Keine Handy-Sperre aus geringfügigen Anlass

Wer ein Handy auf Monatsabrechungsbasis nutzt, der sollte sich zeitnah um die Bezahlung der Rechnung kümmern. Das mehrfache Anhäufen von Zahlungsverpflichtungen kann zu einer Handy-Sperre führen. Allerdings hat nun der Bundesgerichtshof zu Handy-Sperren entschieden, dass Festlegungen in allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Handy-Sperren aus geringfügigen Anlass ermöglichen, unzulässig sind. „Keine Handy-Sperre aus geringfügigen Anlass“ weiterlesen

Hitzefrei am Arbeitsplatz

An manchen Tagen kann die Temperatur am Arbeitsplatz deutlich ansteigen; schön wäre „Hitzefrei“, wenn die Raumtemperatur über 26 Grad ansteigt, was an Schulen durchaus denkbar ist. Doch auch hier gibt es keinen Hitzefrei-Automatismus. Für Arbeitsplätze kann man die technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A3.5 anwenden, was Handlungen des Arbeitgebers einfordert, wenn die kritische 26 Grad Grenze dauerhaft überschritten wird. Hitzefrei ist aber auch hier eher die Ausnahme. „Hitzefrei am Arbeitsplatz“ weiterlesen

Das neue Anlegerschutzrecht: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Berater

Zum 1.Juli tritt das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts in Kraft – und lässt manchen Berater weiche Knie bekommen. Zeit für ein wenig Stärkung und die richtige Medizin gegen die staatlich verordneten Beipackzettel (Produktinformationsblätter, kurz PIB) für fast alle Finanzprodukte.

Das unbekannte Wesen: PIB

Pünktlich zu Beginn des zweiten Halbjahres macht die Bundesregierung ganze Sachen. Ab Freitag, 01.07.2011, müssen alle Finanzprodukte in einem Produktinformationsblatt (PIB) von maximal drei Seiten einfach und verständlich darlegen, wie viel das Produkt kostet, was darin enthalten ist, welche Risiken der Kunde eingeht und wie das Produkt überhaupt funktioniert. Und dies alles werbefrei. Das Problem dabei besteht darin, dass es keine klassischen Vorlagen gibt und vor allem freie Berater sich und ihren Kunden ihren eigenen Reim auf die neuen Anforderungen machen und diese zu Papier bringen müssen.

Ungleich des Musters des Bundesverbandes Deutscher Banken können freie Wirtschafts- und Finanzberater im Gegensatz zu angestellten Bankberatern also auf keine Vorlage zurückgreifen. In der Regel verfügen jedoch Emittenten der Finanzprodukte bereits über entsprechende PIB. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, kann dies für die Berater bedeuten, gerade bei komplexen Hebel- (und Nebel-) Produkten nochmals das Einmaleins strukturierter Produkte kundengerecht aufzudröseln und dabei nicht den Faden zu verlieren. In jedem Fall verhält es sich mit den PIB wie mit allen Dareichungsformen- und Empfehlungen: Was der Arzt aka Berater empfiehlt, wird selten auf Herz und Nieren geprüft, auch weil dies Laien mitunter schwerfällt. In diesem Sinne ist es für Anleger essentiell, vor allem das Beratungsprotokoll genauestens zu studieren. Denn auch wenn die Beipackzettel als Stärkung der Verbraucher und als Instrument zur Schaffung von mehr Transparenz gedacht sind, kritisieren Verbraucherschutzverbände dennoch, dass das PIB nicht zum Persilschein für unseriöse Vermittlungsangebote wird.

So könnten Berater im Falle dubioser und riskanter Anlageprodukte immer darauf verweisen, dass sie ihre Kunde doch gewarnt hätten – in Form des PIB.

Willkommen im Register

Für die rund 300.000 Festangestellten in der Anlageberatung heißt es künftig nicht nur PIB verteilen und Beratungsprotokolle schreiben, sondern ebenso sich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in einem zentralen Register erfassen zu lassen. Natürlich war in diesem Zusammenhang der Schrei aus den Türmen der Geldwächter laut. Viel zu viel Bürokratie sei damit verbunden. Letztlich einigte man sich u.a. darauf, dass alte Hasen mit einer Berufserfahrung von mindestens 5 Jahren sich dem lästigen Nachweis einer Ausbildung zum Anlageberater entziehen können. Für die rund 80.000 freien Vermittler ändert sich folgendes: Sie werden eine Sachkundeprüfung sowie eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen und sich bei den örtlichen Gewerbeaufsichtsämtern registrieren lassen müssen. Inwiefern die Gewerbeaufsichtsämter die Kompetenz und Zeit haben die jeweiligen Qualifikationen zu kontrollieren, bleibt anzuwarten

Grauer Kapitalmarkt: Wir können draußen bleiben

Beim neuen Anlegerschutzgesetz geht es auch um Anlegestellen, beispielsweise von Schifffonds. Generell sollen geschlossene Immobilienfonds besser kontrolliert und werden können. Ob es hierbei ausreicht, Anteile geschlossener Fonds als Finanzinstrumente im Sinne des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) und Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu stellen und damit auch geschlossene Fonds eindeutig als Finanzinstrument zu klassifizieren, sie der BaFin-Aufsicht zu unterstellen und Vermittler geschlossener Fonds dazu zwingen über eine Zulassung als Finanzdienstleistungsinstitut zu verfügen bzw. als gebundener Agent im Namen und Auftrag eines Finanzdienstleistungsinstituts ihre Produkte verkaufen. Diese Regulierungen greifen voraussichtlich jedoch erst ab Januar 2012. Eine europäische Regelung der Produktinformation – PRIPs (Packaged Retail Investment Products) – für alle Bank- und Versicherungsprodukte steht erst 2013 an. In diesem Sinne wird der Verlust der Anleger bei dubiosen Investments, der seitens des Deutschen Anlegerschutzbundes (DASB) jährlich auf gut 20 bis 30 Milliarden Euro beläuft – wohl auch weiterhweiterhin das tägliche Brot für Verbraucherschützer sein. In jedem Fall werten Kritiker das zögerliche Angehen gegen den schlecht regulierten Markt der Genusscheine, Unternehmensbeteiligungen und Schrottimmobilien als Zugeständnis der Politik an die starke Finanz-Lobby. Auch wenn es aufgrund der letzten Auflösungen großer Publikumsfonds künftig für offene Immobilienfonds heißt, dass die Mindesthaltefrist 24 Monate beträgt und dies speziell nur für Rückgaben von Anteilen über 30.000 Euro liegt (und somit auf Großinvestoren zielt) gilt, wollen nur wenige darauf setzen, dass Immobilienfonds dadurch wieder Vertrauen und Anteilseigner finden.
Erfreulich ist in jedem Fall, dass verdeckte Kosten wie Kick-Backs – also Rückvergütungen, die Versicherungsgesellschaften, Banken, Emittenten, etc. Vermittlern für bestimmte Anlageempfehlungen zahlen und von den Vermittlern an die Anleger weitergegeben werden bzw. zum aggressiven Vertrieb riskanter Investments verführen können – nun offengelegt werden müssen. Ebenso erbaulich: Verkäufer, die riskante Anlagen an den Mann und die Frau gebracht haben, können nun noch bis zu zehn Jahren zur Rechenschaft gezogen werden.

Autor: Marcello Buzzanca

Einweg verdrängt Mehrweg

Vor Jahren waren sie der Renner in der Öko-Diskussion: Mittels Pfandabgabe auf Einweg-Verpackungen (z.B. Einweg-Flaschen für Wasser) sollten die Verbraucher motiviert werden, mehr Mehrweg-Verpackungen (z.B. Glasflaschen für Bier und Getränke) zu verwenden. Doch nun zeigt sich nach einer Untersuchung des Umweltbundesamtes zur Verpackungsverwendung, dass das Pfand dazu geführt hat, dass Einweg- den Mehrweg verdrängt. „Einweg verdrängt Mehrweg“ weiterlesen

Kündigung eines Mieters wegen fehlender angemessener wirtschaftlicher Verwertung

Allgemein bekannt ist, dass einem Mieter durch den Vermieter gekündigt werden kann, wenn dieser die vermietete Wohnung für den Eigenbedarf benötigt. Weniger bekannt ist, dass der dafür anzuwendender Paragraf 573 des Bürgerlichen Gesetzbuches auch eine Kündigung des Mietverhältnisses erlaubt, wenn sonst keine „angemessene(n) wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks“ möglich ist. Nun hat der Bundesgerichthof in einem Einzelfall interessante Aussagen zur angemessenen wirtschaftlichen Verwertung als Begründung einer Kündigung gemacht. „Kündigung eines Mieters wegen fehlender angemessener wirtschaftlicher Verwertung“ weiterlesen

Leitende Angestellte und Schutz durch Betriebsverfassungsgesetz

Gibt es einen Betriebsrat, dann hat dieser die Interessen der Mitarbeiter zu vertreten. Allerdings unterscheidet das Betriebsverfassungsgesetz im § 5 klar zwischen Arbeitnehmern und „leitenden Angestellten“. Letztere werden nah am Arbeitgeber gesehen und bekommen als Interessen-Vertretung eigene Sprecher-Ausschüsse, werden also nicht vom Betriebsrat bei Verhandlungen mit dem Arbeitgeber vertreten. Das kann für die Betroffenen von Nachteil sein, insbesondere wenn sie faktisch doch keine leitenden Angestellten sein sollten. Deshalb ist die Prüfung dieses Arbeitnehmer-Status sehr wichtig. Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hatte jetzt über eine Betriebsratswahl zu entscheiden, wo die Arbeitnehmer-Status-Frage zu einfach entschieden wurde. „Leitende Angestellte und Schutz durch Betriebsverfassungsgesetz“ weiterlesen

Smiley-System für die Gastronomie

Im Ausland wird ein Smiley-System für die Gastronomie schon verwendet. Ein Smiley ist ein lächelndes oder trauriges Gesichtssymbol, das dem Besucher schon beim Eintritt in den Gastronomie-Betrieb aufzeigt, ob hier alle hygienischen Bestimmungen eingehalten werden. Nun fordern Verbraucherverbände in NRW, das Smiley-System für die Gastronomie auch in Deutschland wirksam zu machen. „Smiley-System für die Gastronomie“ weiterlesen

Versicherungstarife müssen für Männer und Frauen gleich sein

Bisher war es üblich, dass das Geschlecht als Risikofaktor bei Versicherungstarife gelten konnte. Dies konnte z.B. relevant werden bei Krankenversicherungen für Frauen, wenn höhere Versicherungstarife deshalb genommen wurden, weil Frauen häufiger krank geschrieben werden als Männer. Nun hat der Europäische Gerichtshof zu geschlechtsspezifischen Versicherungstarifen entschieden, dass diese nicht zulässig sind und ab Ende 2012 nicht mehr angewendet werden dürfen.

Bezug genommen wird bei der Ablehnung unterschiedlicher Versicherungstarife auf eine europäische Richtlinie, die jede Diskriminierung nach Geschlecht bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen untersagt. Allerdings gab es Ausnahmeregelungen, die es noch bis Ende 2012 zulassen, das in nachvollziehbarer Weise unterschiedliche geschlechtsbezogene Versicherungstarife angeboten werden. Diese Ausnahmen laufen nun aus: „Der Gerichtshof erklärt deshalb die Ausnahme von der Grundregel geschlechtsneutraler Prämien und Leistungen im Versicherungssektor für mit Wirkung vom 21. Dezember 2012 ungültig.“ (Zitat aus der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, wie oben verlinkt)

Kritisch zu dieser Entscheidung zum Verbot von unterschiedlichen Versicherungstarifen für Männern und Frauen äußern sich Vertreter der Versicherungsbrache. Gleiche Versicherungstarife für ungleiche Fälle seinen „ungerecht“. Geschlechtsspezifische Statistiken seien notwendig, um den Versicherungskunden ein möglichst risikogerechtes Angebot zu bieten. Das wäre keine Diskriminierung, denn je nach Fallkonstruktion ist das Risiko für Männer und Frauen sehr unterschiedlich. So verursachen beispielsweise Frauen weniger Autounfälle als Männer.

Weniger kritisch äußerte sich der Bund der Versicherten. Insgesamt steigen die Schadensfälle durch eine andere Verteilung der Kosten nicht an. Möglicherweise haben einzelnen Versicherungsnehmer oder Versicherungsnehmerinnen Nachteile durch das Verbot unterschiedlicher Versicherungsverträge für Männer und Frauen. Diese Nachteile müssten aber durch Vorteile bei der anderen Seite ausgeglichen werden.

Man sollte allerdings beachten, dass die geänderte Rechtslage ab 2013 nicht in die bestehenden Versicherungsverträge eingreift. Was genau in der Zwischenzeit und ab 2013 mit neuen Versicherungsverträgen passiert, bleibt abzuwarten.

Kaffeepreise ziehen stark an

Der tägliche Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Und der tägliche Kaffee ist ein vergleichsweise billiges Getränk, wenn man ihn selbst zu Hause zubereiten kann. Doch auch hier drohen beträchtliche Preissteigerungen, wie etliche Medien meldeten. Verbraucherschützer haben zwar Verständnis für Preiserhöhungen, denn die Rohstoffpreise für Kaffee sind deutlich gestiegen. Weniger Verständnis ist aber dafür da, wie die Preiserhöhungen teilweise umgesetzt werden. „Kaffeepreise ziehen stark an“ weiterlesen

Höhere Flugpreise nach Luftverkehrsabgabe

Die Luftverkehrsabgabe ist eine neue Art von Steuer auf Flugreisen. Die Luftverkehrsabgabe gilt in Deutschland seit dem 1.1.2011 und wird fällig, wenn ein Flug von einem inländischen Standort in Deutschland begonnen wird. Die neue Steuer auf Flüge beträgt liegt pro Fluggast bei knappen acht Euro für einen Kurzstreckenflug. Bereits 25 Euro werden als Luftverkehrsabgabe bei einem mittleren Flug fällig und für Langstreckenflüge fällt eine Steuer von 45 Euro an. Nun berichtet das Statistische Bundesamt, dass die Luftverkehrsabgabe zu einer Steigerung der Flugpreise geführt habe. „Höhere Flugpreise nach Luftverkehrsabgabe“ weiterlesen

Verbraucherverhalten in zehn Jahren

Nachhaltigkeit und aktivere Kommunikation durch die Verbraucher sind zwei der Trends, die eine Studie des Wirtschaftsberatungsunternehmens Deloitte zum Verbraucherverhalten in zehn Jahren bestimmt hat. Aber auch die Ernährung und die Produktion und Verteilung der Nahrungsmittel wird ein Trendthema in der nächsten Dekade werden. Darüberhinaus wird die zunehmende Internet-Nutzung der Verbraucher die Unternehmen vor neue Herausforderung in der Kommunikation mit ihren Kunden stellen. Entscheider in Unternehmen können sich in kritischer Auseinandersetzung mit der Studie jetzt schon auf diese Anforderungen der Verbraucher einstellen, wenn man auch nicht jede der getroffenen Prognosen als relevant für sich empfindet. „Verbraucherverhalten in zehn Jahren“ weiterlesen

Agrarsubventionen dürfen nicht veröffentlich werden

Bisher war es ein sehr beliebter Service der EU, dass man die Agrarsubventionen für jeden einzelnen Landwirt und für jeden einzelnen Großbetrieb nachvollziehen konnte. Dieses Informationsangebot der EU ist zur Enttäuschung von vielen aus dem Internet entfernt worden. Andere hingegen, die möglicherweise im starken Umfang von den EU-Subventionen profitiert haben, können sich freuen, denn ihre Einnahmen wurden der öffentlichen Transparenz entzogen. „Agrarsubventionen dürfen nicht veröffentlich werden“ weiterlesen

Neue EU-Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung

Die Verbraucherminister der Europäischen Union (EU) haben sich darüber geeinigt, dass eine neue und bessere Lebensmittelkennzeichnung in Europa anzustreben ist. Damit kommen diejenigen voran, die im Sinne des Verbraucherschutzes eine bessere Lebensmittelkennzeichnung fordern. Die deutsche Verbraucherministerin Ilse Aigner ist nicht ganz zufrieden, denn die Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten (z.B. Analogkäse) sollte ihrer Meinung nach deutlicher ausfallen. „Neue EU-Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung“ weiterlesen

Kunde darf beim Versandhandel Ware prüfen

Der Bundesgerichtshof hat wieder einmal ein verbraucherfreundliches Urteil gefällt, dass im Versandhandel wohl keine Begeisterung hervorrufen wird. Bereits jetzt ist es für Verbraucher sehr interessant, auch teure Artikel im Versandhandel (wozu auch der Internetkauf gehört) zu kaufen, denn hier haben sie ein zweiwöchiges Rückgaberecht. Man kann dann noch die – möglichst unversehrten – Waren zurückgeben, selbst wenn einem diese bloß nicht mehr gefallen. „Kunde darf beim Versandhandel Ware prüfen“ weiterlesen

Internet-Pranger für Mogel mit Lebensmitteln

Plagiate bei Lebensmitteln sind schon länger bekannt. Auch das Thema Mogelpackung hat eine lange Geschichte bei Verbrauchertipps. Analogkäse oder Vorderschinken sind nicht jedermanns Geschmack. Deshalb wäre es ganz gut, wenn man im Internet schnell auf solche unerwünschten Mogelpackungen oder Lebensmittel-Imitate aufmerksam machen würde. Heute wäre es auch im Trend, die Verbraucher in ihrem Mitmach-Potential anzusprechen, damit sie entsprechende Produkte auf der Internet-Plattform melden könnten. Tatsächlich soll es bald ein solches Internet-Angebot gegen Mogelpackungen und Lebensmittel-Imitate geben. Doch manche sprechen hier auch von einem Internet-Prager und finden die neue Entwicklung gar nicht so gut. „Internet-Pranger für Mogel mit Lebensmitteln“ weiterlesen

Buchmesse zeigt: Ebooks auf dem Vormarsch

Wieder einmal ist Buchmesse in Frankfurt und wieder einmal wird eifrig über das Ende des herkömmlichen Buches diskutiert. Angesichts der Erfolge, die eBook-Reader und das Lesen von Büchern auf Handys und Notebooks hat, fragt man sich in der Buchbranche besorgt, ob es denn in einigen Jahren überhaupt noch gedruckte Bücher geben wird.

Diese Frage beschäftigt auch BITKOM, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., der sich sonst immer stark für die weitgehende Veränderung wirtschaftlicher Bereiche durch zunehmende Internet-Nutzung macht. BITKOM hat die Deutschen passend zum Beginn der Buchmesse befragt, ob es denn in 20 Jahren nur noch elektronische Bücher geben wird. Dies meinen immerhin 20 Prozent der Deutschen. Doch bemerkenswerter ist, dass bereits jetzt 4 von 5 Deutschen Interesse zeigen, selbst ein eBook zu kaufen; insbesondere bei der Gruppe der jüngeren Deutschen ist hier die Bereitschaft gut ausgeprägt, das eBook als Alternative zum Print-Exemplar zu erwerben. Dies gilt besonders für Fachbücher und weniger für Romane oder Belletristik. Besonders Reisebücher sind als eBook interessant, denn dann hat man die Möglichkeit unterwegs mit dem eBook auf dem elektronischen Reisebegleiter seinen Urlaub informativ zu ergänzen. „Buchmesse zeigt: Ebooks auf dem Vormarsch“ weiterlesen

Geldabheben am „fremden“ Geldautomaten soll billiger werden

Praktisch zum Geldabheben sind die Scheckkarten schon. Wer mal mehr Geld für einen Einkauf benötigt, findet schnell einen Geldautomaten, um sich Bargeld vom eigenen Konto zu besorgen. Dumm nur, dass dann Gebühren fällig werden, wenn der Geldautomat ein „fremder“ ist. Und solche Gebühren für Bargeld abheben können mit bis zu 10 Euro recht happig ausfallen. Auf shares-online wurde zu Recht kritisiert, dass dem Kunden oft unklar ist, wie viel Gebühr anfällt und wie die Gebühr berechnet wird. „Geldabheben am „fremden“ Geldautomaten soll billiger werden“ weiterlesen

Internet Kaufhaus Amazon.de verkauft ab sofort auch Lebensmittel

Früher dachte man, dass Amazon Bücher verkauft und vertreibt, doch diese Sichtweise auf den Internet-Versender ist längst überholt. Amazon ist zum größten Internet-Kaufhaus aufgestiegen und bietet nun als Konsequenz der Kaufhaus-Philosophie auch Lebensmittel an. Direkt von der Einstiegsseite kommt man auf die Kategorie „Lebensmittel & Getränke“ und wird zunächst über die „Beta“-Information stolpern:  Dabei meint man mit Beta-Phase vor allem, dass man zunächst sehr viel auf das Feedback der neuen und alten Kunden achten wird. Diese sollen zurückmelden, ob das Angebot hinsichtlich Preis und Qualität den Kundenwünschen entspricht. „Internet Kaufhaus Amazon.de verkauft ab sofort auch Lebensmittel“ weiterlesen

Klebeeffekt der Zeitarbeit bleibt gering

Zeitarbeit (bzw. Leiharbeit, wie der offizielle gesetzliche Begriff in Deutschland lautet) wird gerne unterstützt, weil man sich hiervon einen Klebeeffekt für die Mitarbeiter der Zeitarbeit erhofft. Denn mit Zeitarbeit könne man nicht nur besser die eigene Arbeitszeit steuern, sondern auch bei dem Arbeitgeber im Daueranstellung verbleiben, der durch die Zeitarbeit die Qualifikation und die Leistungen des Mitarbeiters schätzen gelernt hat. Dies ist dann ein Klebeeffekt, weil der flexibel eingestellte Zeitarbeitsnehmer beim Arbeitgeber verbleibt.  Zeitarbeit wird also als Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt für Beschäftigte angesehen und frühere Untersuchungen zu Kriterien von Zeitarbeit gingen davon aus, dass bis zu 30 % der Zeitarbeitnehmer den Klebeeffekt nutzen können. „Klebeeffekt der Zeitarbeit bleibt gering“ weiterlesen

Pfändungssicheres Girokonto

Wie schon vor einiger Zeit hier auf dir-info.de berichtet, kann jetzt am 1.7.2010 ein pfändungssicheres Girokonto von jedem genutzt werden, der über ein Girokonto verfügt.  Damit enthält man die Möglichkeit, ein bestehendes Girokonto mit Pfändungsschutz zu versehen, damit man seine normalen monatlichen Ausgaben (wie Mieten, Versicherungszahlungen) über das bestehende Girokonto weiter normal abzuwickeln kann, obwohl eine Pfändung normalweise jeden Zahlungsvorgang blockieren würde. Heutzutage ist es auch kaum noch möglich, solche wichtigen Zahlungsvorgänge in Bargeld abzuwickeln. Möglich wird das pfändungssicherere Girokonto für knapp unter 1000 Euro das „Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes„.

Allerdings können zwei Probleme die Folge sein, wenn man ein Girokonto pfändungssicher machen will. „Pfändungssicheres Girokonto“ weiterlesen

Ende der Tarifeinheit: Chancen und Risiken

Nun hat sich das Bundesarbeitsgericht mit einem Thema befasst, dass für die Gestaltung der Arbeitsbeziehungen in Betrieben weitreichende Auswirkungen haben kann. Es geht um die Tarifeinheit, Regelungen, wie unterschiedliche Tarifverträge in Betrieben anzuwenden sind.

Die großen Gewerkschaften des deutschen Gewerkschaftsbundes gingen bisher von einem einfachen Prinzip aus: „Ein Betrieb, ein Tarifvertrag“. Dieses Prinzip der Tarifeinheit hatte aber in der Vergangenheit schon in einigen Fällen nicht funktioniert. So gibt es gesonderte Tarifverträge für Ärzte in Krankenhäusern, Lokführer bei der deutschen Bahn und Flugzeugführer bei Fluggesellschaften, die den jeweiligen Minderheiten bessere Arbeitsbedingungen garantieren. Daraus können dann andere Arbeitnehmergruppen erkennen, dass es nach dem Ende der Tarifeinheit möglich ist, bessere Bedingungen zu bekommen, wenn man gemeinsam für einen eigenständigen Tarifvertrag kämpft. „Ende der Tarifeinheit: Chancen und Risiken“ weiterlesen