Benzinpreise heizen politische Diskussionen an

Benzinpreise sind gegenwärtig stark im Focus der Autofahrer. Doch auch die Politiker und die Medien haben den Aufreger Benzinpreise im Auge, wenn es auf Ostern zugeht und wieder mal Preiserhöhungen zu erwarten sind.

Benzinpreise heizen politische Diskussionen an

Benzinpreise heizen politische Diskussionen an

Die Benzinpreise sind auf einem Rekordhoch und man erwartet vor Ostern weitere Steigerungen der Benzinpreise. Während einige Politiker darauf setzen, dass man langfristig mit niedrigem Spritverbrauch eine ökologische Alternative zu den Benzinschluckern schafft, wollen andere lieber kurzfristig die Pendlerpauschale erhöhen, schließlich würde angesichts gestiegener Benzinpreise diese nicht mehr ausreichen, die hohen Preise für den Fahrzeugsprit zu kompensieren.

Doch die Pendlerpauschale hat eigentlich nichts mit den Benzinpreisen zu tun. Schließlich bekommt man die Pendlerpauschale für die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz, ob man diese mit einem Benzinschlucker oder mit dem Fahrrad zurücklegt, ist dabei zweitrangig. Trotzdem wird die Pendlerpauschale gerne in den Zusammenhang mit hohen Benzinpreisen gebraucht, insbesondere von Politikern, die kurzfristig Stimmen benötigen, weil sie sonst in der Bedeutungslosigkeit verschwinden würden.

Dass eine Erhöhung der Pendlerpauschale auch zu höheren Benzinpreisen führen kann, sollte auch nicht übersehen werden. Denn mit der besseren steuerlicher Förderung des Benzinverbrauchs steigt die Motivation zu mehr Autofahrten, wobei dann die Marktentwicklung für die erneute Erhöhung der Benzinpreise genutzt werden kann. Manche sprechen auch in diesen Zusammenhang von einer Subvention für die Mineralölindustrie, den Verantwortlichen für die laufend gestiegenen Benzinpreise.

Aber es gibt auch andere Ansatzpunkte gegen die hohen Benzinpreise. Man möchte den Mineralölkonzernen die häufigen Preisänderungen an den Zapfsäulen abgewöhnen. Nur einmal pro Tag soll es erhöhte Benzinpreise an den Zapfsäulen geben, die Benzinpreise je Zapfsäule soll an eine Internetplattform gemeldet werden, wo dann die Verbraucher sich informieren können, wo sie für sich den günstigsten Benzinpreis realisieren können. Ob solche Maßnahmen aber gegen laufend steigende Benzinpreise helfen, ist fraglich, denn die Beschränkung auf eine einmalige Erhöhung der Benzinpreise pro Tag schränkt ja nicht die Macht der Mineralölkonzerne ein. Bereitschaft zum Verzicht auf das Auto, Kauf eines neuen Autos mit weniger Spritverbrauch, Teilen des Autos über Carsharing, das wären langfristige Maßnahmen, die bei steigenden Benzinpreisen helfen könnten.

Bildnachweis: © rcx – Fotolia.com

 

Wirtschaft

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