Strompreise im Aufwind

Strom ist bereits in den letzten Jahren stärker von Preisanhebungen betroffen, als andere Produkte des täglichen Bedarfs. Nun ist durch das Atommoratorium und die politische Diskussion um das Ende des Atomstroms ein weiterer Faktor wirksam geworden, der den Strompreis nach oben treibt. Verbraucher können durch Einsparmaßnahmen und gezielte Recherche nach günstigen Stromanbietern dem Preistrend beim Strom entgegenwirken. „Strompreise im Aufwind“ weiterlesen

Beratungspflichten einer Bank bei Zinswetten verschärft

Auf die Zinsentwicklung zu wetten, kann hohe Erträge einbringen, ist aber auch mit hohen Risiken verbunden. Das gilt besonders für sogenannte Swap-Geschäfte. Bei Swaps werden keine Papiere direkt getauscht, sondern nur die Erträge der Papiere. Ob dem normalen Anleger so klar ist, welche Risiken damit verbunden sind, wird dann oft juristisch geprüft, wenn die Anleger Schiffbruch erlitten haben. Der Bundesgerichtshof hat nun eine große deutsche Bank wegen ihrer Beratungspraxis bei Geldanlagen in solche Zinswetten gerügt und einem Anleger Schadensersatz gewährt. „Beratungspflichten einer Bank bei Zinswetten verschärft“ weiterlesen

Inflationsindexierte Bundesanleihen

Nachdem die Preise erkennbar im Aufwind sind und auch die Zinsen diesem Trend folgen werden, kommt wieder die Angst vor Inflation auf. Geldanleger machten sich dann besonders Sorgen, wenn sie sehr langfristig mit einem festen Zinssatz gebunden sind. Dann führt die steigende Inflation dazu, dass die effektive (inflationsbereinigte) Rendite gegen 0 geht oder gar negativ wird. Kaum bekannt ist, dass die Bundesrepublik Deutschland als Kreditnehmer mit inflationsindexierten Bundesanleihen eine Absicherungsalternative anbietet. Bei den inflationsindexierten Bundesanleihen sichert man sich einen zusätzlichen Inflationsausgleich bei der Geldanlage. „Inflationsindexierte Bundesanleihen“ weiterlesen

Krankenkassen können fehlende Zusatzbeiträge pfänden lassen

Bei den gesetzlichen Krankenkassen ist es möglich, dass neben den normalen Beitragszahlungen Zusatzbeiträge erhoben werden, wenn die Einnahmen nicht ausreichen. Bisher haben nur wenige Krankenkassen von dieser Möglichkeit der Zusatzbeiträge Gebrauch gemacht. Bisher ist es auch so, dass die Zusatzbeiträge zur Krankenkasse direkt von den Versicherten zu überweisen sind. Doch was passiert, wenn diese ihre Zusatzbeiträge nicht zahlen? „Krankenkassen können fehlende Zusatzbeiträge pfänden lassen“ weiterlesen

Arbeitszimmer kann steuerlich geltend gemacht werden

Lange Zeit war es umstritten: Das Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung. Die Politik und die Finanzämter haben mehrere Anläufe unternommen, die steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitszimmers zu beschränken oder ganz zu unterbinden. Dabei wurde aber übersehen, dass viele Arbeitnehmer ein häusliches Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung brauchen. Nun hat die Zeitschrift test umfassend deutlich gemacht, wie ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich geltend zu machen ist. „Arbeitszimmer kann steuerlich geltend gemacht werden“ weiterlesen

Kapitallebensversicherung wird am 2012 noch unattraktiver

Die Kapitallebensversicherung ist in Deutschland sehr beliebt. Angeblich hat jeder rein statistisch mindestens jeder eine Kapitallebensversicherung. Eine Kapitallebensversicherung ist eine Geldanalagerform, bei der im Todesfall die Versicherungssumme vorzeitig an die Begünstigten ausgezahlt wird. Aber zu einem festgelegten Zeitraum in der Zukunft kann auch der Versicherungsnehmer selbst auf die Erträge der Kapitallebensversicherung zurückgreifen. „Kapitallebensversicherung wird am 2012 noch unattraktiver“ weiterlesen

Neues Gesetz zum Anlegerschutz

Am letzten Freitag hat der Deutsche Bundestag ein Gesetz zur Verbesserung des Anlegerschutzes verabschiedet. Die Reaktionen bei Medien und Verbänden war überwiegend kritisch. Aufgegriffen wurde die Idee zum „Beipackzettel“ für Finanzprodukte. Darüber hinaus gibt es weitreichende Regeln zur Registrierung der Mitarbeiter von Unternehmen, die Anlageberatung durchführen. „Neues Gesetz zum Anlegerschutz“ weiterlesen

Tank- oder Geschenkgutscheine des Arbeitgebers können steuerfrei sein

Wer als Arbeitgeber seinen Mitarbeitern was Gutes tun will, der zahlt Ihnen mehr Lohn. Dumm nur, dass hierauf Steuern und Sozialversicherungsbeiträge fällig werden, die es in vielen Fällen nicht mehr so interessant erscheinen lassen, Löhne oder Gehälter nach oben anzupassen. Deshalb kamen viele Arbeitgeber auf die Idee, Tank- oder Geschenkgutscheine für die Mitarbeiter auszuhändigen. Dumm nun, wenn solche „geldwerten Vorteile“ auch versteuert werden müssen. Nun hat aber der Bundesfinanzhof entschieden, dass solche Tank- und Geschenkgutscheine in vielen Fällen doch steuerfrei sind. „Tank- oder Geschenkgutscheine des Arbeitgebers können steuerfrei sein“ weiterlesen

Moderate Rentenerhöhungen werden für die nächsten Jahre erwartet

In den letzten Jahren blieb die Rentenentwicklung deutlich unter den Erwartungen der Rentner, aber insgesamt waren die Einkommenssteigerungen bei den Arbeitnehmerhaushalten auch sehr niedrig. Letzeres ändert sich zurzeit und daher können auch die Rentner in den nächsten Jahren mit besseren Rentenerhöhungen rechnen. „Moderate Rentenerhöhungen werden für die nächsten Jahre erwartet“ weiterlesen

Erhöhte Arbeitnehmerpauschale für 2011

Wer als Arbeitnehmer arbeitet, der bezieht Einkommen aus abhängiger Beschäftigung, die als getrennte Einkommensart steuerlich berücksichtigt wird. Für diese Einkommensart gibt es schon immer eine Pauschale in der Einkommenssteuererklärung. Dies bedeutet, dass ohne weiteren Nachweis Werbungskosten in Höhe der Arbeitnehmerpauschale bei der Einkommenssteuererklärung berücksichtigt werden. Man zahlt also weniger Steuern und muss steuermindernde Werbungskosten nicht nachweisen, wenn diese unterhalb der Arbeitnehmerpauschale liegen. Nun haben sich die Verantwortlichen der schwarz-gelben Koalition in Berlin darauf geeinigt, dass bereits in 2011 die Arbeitnehmerpauschale erhöht wird, und zwar auf 1000 Euro pro Arbeitnehmer. „Erhöhte Arbeitnehmerpauschale für 2011“ weiterlesen

Private Krankenversicherung für Hartz IV Empfänger

Wer arbeitslos ist, aber arbeiten könnte, der hat nach dem Auslaufen des Arbeitslosengeldes I Anspruch auf Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt. Vorausgesetzt sein Vermögen überschreitet nicht gewisse Freigrenzen. Ist der Hartz IV Empfänger Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, dann ist sein Beitrag für die Krankenversicherung auch durch Hartz IV abgedeckt. Probleme bekommen aber die Hartz IV Empfänger, die Mitglied einer privaten Krankenversicherung sind. Für diese wurden bisher nicht immer die vollen Krankenversicherungsbeiträge übernommen. Nun hat das Bundessozialgericht entschieden, dass für diese Hartz IV Empfänger der volle Basistarif der privaten Krankenversicherung zu übernehmen ist. (Aktenzeichen: B 4 AS 108/10 R L) „Private Krankenversicherung für Hartz IV Empfänger“ weiterlesen

Renditen von Lebensversicherungen sinken langfristig

Die kapitalbildende Lebensversicherung ist in Deutschland sehr beliebt. Rein statistisch betrachtet hat jeder Deutsche mindestens eine. Dieser Erfolg kann nicht nur mit der hohen Motivation erklärt werden, die Versicherungsmitarbeiter haben, eine kapitalbildende Lebensversicherung abzuschließen, sondern auch mit der Motivation der Kunden etwas für die Sicherheit ihrer Angehörigen zu tun. Allerdings ist die Rendite-Performance von kapitalbildenden Lebensversicherungen alles andere als überzeugend. „Renditen von Lebensversicherungen sinken langfristig“ weiterlesen

Vorkasse beim Weihnachtseinkauf: Beliebt aber nicht unproblematisch

Weihnachtsgeschenke können schon mal teurer werden. Beliebt ist daher der Online-Einkauf, denn hier ist oft eine bessere Preisgestaltung möglich. Die Online-Händler tendieren aber immer mehr zum Kauf gegen Vorkasse, denn hier sind sie auf der sicheren Seite. Der Kunde als Verbraucher geht natürlich bei Vorkasse größere Risiken ein, als der Verkäufer. Deshalb will es gut überlegt sein, den Online-Kauf bei einem bisher unbekannten Händler mit Vorkasse umzusetzen, wenn man eine größere Anschaffung plant. „Vorkasse beim Weihnachtseinkauf: Beliebt aber nicht unproblematisch“ weiterlesen

Strafbefreiende Selbstanzeigen bei Steuerdelikten werden erschwert

In den letzten Jahren wurden sie immer populärer: Die strafbefreienden Selbstanzeigen beim Finanzamt, um zu vermeiden, das man bei Steuerhinterziehungen mit erhebliche Sanktionen zu rechnen hat. Populär wurde die strafbefreiende Selbstanzeige vor allem durch die gekauften Steuersünder-CDs aus dem Ausland, bei der viele Steuerhinterzieher die Befürchtung haben mussten, dass ihre Vorgehensweisen dem Finanzamt bekannt werden. Die Selbstanzeige als Notbremse vor der Steuerfahndung soll nun nach Planungen des Bundesministeriums für Finanzen an höhere Anforderungen geknüpft werden. „Strafbefreiende Selbstanzeigen bei Steuerdelikten werden erschwert“ weiterlesen

Basistarif für Arbeitslosengeld- und Sozialhilfeempfänger

Der Basistarif in der privaten Krankenversicherung ist ein relativ neues Angebot. Mitglieder einer privaten Krankenversicherung haben es oft nicht einfach in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln, beispielsweise wenn sie als Selbständige eine Insolvenz erleiden. In diesem Fall können sie in den Basistarif in der privaten Krankenversicherung wechseln. Inzwischen ist von einem Landessozialgericht auch entschieden worden, dass dieser Basistarif für Arbeitslosengeld-II-Bezieher (Hartz IV) durch den Träger der staatlichen Hilfe zu finanzieren ist. „Basistarif für Arbeitslosengeld- und Sozialhilfeempfänger“ weiterlesen

Umzug ist kein wichtiger Kündigungsgrund

Allgemein bekannt ist, dass nicht an jedem Wohnort und in jeder Wohnung ein DSL-Anschluss möglich ist. Denkbar ist auch, dass ein DSL-Anschluss zwar möglich, aber nicht über jeden Anbieter erreicht werden kann. Daher ist es auch denkbar, dass nach einem Wohnungsumzug der DSL-Anschluss nicht mitgenommen werden kann. Für den Kunden bedeutet dies, dass er einen Vertrag erfüllen, also Geld zahlen muss, obwohl er keinerlei Nutzen mehr aus dem Vertrag ziehen kann. Verbraucherfreundlicher wäre hier ein außerordentliches Kündigungsrecht. Doch Umzug ist kein wichtiger Kündigungsgrund, hat der Bundesgerichtshof jetzt entschieden. „Umzug ist kein wichtiger Kündigungsgrund“ weiterlesen

Riester Banksparpläne haben eine solide Basis

Riester Banksparpläne sind bei der Geldanlage mit Riester-Förderung nicht besonders populär. „Riestern“, so bezeichnet man die staatliche Förderung für eine Geldanlage, die darauf ausgerichtet ist, eine zusätzliche private  Rente nach dem Ende des Erwerbslebens zu erlangen. Da diese Form der Altersvorsorge mit staatlichen Fördermitteln unterstützt wird, haben schon viele eine Riester-Geldanlage abschlossen, oft in der Form einer Lebensversicherung. Nun berichtet aber die Zeitschrift Finanztest, dass Riester Banksparpläne auch eine gute Alternative der privaten Altersvorsorge sein können, wenn man die typischen Nachteile einer kapitalbildenden Lebensversicherung oder von spekulativen Fonds bei Riester-Anlagen vermeiden möchte. „Riester Banksparpläne haben eine solide Basis“ weiterlesen

Datenkontrolle: Noten zur Bonität und Kreditwürdigkeit können geprüft werden

Auskunfteien können eine erhebliche Auswirkung auf die Kreditwürdigkeit und die Bonität eines Verbrauchers haben, weil die Auskunfteien bei Rückfragen von Kreditgebern entsprechende Informationen und Bewertungen übermitteln. Arbeitet die Auskunftei mit fehlerhaften oder veralteten Daten – worüber häufig berichtet wird -, dann werden gewünschte Kaufverträge verzögert oder wichtige Verträge (wie Mobilfunkdienste) nicht mehr abschließbar. Deshalb sollte ein interessierter Verbraucher die Möglichkeit nutzen, solche Noten zur Bonität und Kreditwürdigkeit von den Auskunfteien sich mitteilen zu lassen. „Datenkontrolle: Noten zur Bonität und Kreditwürdigkeit können geprüft werden“ weiterlesen

Geringe Wechselbereitschaft der Verbraucher beim Energie-Anbieter

Angesichts laufend gestiegener Energiepreise und Kritik an der Untätigkeit der Politik hatte Bundeswirtschaftminister Rainer Brüderle die Verbraucher aufgefordert, aktiver den Wechsel der Strom- oder Gas-Anbieter anzugehen. Aus der Sicht einer marktwirtschaftlichen Politik macht diese Aufforderung Sinn. Denn nur wenn die Verbraucher flexibel und schnell zum günstigsten Anbieter wechseln, funktioniert die Marktwirtschaft. Nur dann entsteht Wettbewerbsdruck, der auch zur Senkung der Preise führen kann. Bleiben dagegen die Verbraucher, aus welchen Gründen auch immer, beim traditionellen Anbieter von Strom oder Gas, dann gibt es keinen Wettbewerbsdruck, die monopolartigen Strukturen bleiben erhalten und laufende Kostensteigerungen belasten das Budget der Verbraucher. „Geringe Wechselbereitschaft der Verbraucher beim Energie-Anbieter“ weiterlesen

Mehr Kontrolle am Grauen Kapitalmarkt

Neben dem regulären Kapitalmarkt, der durch Börsenaufsicht und starke Medienbeachtung einer gewissen Kontrolle unterliegt, gibt es noch den Grauen Kapitalmarkt, der definitionsgemäß nicht einer staatlichen Finanzaufsicht unterliegt. Zum Grauen Kapitalmarkt können Schiffsgeschäfte und Immobilien in zukünftigen Touristenregionen gehören; aber auch Glückspielbeteiligungen oder Investments in ausländische Windparks werden zum Grauen Markt gerechnet, der damit ein recht buntes Bild abgibt. Entscheidend ist in jeden Fall: Beim Grauen Markt fehlt es an offizieller Aufsicht und auch oft an einer differenzierten Medienberichterstattung, wodurch Anlagen des Grauen Kapitalmarkts deutlich schwieriger einschätzbar sind hinsichtlich ihres Risikopotentials. Die Graumarkt-Angebote werden auch über sehr unterschiedliche Vertriebswege angeboten: Telefonwerbung und Prospektwerbung über die Post werden genauso praktiziert wie herkömmliche Anzeigenwerbung in kleineren Publikationen und in den letzten Jahren verstärktes Internet-Marketing z.B. über E-Mails. „Mehr Kontrolle am Grauen Kapitalmarkt“ weiterlesen

Energie und Kosten sparen für sozial schwache Haushalte

Der „Stromspar-Check“ war in den vergangenen Jahren für viele sozial schwache Haushalte eine gute Chance Kostensenkung und Energiesparen unter einen Hut zu bringen. Die taz meldet heute, dass dieses innovative Projekt noch im laufenden Jahr gesichert ist, doch es sei noch unklar, wie das Programm zum Energie- und Kosteneinsparen für sozial schwache Haushalte in den nächsten Jahren weitergeführt werden könne. „Energie und Kosten sparen für sozial schwache Haushalte“ weiterlesen

Ärger um Geldabheben am Automaten geht weiter

Wenn man mal schnell etwas Bargeld benötigt, dann ist nicht immer der passende Geldautomat griffbereit. Doch wenn man Geld an einem „fremden“ Automaten abhebt, dann sind erhebliche Gebühren fällig. Nun wurde angekündigt, dass die Privatbanken die Gebühren für Geldabheben am fremden Automaten auf unter 2 Euro senken wollen, doch die Volksbanken und Sparkassen wollen weiter teuer bleiben, was für Ärger bei den Verbrauchern sorgt. „Ärger um Geldabheben am Automaten geht weiter“ weiterlesen

Phishing und Pharming: Risiken beim Online-Banking

Es wird immer üblicher, seine Bankgeschäfte über das Internet zu erledigien. Online-Banking: Das geht schnell und ist praktisch, man hat nämlich alle Konten jederzeit im Blick und kann schell bei Bedarf Beträge zwischen den Konten verschieben. Allerdings fühlen sich viele Kunden beim Online-Banking nicht ganz wohl, denn in den Medien häufen sich die Meldungen zu Online-Banking und Geldverlusten. „Phishing und Pharming: Risiken beim Online-Banking“ weiterlesen

Werbung für Verbraucher-Kredite wird genauer definiert

Die Werbung für Verbraucher-Kredite wurde häufig als irreführend empfunden, weil die genannten niedrigen Zinssätze dann doch für den interessierten Kunden nicht erreichbar waren. So konnte es passieren, dass die anbietende Bank von einer relativ engen Risikoerwartung für den beworbenen Zinssatz ausging. Deshalb hat sich der Gesetzgeber entschlossen, etliche Rahmenbedingungen für die Werbung und Information der Verbraucher-Kredite enger zu fassen. Es geht dabei um die Änderung der Preisangabenverordnung; relevant in Bezug auf die Werbung der Verbraucher-Kredite sind die Seiten 31ff. dieser PDF-Datei (Bundesgesetzblatt) bzw. § 6 a Preisangabenverordnung. „Werbung für Verbraucher-Kredite wird genauer definiert“ weiterlesen

Immobilienfinanzierung und Zinsen: Mischstrategie verfolgen

Gegenwärtig sind die Zinsen für Immobilienfinanzierung auf einem historisch niedrigen Wert angekommen. Das hängt damit zusammen, dass die gegenwärtige Inflation sehr niedrig ist und die Wirtschaft als immer noch als in der Talsohle befindlich empfunden wird. Das führt einerseits zu niedrigen Zinsen und hält anderseits die Kauflaune zurück. Doch gleichzeitig existiert eine diffuse Angst vor Inflation und vor dem Ende des Euro, die auch viele Geld-Anleger zum Einstieg in Sachwerte motiviert. Gegenwärtig profitieren hiervon die Aktien, doch auch der Kauf von Immobilen kann trotz Immobilienfinanzierung ein interessanter Ansatz sein, um vom Sachwerte-Trend zu profitieren. Sollte es tatsächlich zu einer stärkeren Inflation kommen, dann ist es sogar clever gewesen, mittels Immobilienfinanzierung und niedrigen Zinsen jetzt einen Kauf gewagt zu haben. Voraussetzung jeder Immobilienfinanzierung ist es allerdings, dass man sich gründlich mit der Materie befasst hat und nur solche Objekte ernsthaft erwägt, die langfristig über gute Verkehrs- und Infrastruktur verfügen.

Wie auf pressemeldungen-online.de nachzulesen war, bevorzugen die meisten Hypothekenkredite bei der Immobilienfinanzierung. Hier wird die Immobilienfinanzierung an eine feste Laufzeit gekoppelt, bei der die Zinsen von beiden Seiten festgeschrieben sind. Relevante Größen der Immobilienfinanzierung sind die Zinsen und die Tilgung. Meist sind die Zinsen niedriger, wenn eine kürzere Laufzeit der Immobilienfinanzierung gewählt wird. Sofern man mit hohen Raten an Tilgung die Immobilienfinanzierung zurückführen kann, ist es durchaus geschickt, die niedrige Laufzeit mit günstigen Zinsen zu wählen. Allerdings ist das eine Risikovariante der Immobilienfinanzierung, denn nach der kurzen Zins-Bindung von fünf Jahren könnte eine teure Umfinanzierung anstehen, wenn dann die Zinsen sehr hoch sind. Ob und wie hoch die Zinsen in fünf Jahren sind, kann im Moment niemand verlässlich prognostizieren. Sollte es zum befürchteten Preisanstieg kommen, dann ist davon auszugehen, dass die Zinsen für Immobilienfinanzierung ebenfalls sehr stark ansteigen. Normalerweise liegen Zinsen zu Finanzierungszwecken immer deutlich über der Inflationsrate. Denn Kreditgeber wollen auf jeden Fall keinen Wertverlust erleiden, wenn sie jetzt Geld geben, aber erst in Zukunft zurückerhalten.

Für die Immobilienfinanzierung bietet sich daher eine Mischstrategie an, die niedrige Zinsen im Fünfjahresbereich mit etwas höheren Zinsen im Zehnjahresbereich kombiniert. „Immobilienfinanzierung und Zinsen: Mischstrategie verfolgen“ weiterlesen

Mit einem Fremdwährungskonto sich vor der Euro-Krise schützen?

Für Deutsche ist ein Fremdwährungskonto, jedes verfügbare Geldkonto in einer anderen Währung als in Euro. Solch ein Fremdwährungskonto kann im Inland und im Ausland geführt werden. Gegenwärtig gibt es immer noch Diskussion um die Stabilität des Euro. Das wird sich in den kommenden Monaten wohl auch nicht abschwächen, denn die Spekulation um hohe Staatsschulden bei einzelnen Euro-Ländern hält an. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass sich US-Dollar und Euro wieder auf die 1:1-Parität bewegen. Es gibt sogar Leute, die den Euro in der bisherige Form als überholt ansehen und mit Rückkehr der DM liebäugeln. Sollten sich diese Stimmen kurzfristig verstärken, dann kann man erheblich gewinnen, wenn man Teile seines Bargeldes auf ein Fremdwährungskonto transferiert. „Mit einem Fremdwährungskonto sich vor der Euro-Krise schützen?“ weiterlesen

Leerverkäufe in Deutschland deutlich eingeschränkt

Gestern war ich noch davon ausgegangen, dass die Diskussion um die Finanztransaktionssteuer noch länger für Wirbel auf den Finanzmärkten sorgen wird. Nun hat die Bundesregierung einen überraschenden Wechsel in ihrer Kommunikationspolitik vorgenommen und spricht sich selbst für eine Finanztransaktionssteuer aus, etwas was sie noch vor ein paar Tagen weit von sich gewiesen hat. Ergänzt wird die neue Kommunikationspolitik durch tatsächliche Maßnahmen gegen eine bestimmte Börsenspekulation: Ungedeckte Leerverkäufe sind ab sofort vielen deutschen Finanzinstituten verboten. „Leerverkäufe in Deutschland deutlich eingeschränkt“ weiterlesen

Die Finanztransaktionssteuer in der Diskussion

Eine Finanztransaktionssteuer ist keine besonders neue Idee. Schon seit vielen Jahren wird eine Finanztransaktionssteuer als „Tobin-Steuer“ von Globalisierungskritikern gefordert. Doch deren Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer blieb lange unbeachtet, bis vor kurzem mit dem Euroland Griechenland, der Euro als Währung in der Krise eingeschätzt wurde. Die SPD forderte im Bundestag von der Bundesregierung, sie solle sich international für eine Finanztransaktionssteuer einsetzen, sonst könne die SPD nicht den Rettungspakten für die krisengeplagten Euro-Länder zustimmen. „Die Finanztransaktionssteuer in der Diskussion“ weiterlesen

Kirchensteuer auf die Lohnsteuer vermeiden kostet Gebühren

Die Kirchensteuer in Deutschland ist ein merkwürdiges Phänomen. Denn keine anderen Mitgliedsorganisationen der Gesellschaft haben das Privileg, dass ihre Gebühren oder Beiträge über staatliche Steuern eingezogen werden. Dieses Privileg der Kirchensteuer (das nicht nur auf die Lohnsteuer erhoben wird) ergibt sich aus dem Grundgesetz, das sich wiederum auf die Weimarer Reichsverfassung bezieht. Dass die Kirchensteuer sehr eng mit der Lohnsteuer verknüpft wird, begründet sich in der Lohnsteuer-Karte, die jeder pro Jahr von der zuständigen Gemeinde erhält. Hier steht die Religionsgemeinschaft als Abkürzung drin, und wenn der Betrieb auf Basis der Lohnsteuer-Karte die Steuern berechnet, dann muss er die Kirchensteuer automatisch bestimmen und an das Finanzamt abführen. Kirchensteuer muss auch der bezahlen, der nicht in einer Kirche ist, denn wenn sein Ehepartner noch Mitglied einer Kirche ist und dieser weniger Einkommen hat, dann sind für dessen Einkommensteil Kirchensteuern fällig. Dies ergibt sich aus dem Ehegattensplitting, denn die Kirchensteuer wird proportional zur Lohnsteuer berechnet und bei Ehepaaren wird steuerlich davon ausgegangen, dass jeder die Hälfte der Lohnsteuer bzw. Einkommenssteuer bezahlt. „Kirchensteuer auf die Lohnsteuer vermeiden kostet Gebühren“ weiterlesen

Bankgebühren müssen nicht immer zulässig sein

Die Bankgebühren, die man für bestimmte Vorgänge zu zahlen hat, können durchaus sehr unterschiedlich begründet werden. In der Fachsprache der Juristen spricht man aber meist nicht von Bankgebühren, sondern von Bankentgelten. Solche Bankgebühren (z.B. für die Ausgabe von Scheckkarten) sind vom Prinzip her zulässig, wenn den Bankgebühren entsprechende Gegenleistungen gegenüberstehen. „Bankgebühren müssen nicht immer zulässig sein“ weiterlesen

Rückkauf einer Lebensversicherung: Alternative zur Kündigung?

Nach wie vor beliebt bei Anlegern in Deutschland ist die Lebensversicherung. Gemeint ist als Anlageprodukt die kapitalbildende Lebensversicherung, die auch in einigen Varianten als Rentenversicherung bezeichnet wird. Hier wird ein großer Teil des laufenden Einzahlungsbetrags in die Lebensversicherung von der Lebensversicherungs-Gesellschaft angelegt und nach Ablauf des Einzahlungszeitraums als Einmalbetrag (Lebensversicherung) oder als laufende Monatszahlung (Rentenversicherung) mit mehr oder weniger guter Rendite zurückgezahlt. Das Problem bei dieser Art der Lebensversicherung ist, dass hohe Kosten in den Anfangsjahren eine mögliche Kündigung der Lebensversicherung deutlich erschweren. Aber solche Kündigungen von Lebensversicherung sind recht häufig, denn viele Kunden können nicht über viele Jahre und Jahrzehnte damit planen, dass sie regelmäßig einen hohen Betrag ihres Einkommens für eine Lebensversicherung verwenden.

Als Alternative zur Kündigung der Lebensversicherung wird der Rückkauf von einigen Experten vorgeschlagen. „Rückkauf einer Lebensversicherung: Alternative zur Kündigung?“ weiterlesen

Führt die Griechenland-Krise über kurz oder lang zur Wiedereinführung der DM?

Nachdem die Bankenkrise 2008 durch viel Kredit-Geld einigermaßen in den Griff bekommen war, kündigte sich bereits kurze Zeit später eine Währungskrise in der Euro-Zone an. Die Gründe für die Bankenkrise sind ähnlich wie bei der Währungskrise. Einmal ist der Schuldner eine Bank, bei dem man das Vertrauen verloren hat, dass er noch seine Verpflichtungen leisten kann, ein anderes Mal ist es ein Land, bei dem Zweifel an der Zahlungsfähigkeit gegenüber den Gläubigern laut werden. Interessanterweise dauert es aber immer recht lang, bis das Phänomen abnehmender Glaubwürdigkeit auf die Kurse der Anleihen durchschlägt. Entscheiden sich aber die international tätigen Rating-Agenturen für eine Absenkung der Bewertung, dann ist oft kein Halten mehr und die Kurse der entsprechenden Anleihen gehen rasant in den Keller.

Nun haben die noch solventen Euro-Länder sich entschlossen, der sehr kleinen griechischen Volkswirtschaft mit Euro-Krediten über die Runden zu helfen. Dafür müssen die Griechen im Gegenzug erhebliche Sanierungsmaßnahmen treffen. Viele konservative Kritiker lehnen diese Hilfe auf Euro-Basis aber ab, denn die Stabilität des Euro gerate dadurch in Gefahr. Stattdessen sollten die Griechen wieder die Drachme einführen und sich aus dem Euro-Verbund verabschieden. Dieser Vorschlag wird aber so nicht umsetzbar sein, denn wie beispielsweise von vielen Seiten  erläutert wurde, würde die Ankündigung eines Umtausches von Euro in Drachme dazu führen, dass alle griechischen Geldanleger ihre Euro-Bestände in Bargeld umwandeln und/oder ins Ausland verschieben. Ein Ausschluss eines Mitglieds aus dem Euro ist nicht nur nicht vorgesehen, sondern aus praktischen Gründen auch nicht umsetzbar. „Führt die Griechenland-Krise über kurz oder lang zur Wiedereinführung der DM?“ weiterlesen

Freiwillige Arbeitslosenversicherung in der Diskussion

Kaum bekannt und bisher wenig genutzt ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige. Dass es überhaupt eine freiwillige Arbeitslosenversicherung gibt, verdankt sich dem Umstand, dass man seit einigen Jahren gezielt die Existenzgründung fördert. Hier sollte eine freiwillige Arbeitslosenversicherung eine zusätzliche Motivation schaffen, denn wenn man auch als Selbstständiger gegen Arbeitslosigkeit versichert ist, dann kann man das Risiko eines möglichen Scheiterns besser bewältigen. Relevant ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit. Die Regelung ergibt sich nach § 28a (Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag) des dritten Sozialgesetzbuches.

Möglicherweise ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung auch deshalb so unbekannt, weil dieser Paragraph recht umständlich formuliert wurde. Der springende Punkt ist: Man muss innerhalb von einem Monat nach Beginn der selbständigen Tätigkeit den Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung bei der Bundesagentur für Arbeit einreichen und hat gute Aussichten auf Aufnahme in die freiwillige Arbeitslosenversicherung, wenn man innerhalb der letzten 24 Monate vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit mindestens zwölf Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat bzw. von dieser Entgeltersatzleistungen (=Arbeitslosengeld I) bezogen hat. Deshalb ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige besonders relevant für Existenzgründer, die mit Existenzgründungszuschuss des Arbeitsamtes (der heutigen Bundesagentur für Arbeit) ihre Selbständigkeit beginnen. In Seminaren für Existenzgründer wird auf diese Möglichkeit hingewiesen, weshalb zu erwarten ist, dass besonders viele dieser Seminarteilnehmer auch eine freiwillige Arbeitslosenversicherung abgeschlossen haben.

Kaum beachtet ist aber, dass am Ende von § 28a eine Frist genannt ist. Am 31.12.2010 könnte die Möglichkeit für eine freiwillige Arbeitslosenversicherung auslaufen. Deshalb diskutieren Bundesregierung und Bundestag über eine Verlängerung, Veränderung oder Verteuerung der freiwilligen Arbeitslosenversicherung. Grüne und Linke fordern als Oppositionsparteien eine Ausweitung der Möglichkeiten der freiwilligen Arbeitslosenversicherung.  Dass die Regierung die freiwillige Arbeitslosenversicherung zwar weiterführen, aber erheblich an der Kostenschraube drehen will, wird gelegentlich vermutet.

Ob es so teuer wird, Mitglied der freiwilligen Arbeitslosenversicherung zu werden oder zu bleiben, bleibt abzuwarten. Beiträge von 100 Euro würden sicherlich einen Abschreckungseffekt haben und die gute Idee der freiwilligen Arbeitslosenversicherung zum Scheitern verurteilen. Solange gegenwärtig die Eintrittsbedingungen in die freiwillige Arbeitslosenversicherung günstig sind, sollte man diese Chance nutzen, um deutlich zu machen, dass man auch als Selbständiger ein hohes Interesse an sozialer Absicherung hat.