Buchmesse zeigt: Ebooks auf dem Vormarsch

Wieder einmal ist Buchmesse in Frankfurt und wieder einmal wird eifrig über das Ende des herkömmlichen Buches diskutiert. Angesichts der Erfolge, die eBook-Reader und das Lesen von Büchern auf Handys und Notebooks hat, fragt man sich in der Buchbranche besorgt, ob es denn in einigen Jahren überhaupt noch gedruckte Bücher geben wird.

Diese Frage beschäftigt auch BITKOM, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., der sich sonst immer stark für die weitgehende Veränderung wirtschaftlicher Bereiche durch zunehmende Internet-Nutzung macht. BITKOM hat die Deutschen passend zum Beginn der Buchmesse befragt, ob es denn in 20 Jahren nur noch elektronische Bücher geben wird. Dies meinen immerhin 20 Prozent der Deutschen. Doch bemerkenswerter ist, dass bereits jetzt 4 von 5 Deutschen Interesse zeigen, selbst ein eBook zu kaufen; insbesondere bei der Gruppe der jüngeren Deutschen ist hier die Bereitschaft gut ausgeprägt, das eBook als Alternative zum Print-Exemplar zu erwerben. Dies gilt besonders für Fachbücher und weniger für Romane oder Belletristik. Besonders Reisebücher sind als eBook interessant, denn dann hat man die Möglichkeit unterwegs mit dem eBook auf dem elektronischen Reisebegleiter seinen Urlaub informativ zu ergänzen.

Die Frankfurter Buchmesse, wird dieses Thema rund um eBooks wieder aufgreifen. So berichtet der Blog der Buchmesse über das Angebot Frankfurt SPARKS, bei dem es um crossmediale Vermarktung von Büchern geht. Crossmedial bedeutet, dass es Bücher sowohl in Print- wie in eBook-Form geben wird.

Die Buchmesse in Frankfurt ist und bleibt die weltgrößte Bücherschau und bietet im Moment noch überwiegend Print-Ausgaben zum Stöbern. Allerdings dürfen bis zum Wochenende nur Fachbesucher das Angebot sondieren. Aber am Wochenende kann das normale Leserpublikum in den Printausgaben stöbern oder auch die eBook in bereitgestellten eBook-Readern zur Kenntnis nehmen. Die Buchmesse in Frankfurt punktet wieder mit 7000 Austellern aus mehr als 100 Ländern.

Die Frankfurter Buchmesse ist aber im Wesentlichen kein Treffpunkt, um die Zunahme der Bedeutung des eBooks zu diskutieren. Kommunikation zwischen Autoren und Verlegern, Buchhändlern und Agenten für Literatur und Sachbücher will man in Frankfurt sein, denn hier findet sich in wenigen Tagen ein Markplatz für das Verhandeln von Rechten und Lizenzen rund um alle Bücher.

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