Lebensmittelvermarktung: Verbraucherschützer fordern strengere Regeln

Nur sehr unzureichende Informationen bei der Lebensmittelvermarktung kritisieren Verbraucherschützer. Allzu knappe und unklare Angaben auf Verpackungen sind auch nach einer neuen Studie zu „Trends in der Lebensmittelvermarktung“ bestimmend und verhinderten eine effektive Orientierung beim Lebensmittelkauf. Für die Lebensmittelvermarktung seien daher strengere Regeln auch gesetzlich zu veranlassen.

Lebensmittelvermarktung: Verbraucherschützer fordern strengere Regeln

Lebensmittelvermarktung: Verbraucherschützer fordern strengere Regeln

Verpackungen von Lebensmitteln seien oft mit unklaren Texten versehen, unklare Regeln gäbe es auch bei Siegeln und Gütezeichen. Deshalb könnten die Verbraucher die Qualität der Lebensmittel nicht ausreichend prüfen. Wirksam für den Verkauf seien daher die Werbesprechen der Lebensmittelindustrie und diese seien so formuliert, dass sie nicht für eine qualitativ gute Entscheidung sorgen könnten. Das ist die Kritik des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, der eine aktuelle Studie zu Trends in der Lebensmittelvermarktung vorgestellt hat.

Da zwischen der Werbe- und der Produkt-Realität bei Lebensmittel eine sehr starke Lücke bestehe, sollte der Staat eingreifen und durch strengere Regeln und mehr staatliche Siegel für eine bessere Klarheit bei der Lebensmittelvermarktung sorgen. Das ist die Schlussfolgerung der Verbraucherschützer zur neuen Studie zur Lebensmittelvermarktung. Freiwilligkeit reiche nicht mehr aus, wenn man hier langfristig den Lebensmittelmarkt im Interesse der Verbraucher nach vorne bringen wolle.

Die Studie zu neuen Trends in der Lebensmittelvermarktung habe aufgezeigt, dass die Verbraucher stark an Informationen zu den Lebensmitteln interessiert sind, die sie im Supermarkt vorfinden. Sie wollen wissen, ob die Milch aus einen nahen Region komme und ob der Hersteller auf Tierschutz geachtet habe. Lägen entsprechende Angaben auf der Verpackung vor, dann seien sie aber sehr allgemein gehalten und könnten kaum überprüft werden.

Die Hersteller der Lebensmittel (vertreten durch die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie) schätzen die Trends zur Lebensmittelvermarktung allerdings anders ein. Die Hersteller würden ihre Produkte verständlich und umfassend kennzeichnen und hielten sich damit an die gesetzlichen Regelungen, die gegenwärtig gelten. Doch die Einhaltung der gegenwärtig gültigen Regeln ist nicht der Ansatzpunkt der Verbraucherschützer, wenn diese die Lebensmittelvermarktung kritisierten. Neue Regeln und Siegel sollen her, die dem Verbraucher eine besseres Entscheidungsbasis beim Lebensmitteleinkauf geben.

Bildnachweis: © Eisenhans – Fotolia.com

 

Wirtschaft

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