Finanztransaktionssteuer auf europäische Wertpapiere

Europa soll entschlossen vorangehen, wenn man mit Hilfe einer weltweit wirksamen Finanztransaktionssteuer der übertriebenen Börsenspekulation Paroli bieten will. Nicht nur in Europa, sondern weltweit soll nach Plänen der Europäischen Kommission eine Finanztransaktionssteuer erhoben werden, wenn mit europäischen Wertpapieren gehandelt wird.

Finanztransaktionssteuer auf europäische Wertpapiere

Finanztransaktionssteuer auf europäische Wertpapiere

Hinter diese Forderung einer Anti-Zocker-Steuer soll sich jetzt die Europäische Kommission gestellt haben, meldet die Süddeutsche Zeitung. Durch eine europäische Finanztransaktionssteuer würden endlich die Verursacher der Finanzkrise auch an der Bewältigung der Finanzkrise beteiligt. Die Idee einer Finanztransaktionssteuer ist einfach zu bestimmen, aber politisch schwer umzusetzen.

Immer dann, wenn ein Finanzprodukt (eine Aktie, eine Anleihe oder ein Optionsschein) gehandelt wird, soll ein bestimmter Prozent- oder Promillesatz des Umsatzes als Finanztransaktionssteuer fällig werden. Nach dem neuen Konzept einer europäischen Finanztransaktionssteuer würde diese immer dann fällig, wenn mit einem europäischen Wertpapier gehandelt wird. Verkauft beispielsweise eine amerikanische Bank in Japan eine französische Staatsanleihe, dann würde den für diese Transaktion vorgesehene Steuersatz in Europa fällig. Die Bank müsste an den französischen Staat Steuern abführen, obwohl sich keiner der Beteiligten im europäischen Rahmen bewegt hat. Es ist klar, dass die Umsetzung dieser neuen Art von Finanztransaktionssteuer schwerwiegende weltpolitische Probleme nach sich ziehen kann.

Allerdings könnte eine europäische Finanztransaktionssteuer auf diese Weise viele Milliarden Euros in die europäischen Staatssäckel spülen, Geld was hier sehr dringend gebraucht wird, um die Nachwirkungen der Finanzkrise zu bewältigen. Dabei soll der Prozent- oder Promillesatz der Finanztransaktionssteuer so gering eingestellt werden, dass er nachhaltige und langfristig angelegte Finanztransaktionen nicht beeinträchtigt. Lediglich sehr kurze und wenig nachhaltige (oder nicht langfristig geplante) Finanztransaktionen sollen durch die neue europäische Finanztransaktionssteuer eingedämmt werden.

Bildnachweis: © T. Michel – Fotolia.com

Wirtschaft

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