Euroschwäche treibt die Spritpreise nach oben

Das Tanken an deutschen Spritsäulen wird immer teurer. Neben den üblichen Preiserhöhungen zu Ferienzeiten kommt dieses Jahr noch hinzu, dass der Euro als schwächere Währung die Rohölprodukte verteuert, die häufig in Dollar gehandelt werden. Gegen die hohen Spritpreise hilft nur weniger Autofahren und Zurückhaltung auf dem Gaspedal.

Euroschwäche treibt die Spritpreise nach oben

Euroschwäche treibt die Spritpreise nach oben

Nachdem es bereits im Frühjahr zu einer deutlichen Preiserhöhung für Benzin und Diesel gekommen war, könnten die mittlerweise eingetreten Preissenkungen bald schon der Vergangenheit angehören. Gegenwärtig ist ein starker Preisauftrieb bei Benzin und Heizöl zu beobachten, der nur zum Teil auf jahreszeitlich bedingte Preissteigerungen zurückgeführt werden kann. Die Märkte für Rohöl und Heizöl zeigen mittel- bis langfristig nur in eine Richtung: nach oben und führen damit zu einem Preisanstieg für die Endverbraucher der Rohölprodukte.

Größtenteils liegen die Preissteigerungen im langfristigen Trend. Rohölprodukte schwanken zwar sehr stark im zeitlichen Verlauf, zeigen aber sehr langfristig nur in die obere Richtung. Das hängt damit zusammen, dass die Rohölbasis weltweit kaum noch ausgeweitet werden kann. Rohöl ist ein Rohstoff, der der Welt langsam ausgeht, deshalb sind weitere Preissteigerungen die logische Folge. Kurzfristig kommt hinzu, dass der Euro seit ein paar Jahren in eine Schwächephase getreten ist. Rohölprodukte werden meist in Dollar verhandelt und gegenüber dem Euro hat der Dollar gegenwärtig an Dominanz gewonnen, obwohl auch dessen Basis wenig Positives für die Zukunft erwarten lässt.

Für den Endverbraucher für Rohölprodukte gibt eine mögliche Antwort auf die steigenden Spritpreise: Energie sparen. Weniger Autofahren, behutsameres Autofahren, geringere Temperaturen in den Wohnräumen vermindern den Energiebedarf und nehmen somit etwas Preisdruck aus dem Markt. Der langfristige Umstieg auf energiearme Autos und Heizungsanlagen lohnt sich immer stärker, denn für die kommenden Jahren ist nicht zu erwarten, dass der Preisanstieg für Energieprodukte gebremst werden kann.

Bildnachweis: © Witali Schelinski – Fotolia.com

Wirtschaft

Sie können Sie einen Kommentar hinterlassen or unseren Feed abonnieren, wenn Ihnen dieser Beitrag gefallen hat.

Einen Kommentar schreiben

(Pflichtfeld)

(Pflichtfeld)