Euro: Europäische Zentralbank verzichtet auf Einfluss

Einfluss auf den Wechselkurs der eigenen Währung ausüben, damit kann man Konjunktur und Geldwert beeinflussen. Während die USA, Japan, Großbritannien und viele andere Länder diesen Einfluss auf die eigene Währung gerne nutzen, verzichtet die Europäische Zentralbank auf diese Politik. Ein weiterer Höhenflug des Euro scheint vorprogrammiert.

Euro: Europäische Zentralbank verzichtet auf Einfluss

Euro: Europäische Zentralbank verzichtet auf Einfluss

Überall in Europa stöhnt man über den hohen Euro-Kurs. Exportorientierte Betriebe haben große Schwierigkeiten, ihre Produkte außerhalb des Euro-Raums loszuwerden. Schon seit einiger Zeit wird der Euro international als Qualitätswährung gehandelt. Mit dem hohen Euro-Kurs kommt die deutsche Wirtschaft noch klar, doch außerhalb des deutschen Euro-Raums stagniert die Konjunktur.

Der überzogene hohe Euro-Kurs könnte die Europäische Zentralbank veranlassen im Sinne der Konjunktur und des Wirtschaftswachstums zu intervenieren, doch dies wird in Frankfurt abgelehnt, wie dieses Video hier aufzeigt:

Die europäische Notenbank will den Euro-Höhenflug weiter laufen lassen, obwohl politscher Druck aus Frankreich und von anderen Euroländern hier Bremsmaßnahmen einfordern. Bei der Europäischen Zentralbank sieht man den hohen Euro-Kurs als Beleg für die Stärke der eigenen Währung. Ob diese Politik weiter bestehen kann, wird sich angesichts verstärkter Krisensignale zeigen müssen. Insgesamt befürchten Experten einen Anstieg des Zinsniveaus für Kredite, während die Geldanleger im Euro-Raum kaum noch Erträge bekommen können. Hält die Zentralbank an ihrer Politik fest, den Euro-Kurs nicht zu beeinflussen, dann ist es mit hohen Risiken verbunden, in andere Währungen zu investieren.

Für Deutschland ist der hohe Euro-Kurs erträglich, aber für andere europäische Länder wird er zum Problem, denn diese sind nicht mehr wettbewerbsfähig, wenn sie ihre Exporte für zu hohe Preise im außereuropäischen Ausland absetzen wollen. Gleichzeitig kommen günstige Importe ins Land, denn ein hoher Euro-Kurs verbessert die Handlungsmöglichkeiten der außereuropäischen Konkurrenz. Deshalb ist es nachvollziehbar, wenn der französische Staatspräsident eine Umkehr der Politik bei der europäischen Zentralbank fordert. Schließlich werden auch die anderen Notenbanken aktiv, um im Sinne ihrer Volkswirtschaften die Konjunktur durch Wechselkurspolitik zu fördern.

Bildnachweis: © goodstock – Fotolia.com

 

Wirtschaft

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