Internet-Pranger für Mogel mit Lebensmitteln

Plagiate bei Lebensmitteln sind schon länger bekannt. Auch das Thema Mogelpackung hat eine lange Geschichte bei Verbrauchertipps. Analogkäse oder Vorderschinken sind nicht jedermanns Geschmack. Deshalb wäre es ganz gut, wenn man im Internet schnell auf solche unerwünschten Mogelpackungen oder Lebensmittel-Imitate aufmerksam machen würde. Heute wäre es auch im Trend, die Verbraucher in ihrem Mitmach-Potential anzusprechen, damit sie entsprechende Produkte auf der Internet-Plattform melden könnten. Tatsächlich soll es bald ein solches Internet-Angebot gegen Mogelpackungen und Lebensmittel-Imitate geben. Doch manche sprechen hier auch von einem Internet-Prager und finden die neue Entwicklung gar nicht so gut.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner möchte mit dieser Initiative zur Bekanntgabe von Mogelpackungen und Lebensmittel-Imitaten zur Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln beitragen. Verbraucherschützer wie foodwatch unterstützen dieses Projekt, doch die Lobbyisten der Lebensmittelindustrie möchten nicht, dass ihre Klienten an den Pranger gestellt werden.

Das Bundesverbraucherministerium möchte mehrere hunderttausend Euro für das neue Verbraucher-Portal bereitstellen. Hier könnten dann die Verbraucher direkt ihre Kritik an Mogelpackungen und Lebensmittel-Imitaten loswerden. Damit läge das Verbraucher-Portal voll im Trend des Web 2.0, wo sich schon viele daran gewöhnen mussten, dass normale Internet-Nutzer durch Kommentare und Bewertungen Einfluss nehmen können. Bei dem geplanten Portal gegen Mogelpackungen und Lebensmittel-Imitate würden natürlich auch die Experten der Verbraucher-Zentralen und der Lebensmittel-Industrie die Möglichkeit haben, Ergänzungen zu den Informationen zu geben. Und die Lebensmittel-Industrie hätte die Chance, auf Kritik zu reagieren und ihre Produkte zu verändern, wenn die Mogelpackungen oder die Lebensmittel-Imitate auf Ablehnung stoßen.

Wie auf techfieber.de deutlich gemacht wird, wäre ein solcher Internet-Pranger gegen Mogelpackungen und Lebensmittel-Imitate aber nur ein erster Schritt, um zu einer Verbesserung von Transparenz und Qualität in der Lebensmittel-Produktion zu kommen. Eine wirkliche Lösung gebe es nur, wenn die Regierung sich entschließe, die Regeln für die Lebensmittel-Hersteller nachhaltig zu verändern. So könnte man die Zuführung von Sauerstoff in die Verpackungen von Fleisch verbieten, weil dieses nicht die Haltbarkeit, sondern lediglich das Aussehen betreffe. Auch im Rahmen der europäischen Union müssen stärker Maßnahmen ergriffen werden, um Mogelpackungen und Lebensmittel-Imitate zu bekämpfen.

Wirtschaft

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