Kaffeepreise ziehen stark an

Der tägliche Kaffee ist das Lieblingsgetränk der Deutschen. Und der tägliche Kaffee ist ein vergleichsweise billiges Getränk, wenn man ihn selbst zu Hause zubereiten kann. Doch auch hier drohen beträchtliche Preissteigerungen, wie etliche Medien meldeten. Verbraucherschützer haben zwar Verständnis für Preiserhöhungen, denn die Rohstoffpreise für Kaffee sind deutlich gestiegen. Weniger Verständnis ist aber dafür da, wie die Preiserhöhungen teilweise umgesetzt werden.

Die Kritik an den steigenden Preisen für Kaffee macht sich auch daran fest, wie die Preiserhöhungen teilweise wirksam werden. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt spricht ein Verbraucherschützer von versteckten Preiserhöhungen für Kaffee. Gemeint ist damit, dass man Packungsgrößen verändert – z.B. beim Verkauf von Kaffeepads – und damit den Preisanstieg verschleiert. Schon früher waren allerdings die Kaffeeproduzenten damit gescheitert, statt 500-Gramm-Kaffeepakete  400-Gramm-Pakete zu verwenden. Ob allerdings die Verbraucher sich ähnlich kritisch bei den modernen Kaffeepads verhalten, ist fraglich, zumal diese oft schon deutlich teurer sind, als der Kaffee in den Paketen.

Im Blog von kaffischopp.de wird der Anstieg der Kaffepreise durchaus positiv gesehen. Aus dieser Sicht wurde Kaffee zu lange als Marketingmaßnahme mit allzu günstigen Preisen von Diskontern vertrieben. Ganz anders sieht man das bei Zeit-Online: Hintergrund der steigenden Kaffeepreise seinen die anziehende Konjunktur und Spekulationsgeschäfte in Rohstoffmärkten, die gegenwärtig Konjunktur haben. Zwar hat die Ernte von Kaffee auch einen Effekt, aber insgesamt sei Kaffee seit Jahren im Weltmaßstab mehr und mehr zum In-Getränk geworden; auch in China, wo früher überwiegend nur Tee getrunken wurde.

Wahrscheinlich wird Kaffee nach wie vor trotz Preiserhöhung das beliebteste Getränk der Deutschen bleiben. Denn trotz Preiserhöhung für Kaffe ist dieser immer noch billiger als Konkurrenzprodukte wie Mineralwasser oder Bier. Und auf die belebende Wirkung von Kaffee werden viele nicht verzichten wollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.