Safer Internet Day

Heute ist der Safer Internet Day, ein Tag, der auf Datenschutz und Datensicherheit im Internet hinweisen soll. Da immer mehr Nutzungsmöglichkeiten von Dienstleistungen und Warenkauf über das Internet abgewickelt werden, sind die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit gestiegen. Der Safer Internet Day macht auf die Problematik aufmerksam, wie man am folgenden Video aus dem Vorjahr erkennen kann.

Schließlich möchte man als Käufer von Angeboten aus dem Internet nicht ein komplettes Persönlichkeitsprofil bei potentiellen Verkäufern hinterlassen. Auch die Verknüpfung von Daten mit Angaben aus sozialen Netzwerken ist problematisch für Internet-Nutzer. Schwerpunkt beim Safer Internet Day ist der Datenschutz für Kinder im Internet. Der Safer Internet Day findet wie in jedem Jahr am zweiten Dienstag im Monat Februar statt. Verantwortlich für die Koordination beim Safer Internet Day in Deutschland ist die Website klicksafe, die zum diesjährigen Safer Internet Day auf ein Kinderquiz entwickelt hingewiesen hat. „Safer Internet Day“ weiterlesen

Linksetzung kann Presse- bzw. Meinungsfreiheit beanspruchen

Auch für Privatleute ist die Linksetzung ein wichtiges Thema. Denn viele publizieren nicht nur in eigenen oder fremden Blogs, viele schreiben auch Kommentare auf Publikationsseiten wie spiegel.de oder wikipedia.org oder in sozialen Netzwerken wie Facebook. Begeben sie sich dabei in die Öffentlichkeit, dann kann man fragen, ob sie für eine Linksetzung zu möglicherweise rechtswidrigen Inhalten in Haftung genommen werden können. Zu dieser Frage hat das Bundesverfassungsgericht nun eine wichtige Entscheidung getroffen, die sich zu Gunsten der Publizisten auswirkt. „Linksetzung kann Presse- bzw. Meinungsfreiheit beanspruchen“ weiterlesen

Brüssel macht sich stark für einen digitalen Radiergummi

Der Begriff des digitalen Radiergummis wurde ursprünglich sehr technisch verstanden. Bereits beim Abspeichern eines Fotos sollte dieses mit einem Schlüssel versehen werden, der dann dafür sorgt, dass der Ersteller des Fotos die Kontrolle über die Verwendung des Fotos behält. Der normale Internet-Nutzer versteht aber etwas anders unter digitalen Radiergummi: Er will selbst darüber entscheiden, was mit den Daten geschieht, die er produziert. Er kann sich dann jederzeit entscheiden, dass diese digitalen Daten gelöscht werden. In Brüssel greift man nun diese Idee eines digitalen Radiergummis auf, wie die taz von heute zum Thema „Recht auf Vergessenwerden“ berichtete.

Das folgende Video zeigt auf, dass die ursprüngliche Idee eines digitalen Radiergummis mit verschiedenen Problemen behaftet ist:

So führt die Verwendung eines Schlüssels in einem Foto dazu, dass protokolliert werden kann, wer wann auf das Foto zugegriffen hat: Das Datenschutzproblem wird vervielfacht. Außerdem kann man nicht verhindern, dass per Screenshot (digitales Abfotografieren des Bildschirms) die Daten ohne Kontrolle in eine andere Form gebracht werden. „Brüssel macht sich stark für einen digitalen Radiergummi“ weiterlesen

Personalisierte Suche bei Google

Google ist nach wie vor die wichtigste Recherchequelle für professionelle (kommerzielle), aber auch für die private Nutzung. Nun kann man auf der amerikanischen Variante der Suchmaschine (google.com) auch als einfacher Nutzer sehr effektiv von der personalisierten Suche profitieren: Suchergebnisse werden gezielt um Resultate aus dem eigenen sozialen Umfeld ergänzt. Während die Suchmaschinen-Konkurrenz international mit Neid und Missgunst reagiert, melden sich die üblichen Bedenkenträger aus der Datenschutz-Szene und zeigen in Szenarios auf, dass die neue Funktion die Privatsphäre gefährdet. Doch kaum jemand fragt danach, ob denn eine personalisierte Suche überhaupt hilfreich für den normalen Nutzer ist.

Google selbst vermarket sehr aktiv die neue personalisiere Suchmöglichkeit; beispielsweise mit folgenden Video:

Gegenwärtig kann man die neue personalisierte bei Google nur auf der amerikanischen Website testen und nutzen und muss zudem mit einem Google-Konto angemeldet sein. „Personalisierte Suche bei Google“ weiterlesen

Facebook bindet die meiste Nutzerzeit

Rasant auf Erfolgskurs bleibt das soziale Netzwerk Facebook. Denn nun hat der Branchenverband IT herausbekommen, dass Facebook mit 16 Prozent der Nutzungszeit weit vor allen anderen Webangeboten liegt. Facebook liegt mit weitem Abstand vor Google, das bisher bei der Internetnutzung als unvermeidbare Recherchequelle dominierte. Ob und wie man seine Zeit bei Facebook verwendet, ist aber bei den Experten umstritten.

Wie wenig sinnvoll die übliche Facebook-Nutzung aus satirischer Sicht ist, hat der Südwestrundfunk in einem schönen Video deutlich gemacht:

Doch diese Sichtweise scheint für die meisten Intensiv-Facebook-Nutzern fremd zu sein. „Facebook bindet die meiste Nutzerzeit“ weiterlesen

Ungefragt Fotos veröffentlichen

Eine Umfrage bei Internet-Nutzern hat kürzlich ergeben, dass viele ungefragt Fotos von Arbeitskollegen, Bekannten, Freunden oder Familienangehörigen im Internet veröffentlichen. Eine ungenehmigte Veröffentlichung von Fotos, bei denen man die Personen erkennen kann, ist aber wegen des Rechts am eigenen Bild nicht erlaubt. Doch dieses Recht ist vielen nicht bekannt und deshalb kommt es häufig zu Fotoveröffentlichungen, die nicht erlaubt sind.

Relevant für Fotos von anderen Personen sind nicht nur die für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglichen Plattformen wie YouTube oder Flickr. Foto von anderen Personen finden sich auch sehr oft auf Social-Media-Profilseiten wie Facebook oder Google Plus. Dort wird man motiviert, viele Fotos zu veröffentlichen und niemand prüft, ob die Abgebildeten auch mit der Veröffentlichung einverstanden sind. Bei Social-Media-Plattformen gehen auch viele davon aus, dass sich diese Veröffentlichung quasi im privaten Bereich abspielt. Das ist aber oft nicht zutreffend, denn über die üblichen Profileinstellungen bekommen viele Personen Einblick in die Fotos, sodass man kaum mehr von einer bloß privaten Veröffentlichung ausgehen kann.

Relevant für die rechtliche Beurteilung der ungenehmigten Fotoveröffentlichung anderer Personen ist der Paragraf 22 des Gesetzes betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie: Bildnisse wie Fotos oder genaue Zeichnungen dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich gemacht werden.

Von einer Einwilligung in die Veröffentlichung ist dann nicht auszugehen, wenn der Betreffende nett in die Kamera lächelt. Denn er weiß ja nicht, ob das Foto allein beim Fotografen verbleibt oder auf einer Webseite veröffentlicht wird.

Es gibt sogar einen Strafrechtsparagrafen, der das Veröffentlichen von Fotos von Personen verbietet, ohne dass diese hierzu ihre Einwilligung gegeben haben: § 201a Strafgesetzbuch -Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen:

Wer von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt Bildaufnahmen herstellt oder überträgt und dadurch deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Wer also Fotos auf Veranstaltungen mit Freunden und Familienangehörigen macht und diese auf Webplattformen veröffentlichen möchte, der sollte den Abgebildeten dies mitteilen und um deren Einwilligung bitten.

DSL-Tempo ist oft unzureichend

DSL ist eine amerikanische Abkürzung für „digitaler Teilnehmeranschluss“. Es geht darum, dass man gleichzeitig über die herkömmliche Kupfer-Telefonleitung einen Telefonzugang und einen schnellen Internet-Anschluss bekommt. Dier Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses ist oft ein Argument, um den DSL-Anbieter zu wechseln. Denn dann kann Videos oder Fernsehsendungen direkt im Internet anschauen („streamen“) statt sich umständlich erst die Video-Datei auf die eigene Festplatte zu speichern. Doch wie n-tv mit Bezug auf Verbraucherschützer berichtete, kann das in Werbung versprochene DSL-Tempo oft in der Praxis nicht eingehalten werden. „DSL-Tempo ist oft unzureichend“ weiterlesen

Online-Einkauf bei Unterhaltungselektronik wird immer beliebter

Angesichts der Krisendiskussion um die Währungsstabilität könnte man davon ausgehen, dass die Konsumneigung zurückgeht. Doch dem scheint nicht so zu sein, wie spiegel-online soeben berichtete. Beteiligt am guten Konsumklima ist auch der Online-Einkauf von hochwertigen Konsumgütern. Eine Studie vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Creditreform Consumer GmbH hat jüngst ergeben, dass besonders bei der Unterhaltungselektronik der Online-Einkauf auf dem Vormarsch ist. „Online-Einkauf bei Unterhaltungselektronik wird immer beliebter“ weiterlesen

Social Network Profile können zum Einstellungshindernis werden

Früher war es üblich, dass Personalverantwortliche vor dem Gespräch mit einem Bewerber dessen Namen gegooglt haben. Das ist wohl immer noch denkbar, doch inzwischen gehen Personalverantwortliche auch auf die Profilsuche in sozialen Netzwerke wie Twitter oder Facebook. Die Berliner taz berichtete mit Bezug auf eine amerikanische Untersuchung, dass das für sieben von zehn Bewerbern von Nachteil sein könnte. „Social Network Profile können zum Einstellungshindernis werden“ weiterlesen

Der Google-Effekt zum Gedächtnis

Wenn man heute nach typischen Lernaufgaben gefragt wird, dann kommt man schnell auf die Antwort, wenn man auf das Internet zurückgreifen kann. Dies kann sogar als Argument für die Schulbildung wichtig werden. Denn warum sollte man etwas lernen, was man jederzeit und überall nachschlagen kann. Ein Bericht der amerikanischen Zeitschrift Science hat kürzlich bestätigt, dass dieser Google-Effekt zum Gedächtnis schon Realität ist. „Der Google-Effekt zum Gedächtnis“ weiterlesen

Forderung nach datenschutzfreundliche Voreinstellungen im Internet

Wer bei sozialen Netzwerken im Internet (z.B. Facebook, Twitter, Google Plus) aktiv wird, der muss auch über Datenschutz nachdenken. Denn die Unternehmen, die im Internet zum Mitmachen Mitglieder gewinnen möchten, wollen eher einen geringen Datenschutz wirksam machen, weil nur durch intensive und offene Kommunikation diese Netzwerke gut laufen. Kritische Verbraucher möchten hingegen, dass die Vorstellungen jedes Systems zunächst besonders datenschutzfreundlich ausgerichtet sind. Wer als Nutzer dann mehr Freizügigkeit wolle, der könne ja dann für sich die Datenschutz-Einstellungen offener gestalten. Nun existiert eine Online-Petition für datenschutzfreundliche Voreinstellungen, die der Gesetzgeber umzusetzen hätte. „Forderung nach datenschutzfreundliche Voreinstellungen im Internet“ weiterlesen

Schutz vor Kostenfallen im Internet

Auch in Deutschland sollen Verbraucher besser vor Kostenfallen geschützt werden, die im Internet bisher gerne zur Abzocke genutzt wurden. Das Bundesjustizministerium hat sich lange mit diesen dubiosen Geschäftsmodellen im Internet beschäftigt, die zur Kostenfalle für Verbraucher werden konnten. Nun liegt dem Bundeskabinett ein Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Kostenfallen im Internet vor. „Schutz vor Kostenfallen im Internet“ weiterlesen

Internet-Nutzung fördert die soziale Aktivierung

Wer intensiv mit dem Internet verbunden ist, also z.B. über einen Breitband-Kanal verfügt, der nutzt das Internet möglicherweise viele Stunden am Tag. Für Recherchen, zum Einkaufen und zum Spielen. Gemeinhin denkt man von den Intensiv-Internet-Nutzern, dass diese ihre sonstigen sozialen Kontakte (Offline-Kontakte) vernachlässigen. Doch eine neue Studie aus dem Umkreis des IFO-Institutes zur Internet-Nutzung zeigt auf: Soziale Interaktion und intensive Internet-Nutzung gehen Hand in Hand. „Internet-Nutzung fördert die soziale Aktivierung“ weiterlesen

Software und falsche Internet-Bewertungen

Internetbewertungen sind sehr wichtig, um als Käufer eine Orientierung bei Online-Käufen zu bekommen oder um Offline-Angebote von Dienstleistern besser einschätzen zu können. Doch es besteht der Verdacht, dass ein großen Teil solcher Bewertungen gefälscht ist: Einerseits durch die bewerteten Unternehmen, die sich damit Vorteile versprechen, anderseits durch Konkurrenten, die die betreffenden Unternehmen herabstufen wollen.

Schön wäre es daher für Bewertungsplattformen, wenn sie die Echtheit von Bewertungen mittels Software prüfen könnten. Nun meldet Spiegel-Online, dass es gelungen sei, eine solche Software zu entwickeln. Angeblich erkennt die Software an der Verwendung von Verben und an einer blumigen Ausdrucksweise, ob eine Bewertung ehrlich gemeint oder manipulativ eingesetzt werden soll.

Damit wäre den Software-Entwicklern etwas gelungen, woran bisher Psychologen, Polizei und Gerichte gescheitert sind: Die Unterscheidung von ehrlich bzw. unehrlich Aussagen an Hand von einfachen formalen Merkmalen. Das Verfahren, das Spiegel-Online beschreibt, sieht so aus, dass Forscher vorliegende echte und falsche Bewertungen untersucht haben und dabei typische Unterschiede entdecken konnten. Ob allerdings diese Erkenntnisse auf zukünftige Falsch-Bewertungen übertragen werden können, muss bezweifelt werden, denn wenn die Regeln zur Erkennung der Falschbewertungen erstmal bekannt sind, dann wird es auch nicht lange dauern, bis die Falsch-Bewerter Software einsetzen, um solche Erkennungsmerkmale zu vermeiden.

Bekannt ist, dass solche falsche Internet-Bewertungen auch über Textbörsen angefordert und bezahlt werden. Dort können dann die Auftraggeber den Textern einfach vorgeben, welche typischen Erkennungsmerkmale sie vermeiden sollen: Bitte keine blumige Ausdrucksweise und bitte auch bestimmte Verben vermeiden usw.

Menschliche Intelligenz ist der Software-Erkennung also noch überlegen, weil sie den Kontext der Bewertung berücksichtigen kann. Hier ist dann ablesbar, ob der Bewerter sich auf überprüfbare Daten und Fakten bezieht und insgesamt einen kompetenten Eindruck macht, oder ob er einfach aus dem Bauch heraus urteilt.

Seit kurzen verwenden auch Suchmaschinen Software, um die Qualität von Texten zu bestimmen. Aber auch hier liegt das Problem darin, dass maschinelle Auswertungen nicht den Kontext eines Textes berücksichtigen können.

Datenschutz im Internet hat Nachholbedarf

Wer mit seinem Rechner laufend im Internet surft, der hat sicherlich eine Firewall eingeschaltet und auch der Virenscanner arbeitet in einer aktuellen Version. Und wenn er sein E-Mail-Programm nutzt, dann macht er nie Mail von unbekannten Absendern auf. Doch dieses Bild ist eine Fiktion, denn wie eine von Microsoft in Auftrag gegebene Studie zum Datenschutz im Internet aufgezeigt hat, hat dieser hinsichtlich des Nutzerverhaltens erheblichen Nachholbedarf.

Immerhin 20 % der Nutzer von Rechnern mit Internet-Anbindung haben keine aktuelle Version eines Virenscanners. Und 25 % verzichten auf eine Firewall. Wobei der Punkt mit dem Virenscanner wichtiger ist, denn eine Firewall ist meistens in den Routern eingebaut, die für private Zwecke verwendet werden. Der Virenscanner sollte deshalb jeden Tag aktualisiert werden, weil nur so sichergestellt ist, dass neuartige Viren zeitnah erkannt werden.

Insbesondere die jungen Internetnutzer sind eher unbesorgt, wenn sie ins Internet gehen. Allerdings sagten mehr als die Hälfte dieser Nutzer aus, dass sie nicht so gerne freizügig mit ihren Daten umgehen. Sie wollten nur eingeschränkt Informationen im Internet veröffentlichen; aber es wäre oft sehr schwierig, diese Weitergabe an Daten zu kontrollieren.

Damit zeigen diese jungen Nutzer ein erhebliches Problembewusstsein. Wer in verschiedenen sozialen Netzwerken aktiv ist, der kennt das Problem genau. Für jeden einzelnen Dienst ist eine gesonderte Sicherheitsphilosophie wirksam und für jeden einzelnen Dienst muss man mit sehr differenzierten Methoden Sicherheitsstufen festlegen. Man könnte sich aber auch auf den Standpunkt stellen, dass man alles, was man veröffentlicht, auch für alle, die sich interessieren, veröffentlicht. So als ob man diese Infos an einer Litfasssäule plakatiert. Dann würde man sicher sich jedes Mal genau überlegen, was man denn an der Litfasssäule Internet über sich geschrieben sehen möchte. „Datenschutz im Internet hat Nachholbedarf“ weiterlesen

Neue Top-Level Domains – Ende(t) gut – alles gut?

Was in der Welt der virtuellen Wertschöpfung noch bis vor kurzem undenkbar gewesen wäre, wird schon bald Einzug halten in den Alltag der hart umkämpften Domains bzw. deren Endungen. So beschloss die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) als de facto Weltregulierungs- und Regierungsbehörde des Internet, dass die von ihr definierten Top Level Domain-Endungen künftig durch praktisch jedes denkbare Wort (in jeder Sprache) ergänzt werden können.  So müssen sich die neuen Endungen nicht einmal auf lateinische Schriftzeichen beschränken. Faktisch bedeutet dies, dass bald auch Endungen wie bank, auto, geld oder aber auch erfolg, verkauf, deutschland, etc. zum Verkauf stehen. Ebenso möglich sind Endungen, die Firmennamen bezeichnen. Ob jedoch diese neue Öffnung des grenzenlosen Handels mit Domains ein Verkaufsschlager wird, bleibt abzuwarten.

Gute Zeichen – schlechte Zeichen

So kündigte die ICANN an, dass die einmalige Bearbeitungsgebühr für eine Bewerbung um eine der dann möglichen Domain-Endungen 185.000 US-Dollar kosten wird. Hinzu kommen rund 25.000 US-Dollar an jährlicher Gebühr hinzu. Außerdem müssen die Bewerber der Behörde nachweisen, dass sie einen legitimen Anspruch auf diese Endung haben. Die Bewerbungsfrist beginnt im Januar 2012. Danach wird jeder Interessierte 60 Tage Zeit haben, sich seine neue Domain zu sichern. Die (finanziell) hohen Hürden sollen verhindern, dass so genannte „Domainer“ massenweise Endungen kaufen, um diese dann Gewinn bringend wieder abzustoßen.  Abgesehen vom lobenswerten Ansatz, den dieser Schutzmechanismus in sich birgt, wird es jedoch kleinen und mittelständischen Unternehmen schwer fallen, sich entsprechende Endungen zu sichern, da die dafür benötigten Summen sehr hoch sind und tatsächlich noch nicht feststeht, inwieweit die neuen Domain-Kürzel zu einem Mehr an Verkauf und Wiedererkennung beitragen. Schließlich haben wir uns alle als Nutzer an die TLD (Top Level Domains) gewöhnt. Dies sehen auch die Top-Manager der großen Konzerne so. Auch sie sind sich noch unschlüssig, ob eine neue Domain mit neuer Endung auch neue Kunden bedeutet.  Und doch sollte man das Innovationspotenzial der Global Player hinsichtlich ihrer Internetseiten nicht unterschätzen. So klagte der VW-Konzern vor drei Jahren erfolgreich gegen die zentrale Registrierungsstelle für die Top-Level-Domain .de (DENIC) und erstritt sich das Recht, künftig nur zwei Buchstaben im Namen ihrer Domain zu führen. Davor musste eine Domain mindestens drei Zeichen haben. Mittlerweile sieht die Mindestanforderung ein Zeichen vor.

Kreativität gefragt

Keine Frage: Es wird die eine oder andere Kombination geben, welche die Wiedererkennung, Zuordnung und das Auffinden einer Domain erleichtern und verbessern.  Beispiele wie www.mein.auto oder auch billiger.buchen, etc. sind dahin gehend nicht nur für Texter wahre Fundgruben und große Herausforderungen. Andererseits wird es mit den neunen Endungen eben auch ein kostspieliges Unterfangen, welches sich nur wenige Unternehmen leisten können. Anders als bei den uns allen bekannten und weit verbreiteten biz.Domains , die relativ günstig zu haben und auch immer noch gut zu verkaufen sind, wird bei den neuen Endungen eine große Portion Kreativität, sowohl bei der Gestaltung wie auch bei deren Vermarktung bzw. der Finanzierung der Reservierung.

Autor: Marcello Buzzanca

„40-Euro-Klausel“ in der Diskussion

Wer in Deutschland Waren aus dem Internet (oder durch andere Fernabsatz-Möglichkeiten) kauft, der hat ein Rückgaberecht gegenüber dem Händler, ohne eine Begründung hierfür geben zu müssen. Allerdings gibt es eine „40-Euro-Klausel“ nach dem Paragraf 357 des Bürgerlichen Gesetzbuches, die es ermöglicht, dass der Händler bei Werten unterhalb dieser Grenze die Rücksendekosten auf den Besteller abwälzt. Nach Medienberichten könnte die 40-Euro-Klausel abgeschafft durch eine neue europäische Verbraucherrechte-Richtlinie abgeschafft werden. „„40-Euro-Klausel“ in der Diskussion“ weiterlesen

Gesetzliche Regelungen für Online-Profile

Online-Profile, das sind persönliche Informationen von Menschen für andere Menschen, wie man sie in sozialen Netzwerken wie Facebook oder XING anlegen kann. Umstritten ist, welche Auswertungsmöglichkeiten für solche Online-Profile zulässig sein sollten. Es ist ja ohne weiteres denkbar, dass man Informationen aus Online-Profilen mit anderen Online- und Offline-Informationen verbindet, um umfassende Persönlichkeitsauswertungen umzusetzen. Eine gesetzliche Regelung in diesem Umfeld der Online-Profile wurde jetzt im Deutschen Bundesrat diskutiert. „Gesetzliche Regelungen für Online-Profile“ weiterlesen

Abbruch einer eBay-Auktion

Immer mal wieder kommt es vor, dass man erfreut bei einer eBay-Auktion mitbietet, weil der Artikel interessant und preisgünstig erscheint, doch dann zieht der Verkäufer den Artikel zurück; z.B. weil er ihn angeblich verloren hat oder er versehentlich zerstört wurde. Die meisten Bieter haken dieses Pech dann unter „allgemeinem Lebensrisiko“ ab, doch nun hat ein Bieter einer eBay-Auktion den vorzeitigen Abbruch bis vor den Bundesgerichtshof gebracht. Und dieser hat sich in diesem Einfall dafür entschieden, denn Abbruch einer eBay-Auktion nicht zu bestrafen. „Abbruch einer eBay-Auktion“ weiterlesen

Arbeitsproduktivität und soziale Netzwerke

Die Chefs sehen es meist nicht gerne, wenn die Mitarbeiter während der Arbeitszeit private Mails lesen und bearbeiten. Auch das Nutzen von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter wird oft untersagt oder soll auf die Arbeitspausen beschränkt werden. In der Praxis kommen aber solche Beschränkungen oft nicht an, zumal man bei motivierten Mitarbeitern diesen nicht über die Schulter schauen möchte. Nun kommt eine amerikanische Studie zu Arbeitsproduktivität und Nutzung sozialer Netzwerke zu dem Ergebnis, dass soziale Netzwerke schlecht für die Arbeitsproduktivität sind, weil sie für allzu viele Unterbrechungen sorgen. „Arbeitsproduktivität und soziale Netzwerke“ weiterlesen

Löschung negativer eBay-Bewertung ist nicht einfach

eBay und andere Verkaufsmöglichkeiten für Privatpersonen und Geschäftsleute im Internet werden immer beliebter. Zu solchen Verkaufsplattformen gehört es, dass man sich nach dem Geschäft wechselseitig bewertet. Dabei kann es schnell passieren, dass man eine Bewertung bekommt, die man für höchst ungerecht hält. Doch es nicht einfach, eine solche Bewertung wieder löschen zu lassen. In einer jüngst bekannt gegebenen Entscheidung hat das Oberlandesgerichts Düsseldorf zu einer negativen eBay-Bewertung Stellung genommen und sich im einstweiligen Verfügungsverfahren gegen die Möglichkeit der Löschung entschieden. „Löschung negativer eBay-Bewertung ist nicht einfach“ weiterlesen

Cloud-Dienste im Internet für Privatpersonen

Cloud-Dienste im Internet sind seit einiger Zeit ein Top-Thema im Business-Bereich. Cloud steht für Wolke und diese ist in Diagrammen oft das Symbol fürs Internet. Wenn Unternehmen Cloud-Dienste buchen, dann lagern sie Daten, Programme oder Aufgaben ins Internet aus, um mehr Sicherheit zu bekommen oder flexibler im Umgang mit den Daten zu werden. Nun gibt es Hinweise darauf, dass das Internet-Kaufhaus Amazon auch verstärkt Cloud-Dienste für Privatpersonen anbieten wird. „Cloud-Dienste im Internet für Privatpersonen“ weiterlesen

Google Books muss sich neu positionieren

Google Books ist ein Angebot der Suchmaschine Google zur Buchrecherche. Gezielt kann über eine Suchmaske, wie man sie auch sonst von Google kennt, nach Büchern gesucht werden. Dabei kann gezielt nach Autor, Verlag, Erscheinungsjahr und Sprache gefiltert werden. Teilweise greift Google auch auf die Inhalte der Bücher zurück, denn man hat viele Bücher komplett oder teilweise eingescannt. Dem Suchenden auf der Google Buchsuche werden dann die Textstellen angezeigt, die für ihn von Interesse sind. Ein komplettes Buch kann man auf diese Weise aber nicht downloaden, denn Google bietet immer nur wenige Seiten zum Lesen dem einzelnen Google-Bocks Nutzer an. „Google Books muss sich neu positionieren“ weiterlesen

Soziale Netzwerke im Verfahren einer Scheidung

Soziale Netzwerke wie Facebook sind eigentlich entwickelt worden, um neue Möglichkeiten für Kommunikation im Internet zu bilden und zu gestalten. Aber klar ist auch, dass man bei Facebook und Co. umfangreiche Informationen bereit stellt, die für andere Zwecke einsetzbar sind, als ursprünglich gedacht war. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die „American Academy of Matrimonial Lawyers “ (Akademie von Rechtsanwälten, die mit Scheidungsfällen zu tun haben) festgestellt hat, das Facebook intensiv genutzt wird, wenn es um Ehescheidungen geht. „Soziale Netzwerke im Verfahren einer Scheidung“ weiterlesen

Unternehmen nutzen Social Media wenig interaktiv

Social Media war im letzten Jahr das große Schlagwort, wenn es um ein modernes Online-Marketing ging. Unternehmen sollten mit ihren Chefs und Mitarbeitern auf Social Media Plattformen wie Facebook und Twitter aktiv werden, um in einen neuen interaktiven Dialog mit den Kunden zu kommen. Zwar wurden viele Facebook Angebote über Unternehmen und ihre Marken aktiviert, doch eine Studie des weltweit tätigen strategischen Unternehmensberaters A.T. Kearney hat nun ergeben, dass diese Social Media Angebote wenig kommunikativ oder interaktiv angelegt sind. „Unternehmen nutzen Social Media wenig interaktiv“ weiterlesen

Mit dem digitalen Radiergummi gegen Bilderflut?

Durch die Bilderflut im Internet wird die Forderung nach einem digitalen Radiergummi lauter. Bilder sind die beliebtesten Kommunikationsformen in sozialen Netzwerken wie Facebook. Denn statt lang und breit zu beschreiben, wie eine Fete erlebt wurde, wer anwesend war und welche Attraktionen bestaunt werden konnten, lädt man schnell eine schöne Bildersammlung hoch und schon können alle Freunde im sozialen Netzwerk sehen, was sie selbst oder ihre eingeladenen Freunde auf der Fete erleben konnten. „Mit dem digitalen Radiergummi gegen Bilderflut?“ weiterlesen

Virtuelle Ewigkeit im Internet

Im Internet, dass durch soziale Netzwerke gekennzeichnet ist, gibt es ein relevantes Thema, dass gerne verdrängt wird: der Tod. Was passiert eigentlich mit meinen Facebook- oder XING-Profil wenn ich sterbe? Nun, sofern sich die Angehörigen nicht darum kümmern, bleibt das Profil online, wie beim kostenlosen Anbieter Facebook nicht anders zu erwarten. Hat man ein Profil, das, wie beim Business-Netzwerk XING möglich, Kosten verursacht, so besteht die Chance, dass der Anbieter erkennt, dass der Profil-Inhaber nicht mehr unter uns weilt. „Virtuelle Ewigkeit im Internet“ weiterlesen

Online-Handlungsfähig im Urlaub

Wer als Website-Betreiber oder Blogger für mehr als ein paar Tage im Urlaub ist, der sollte ich über seine Online-Handlungsfähigkeit Gedanken machen. Das ist auch für Privatleute wichtig, denn ihre Webseiten können gehackt werden. Auch wer nur ein Facebook-Profil hat, muss dieses im Auge behalten, wenn es im Internet teilweise sichtbar ist. Schließlich müssen Anfragen aller Art per Mail bearbeitet werden. „Online-Handlungsfähig im Urlaub“ weiterlesen

Justizministerin will Datenschutz im Internet verbessern

Am 7.12.2010 ist ein wichtiger Tag für die Politik der Informations-Technik (IT) in Deutschland. Denn wieder einmal findet der nationale IT-Gipfel statt, bei der die Bundesregierung (unter persönlicher Anwesenheit der Bundeskanzlerin und etlicher Bundesminister) neue Perspektiven für IT in Deutschland aufzeigen wollen. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Bundesministerin für Justiz, hat im Vorfeld (z.B. durch einen ausführlichen Beitrag im Hamburger Abendblatt) mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass der Datenschutz im Internet zu verbessern ist. „Justizministerin will Datenschutz im Internet verbessern“ weiterlesen

Will der Innenminister Personensuchmaschinen einschränken?

Innenminister Thomas de Maizière ist nicht nur für den Personenschutz verantwortlich, sondern auch für den Schutz der Daten der deutschen Bevölkerung. Nachdem er in den letzten Tagen häufig im Zusammenhang mit der Verhinderung von Anschlägen in den Medien war, rücken nun ganz praktische Probleme stärken in den Vordergrund. Eines der Themen ist der Datenschutz, denn im Internet können inzwischen sehr schnell Einzelinformation zusammengeführt werden, die sich zu einem Persönlichkeitsprofil verdichten lassen. Äußerungen des Innenministers, die die Berliner taz wiedergibt, lassen darauf schließen, dass er die Arbeit von entsprechenden Personensuchmaschinen kritisch sieht. „Will der Innenminister Personensuchmaschinen einschränken?“ weiterlesen

Europäische Kommission prüft Neutralität von Google

Google hat fast überall in der Welt eine marktbeherrschende Stellung bei Suchmaschinen. In Deutschland ist der Einfluss von Google auf das Suchverhalten im Internet kaum hoch genug einzuschätzen. Immer wieder gibt es deshalb Diskussionen darüber, ob Google nicht durch Eingriffe zugunsten eigener Angebote seine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Nun hat die Europäische Kommission sich entschlossen, diese Vorwürfe bzgl. der Neutralität von Google zu prüfen und ein Verfahren bezüglich der Suchmaschine Google eingeleitet. „Europäische Kommission prüft Neutralität von Google“ weiterlesen

Verbraucherschützer verklagen Facebook

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat sich auf einen schwierigen Weg gemacht. Denn dort hat man sich entschlossen, den Weltmarktführer im Internet-Angebot für „Social Networking“ zu verklagen. Man will auf juristischem Wege erreichen, dass Facebook grundlegende Strategien zum Finden von Freunden in sozialen Netzwerken für die deutschen Nutzer nicht mehr anbietet. Hier geht es vor allem um die Möglichkeit, dass die Nutzer Facebook gestatten, in den E-Mail-Kontakten der Nutzer auf anderen Plattformen zu suchen. Dieses datenschutzrechtliche Problem wurde auch schon hier im dir-Info-Blog thematisiert. Dieser „Freundefinder“, aber auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutz-Regeln von Facebook verstoßen nach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen das Verbraucherrecht. „Verbraucherschützer verklagen Facebook“ weiterlesen

Falsche Bewertungen im Internet erkennen

Bewertungsmöglichkeiten für normale Internet-Nutzer werden immer häufiger im „Social Web“, dem Internet, das durch mehr Beteiligungsmöglichkeiten gekennzeichnet ist. Schon lange wird dies beim Online-Kaufhaus Amazon praktiziert, wo die Besucher umfangreiche Rezensionen schreiben können, die dann wiederum von anderen Besuchern mit Sternchen und weiteren Möglichkeiten bewertet werden. Solche Bewertungen sind im Trend und es ist für Internet-aktive Unternehmen sehr verführerisch, einer positiven Bewertung nachzuhelfen; beispielsweise dadurch, dass man selbst, durch Mitarbeiter oder bezahlte Autoren positive Rezensionen schreiben lässt und positive Punktevergaben veranlasst. Denkbar ist auch, dass man Leute engagiert, die entsprechend negative Bewertungen bei Konkurrenten umsetzen. „Falsche Bewertungen im Internet erkennen“ weiterlesen