Hohe Miete und starke Mietpreissteigerungen sorgen für Unmut

Wer zur Miete wohnen muss, der braucht immer mehr vom Einkommen, um sich die Wohnung zu finanzieren. Grund sind nicht nur die gestiegenen Energiekosten. Insbesondere in Ballungsräumen ziehen die Mieten an, weil dort das Angebot und die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum immer mehr auseinander gehen.

Hohe Miete und starke Mietpreissteigerungen sorgen für Unmut

Hohe Miete und starke Mietpreissteigerungen sorgen für Unmut

Auch wer ein hohes Einkommen hat, der macht sich Sorgen um die Finanzierung seiner Miete. Denn insbesondere in Ballungsräumen steigt seit Jahren die Miete deutlich stärker an, als die Einkommen und die sonstige Preisentwicklung.

Für den Anstieg der Bruttomieten werden oft die steigenden Energiepreise verantwortlich gemacht. Modernisierungsmaßnahmen können einfach auf die Mieter umgelegt werden und daher steigen die Bruttomieten pro Quadratmeter an. Doch auch die Nettomieten legten in den letzten Jahren stärker zu, weil bezahlbarer Wohnraum in Ballungszonen immer knapper wird. Am Wochenende gab es gegen diese fatale Entwicklung für Mieter Proteste, die eine starke Resonanz in der Öffentlichkeit entfalteten. Der Interessenverband der Mieter warnt angesichts dieser Entwicklung vor einer weiteren Zuspitzung am Wohnungsmarkt. Gefordert werden politische Maßnahmen, um den steigenden Mieten einen Riegel vorzuschieben.

Insbesondere in den großen Städten, in Städten mit Universität und in Städten, die aus anderen Gründen hohe Anziehungskraft für die gesamte Region haben, stiegen die Mieten in den letzten Jahren recht stark an. Besonders im Süden Deutschland, wo angesichts niedriger Arbeitslosenzahlen und hoher Wirtschaftleistung noch ein Bevölkerungszuwachs festzustellen ist, sind die Mieten besonders hoch. Aber auch in nördlichen Ballungszonen wie Hamburg kann nicht mehr davon gesprochen werden, dass es hier günstige Mieten gibt. Für die Politik wird es wichtig werden, auf diesen Trend zu reagieren und ab der nächsten Bundestagswahl dafür zu sorgen, dass wieder mehr bezahlbarer Wohnraum in Ballungszonen entsteht. Damit würde gleichzeitig auch ein Konjunkturprogramm aktiviert, denn Investitionen in der Bauwirtschaft haben eine besonders nachhaltige Wirkung auf die Wirtschaftsentwicklung.

Bildnachweis: © Joachim B. Albers – Fotolia.com

 

Wirtschaft

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