diskussion um effektive Kommunikation eingewirkt. In pädagogischen Kreisen ist er sehr bekannt, da man besonders in Schulen und anderen Ausbildungsstätten seine praktischen Modelle kommunikativen Verhaltens gern aufgegriffen hat, um Schwierigkeiten in der Kommunikation besser zu verstehen und zu verbessertem kommunikativen Verhalten zu kommen.

Besonders bekannt ist Friedemann Schulz von Thun durch seine Buchreihe „Miteinander reden“, die in hohen Auflagen von Rowohlt publiziert wird. Zentrales Element seines Ansatzes ist das Kommunikationsquadrat, das deutlich macht, das jede kommunikative Handlung gleichzeitig auf 4 Ebenen abläuft: Jede kommunikative Verhaltensweise (also zum Beispiel die Anweisung eines Chefs an einen Mitarbeiter) ist hinsichtlich dieser Ebenen unterschiedlich zu bestimmen (vgl. auch die Webseite http://www.schulz-von-thun.de/mod-komquad.html, insb. die Grafiken).

Dies kann man an einem Beispiel verdeutlichen. Chef zum Mitarbeiter: „Prüfen Sie bitte Ihre Kalkulation nochmals nach!“ Zunächst bezieht sich der Chef auf eine Sachinformation (eine bestimmte Kalkulation, die der Mitarbeiter für ihn angefertigt hat). Gleichzeitig ist die Aussage des Chefs eine Aussage darüber, wie er die Beziehung sieht, etwa in dem Sinne, dass er zum Ausdruck bringt, dass er derjenige ist, der hier Anweisungen geben kann. Weiterhin könnte die Aussage des Chefs so gedeutet werden, dass er Fehler oder Mängel an der Kalkulation befürchtet. Diese Selbstkundgabe ist allein an dem beispielhaften Satz nicht einfach abzuleiten. Hier müssten noch weitere Informationen aus der Situation vorliegen. Deutlich hingegen ist der Aspekt des Appels: Der Chef bittet den Mitarbeiter, etwas Bestimmtes zu tun.

Grundsätzlich ist jede Aussage in diese 4 Ebenen zu unterteilen: Sachaussage, Beziehungsaussage, Selbstaussage und Appel. Kompliziert wird die Kommunikation noch dadurch, dass Sender und Empfänger der Botschaft möglichweise ihren Schwerpunkt auf unterschiedliche Ebenen legen. Während der Chef nur die Sachaussage oder den Appel im Blick hat, hört der Mitarbeiter eine Kritik an seiner Arbeit oder seiner Person. Damit sind Konflikte in der Kommunikation vorprogrammiert.

Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun kann für beteiligte Kommunikationspartner in der beruflichen Kommunikation genutzt werden, wenn sich beide Seiten darum bemühen, jeweils alle Seiten einer Botschaft zu hören und in ihre Reaktionen einzubeziehen. Der Chef kann sich überlegen, wie er deutlich macht, dass er im konkreten Fall keine Kritik sondern lediglich eine erneute Prüfung aus Sicherheitsgründen veranlassen will. Der Mitarbeiter könnte eine vermeintlich oder tatsächlich gehörte Kritik thematisieren und durch „aktives Zuhören“ in den Kommunikationsprozess einbeziehen.

Das Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun ist seit Jahren ein sehr erfolgreich eingesetztes Analyse-Instrument in Kommunikationstrainings von Managern und Mitarbeitern. Förderlich für die Effektivierung beruflicher Kommunikation wäre es auch, wenn dieses und andere Kommunikationskonzepte in der tatsächlichen beruflichen Alltagskommunikation verbalisiert würden, damit es stärker gelingt, die Praxis der Kommunikationsseminare im Alltag der Kommunikation wirksam werden zu lassen.

Studentenstreik und Verschulung des Studiums

Innerhalb der letzten Wochen waren die Studentenstreiks an den deutschen Hochschulen ein breites Thema innerhalb der Medien. Während früher die Streiks der Studenten oder andere Protestmaßnahmen an den Hochschulen kaum wahrgenommen wurden, ist das jetzt anders, möglicherweise auch, weil die Verschulung der Hochschulbildung inzwischen sehr kritisch gesehen wird.

Grund für die Verschulung und die damit verbundenen Studentenproteste ist der sogenannte Bologna-Prozess. Die früher sehr langwierigen Studienprozesse wurden durch ein Aufbau-Studium ersetzt. Während ein kurzes Bachelor-Studium eine breite Basis für beruflichen Einstieg legen sollte, kann die akademische Bildung hauptsächlich über darauf aufbauende Master-Studiengänge erreicht werden. Die Bachelor-Studiengänge sind aber in den 6 Semestern nur zu schaffen, wenn die Studieninhalte verschult werden. Die Studenten haben Anwesenheitszeiten an der Uni von mehr als 30 Stunden pro Woche und müssen sich sehr häufig studienabschlussrelevanten Prüfungen unterziehen. Das Studium zum Bachelor-Abschluss ähnelt daher eher einer schulischen Ausbildung und weniger einem Studium.

Neben dieser Verschulung (und dem Stress des sehr kurzfristig angelegten Studiums) sorgen Aufnahmesperren beim Master für weiteren Ärger. Denn diesen Studienabschluss bekommen nur die Studenten, die gute Noten vorlegen können. Da die Wirtschaft bisher die Bachelor-Abschlüsse nicht als vollwertiges Studium anerkennen will, entstehen jetzt für viele Studenten Existenzsorgen, wenn sie die Hürde zum Master nicht nehmen können.

Angesichts dieser Kritik lassen sich Wissenschaft und Politik auf eine Reformen-Diskussion ein. Möglicherweise sollen die Bachelor-Studiengänge längere Laufzeiten haben, damit die Verschulung zurückgehen kann. An eine Aufgabe des zweistufigen Bologna-Prozesses denkt aber niemand, da dieses Konzept auch europäisch verankert ist.

Damit die Inhalte des Studiums besser auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt werden können, greifen mache aber auch ältere Ideen auf, die unter dem Stichwort „Mitbestimmung“ laufen. So wurde bei Spreeblick gefordert, dass man den Studenten mehr Mitwirkungsmöglichkeiten bei den zu vermittelnden Inhalten geben sollte. Schließlich seien die Studenten keine Kinder mehr und hätten selbst viele Kompetenzen, die Inhaltsplanung des Studiums mitzubestimmen.

Es wird sich zeigen, ob die Kritik am Bologna-Prozess anhält und zu Reformen bei den Studieninhalten der Bachelor-Studiengänge führen. Ebenfalls nach wie vor sehr unzureichend gelöst ist auch die Finanzierung des Studiums für die Studenten.

Steuerfreie Leistungen des Arbeitgebers nutzen

In der gegenwärtigen Konjunktur-Situation ist es nicht einfach für Arbeitnehmer, ihre Chefs wegen einer Lohn- oder Gehaltserhörung anzusprechen. Zumal ja jede Brutto-Erhöhung im starken Maße durch steigende Sozialabgaben und höhere Steuern belastet wird. Allerdings gibt es noch einen anderen Weg, die persönliche Situation aufzubessern: durch steuerfreie Leistungen des Arbeitgebers. Auch für die Arbeitgeber könnte sich dies unter Umständen rechnen, denn er kann diese Zulagen flexibler handhaben und sie besser auf gegenwärtige Möglichkeiten anpassen.

Allerdings müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf achten, dass die steuerfreie Leistung des Arbeitgebers nicht einfach eine Barentlastung für den Mitarbeiter darstellt. „Steuerfreie Leistungen des Arbeitgebers nutzen“ weiterlesen

Mobile Dienste für Geschäftsprozesse nutzen

Die zunehmende Bedeutung des Internets und die zunehmenden Möglichkeiten auf das weltweite Netz recht einfach von überall aus zugreifen zu können, machen mobile Geschäftsprozesse für die Unternehmen interessant. Es geht darum, dass der Mitarbeiter unterwegs schnell und sicher die Informationen der Firmendatenbanken abfragt und auch ändert; z.B. indem er seine Arbeitszeiten für die Kundenrechnungen dem System mitteilt. Das früher umständliche und teure Vorgehen über Papierformulare und Dateneingabe-Stationen sollte der Vergangenheit angehören. „Mobile Dienste für Geschäftsprozesse nutzen“ weiterlesen

Welche Daten darf ein Arbeitgeber bei der Einstellung verlangen oder erheben?

In den letzten Tagen hat die Diskussion über Blutproben bei Einstellung von Arbeitnehmer wieder die Diskussion über ein „Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz“ entfacht, das gegen Ende der letzen Legislaturperiode des Bundestages schon erledigt schien (vgl. http://www.dir-info.de/autor/rainer-meyer/neuregelung-des-arbeitnehmerdatenschutzes-seit-1.9.2009.html).

Grund waren unter anderen die Blutuntersuchungen, die ein Autokonzern bei Bewerbern für einen Job im Unternehmen erhob, „Welche Daten darf ein Arbeitgeber bei der Einstellung verlangen oder erheben?“ weiterlesen