Roaming-Gebühren: Handy aus dem Ausland wird billiger

Roaming-Gebühren fallen bei Auslandtelefonaten mit dem Handy an. Die Europäische Union plant eine neue Richtlinie für geringere Roaming-Gebühren. Auch SMS und Surfen im Internet im Ausland wird dann billiger.

Roaming-Gebühren: Handy aus dem Ausland wird billiger
Roaming-Gebühren: Handy aus dem Ausland wird billiger

Heute will das Europäische Parlament neue Grenzen für Roaming-Gebühren festlegen. Roaming-Gebühren fallen dann an, wenn man mit dem Handy oder Smartphone im Ausland aktiv wird und von dort ins Heimatland anruft oder per SMS bzw. Internet-Zugriff das Mobilphone nutzt. Roaming bedeutet Durchleitung durch ein fremdes Netz, dafür haben die Netzbetreiber früher erhebliche Gebühren verlangt und die Europäische Union hat bereits vor Jahren damit begonnen, diese hohen Kosten im Interesse der Verbraucher zu begrenzen.

Die neue Verordnung zur Absenkung der Roaming-Gebühren soll bereits im Juli – also vor Beginn der Hauptreisezeit – wirksam werden. Geplant ist eine Absenkung der Roaming-Gebühren für Handy-Telefonate auf 29 Cent pro Minute. Doch es soll nicht bei dieser Absenkung der Roaming-Gebühren bleiben. Jeweils im Juli der Folgejahre könnten sich die Kosten pro Minute für ein Handy-Telefonat um weitere 5 Cent reduzieren. Auch das Senden einer SMS soll ab Juli günstiger werden und in den Folgejahren nochmals abgesenkt werden.

Interessant ist es auch für Verbraucher, dass man die Kosten für das Daten-Roaming im Ausland absenken will. Bisher ist es recht teuer, wenn man mit dem Smartphone im Ausland ins Internet geht. Abrechnet wird dann nach hohen Volumentarifen, es kommt also nicht auf die Zeit der Nutzung, sondern auf den Umfang des Datentransfers an, wenn man im Ausland mit dem Smartphone mal schnell Infos zur Wetterentwicklung abrufen will.

Ab Juli dieses Jahres wird es auch für die Gebühren des Daten-Roamings Obergrenzen geben. Pro Megabyte dürfen es dann höchstens 70 Cent sein, die als Gebühr für die Internet-Nutzung im Ausland fällig werden. Das sollte normalerweise ausreichen, kurz die E-Mails zu checken oder einige aktuelle Nachrichten aus der Heimat abzurufen. Darüberhinaus ist an einen Kostenschutz als Obergrenze für die Auslandsnutzung des Handys geplant.

Trotz der Absenkung der Roaming-Kosten ist es für viele Reisende interessant, sich im Urlaub nach Alternativen zur Handy-Nutzung umzuschauen, insbesondere dann, wenn man regelmäßig und länger das Internet beispielsweise für die Routen-Planung nutzt. Hier hilft oft eine Prepaid-Karte eines lokalen Anbieters weiter, die man schnell an einer Tankstelle oder einem Mobilfunk-Shop kaufen kann. Man ersetzt die SIM-Karte des Mobilphone vorübergehend durch die Prepaid-Karte und hat vergleichsweise günstige Tarife für die Handy-Nutzung im Ausland. In dem Fall hat man auch das Problem mit den Roaming-Gebühren sehr preisgünstig gelöst.

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