EU will zum Energiesparen motivieren

Energiesparen ist –gerade in den Zeiten eines Verzichts auf Atomstrom – eine wichtige Aufgabe, die durch eine bessere Informationspolitik unterstützt werden kann. Das hat auch die Europäische Kommission (EU) erkannt und deshalb möchte man die Energieversorger verpflichten, dafür zu sorgen, dass ihre Kunden weniger Energie verbrauchen.

Ein Problem beim Energiesparen ist die fehlende Information der Verbraucher. Oft werden die Strom- und Gaszähler nur einmal im Jahr abgelesen und so können die Verbraucher wohl kaum motiviert werden, zeitnah mit dem Strom- und Energiesparen zu beginnen, denn sie erhalten keine zeitnahe Rückmeldung.

Deshalb sollen – nach den Plänen der EU – Rechnungen häufiger erstellt und Vergleiche mit den Vorjahresverbräuchen schneller zurückgemeldet werden. Schön wäre es, wenn die Zusammenhänge auch grafisch umgesetzt werden, denn viele Verbraucher haben wohl Probleme damit, die spröden nackten Zahlen in einen sinnvollen Zusammenhang zu stellen.

Um Unternehmen zum Energiesparen zu motivieren, muss man natürlich noch mehr tun. Hier sind Energiespar-Audit vorstellbar, die sehr viel konkreter aufzeigen, wo Energie verschwendet wird und wo Energie eingespart werden kann. Der Staat als größter Energieverbraucher soll in besonderer Weise verpflichtet werden, für einen niedrigen Energieverbrauch zu sorgen.

Kritik an diesen EU-Planungen lässt nicht lange auf sich warten. Es wird vor mehr Bürokratie gewarnt, die verhindert, dass flexible Planungen beim Energieeinsparen wirksam werden können. Dem könnte noch ergänzend hinzugefügt werden, dass die Verbraucher bei den Überlegungen stärker einzubeziehen sind. Diese müssten durch schnelle und nachvollziehbare monetäre Erfolge die Motivation erfahren, dass Energiesparen sich lohnt.

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