Strom aus erneuerbarer Energie ist nicht umsonst zu bekommen

Deutschland ist weltweit führend, wenn es um Strom aus erneuerbarer Energie (Sonnenenergie, Windkraft usw.) geht. Möglich wird dies durch eine umfangreiche Subventionierungspolitik, bei denen jeder Hausbesitzer zum Stromlieferanten werden kann. Doch der Strom aus erneuerbarer Energie ist nicht umsonst, weil die Kosten hierfür vom Verbraucher zu zahlen sind.

Strom aus erneuerbarer Energie ist nicht umsonst zu bekommen

Strom aus erneuerbarer Energie ist nicht umsonst zu bekommen

Jeder der Strom aus erneuerbaren Energien produziert, der bekommt dafür Geld und zwar sehr langfristig. Dies hat den Vorteil für den Investor, dass er auf lange Zeit sein Investment kalkulieren kann. Legt beispielsweise jetzt ein Hausbesitzer Solarzellen auf sein Dach, dann bekommt er für viele Jahre eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom, womit die Solaranlage auf dem Dach überhaupt erst rentabel wird.

Die Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energiequellen müssen natürlich finanziert werden. Hier hat man sich dafür entschieden, dass man diesen Strom einfach aus dem Strompreis finanziert, den die Endverbraucher zu zahlen haben. Allerdings werden nicht alle Endverbraucher gleichermaßen belastet. Eine gewisse Unlogik der Stromsubvention für erneuerbaren Energiequellen liegt darin, dass besonders große Stromverbraucher aus der Industrie nicht in gleicher Weise den Strom aus erneuerbarer Energie mitfinanzieren müssen wie der normale Endverbraucher. Diese Unlogik kann man auf die wirtschaftliche Bedeutung der Industrie zurückführen, aber vielleicht sind einfach die Lobbyinteressen der Industrie stärker als die der übrigen Verbraucher.

Gegenwärtig wird der Strom aus erneuerbarer Energie sehr kritisch gesehen, denn es droht erneut ein Anstieg der Umlage auf den Strompreis und langfristig ist für diese dauerenden Erhöhungen kein Ende absehbar. Kommt es in den nächsten Tagen zu einem Anstieg der Umlage für erneuerbarer Energie auf 5,3 Cent, wie viele Experten voraussagen, dann wäre dies eine Erhöhung um etwa die Hälfte. Allerdings steigt der Strompreis nicht so stark, denn die Umlage für erneuerbare Energie macht nur einen kleinen Teil der Stromkosten aus.

Unerfreulich aus Verbrauchersicht ist diese Preiserhöhung schon, aber geschickte Verbraucher können durch Wechsel des Stromanbieters  ihre Stromkosten minimieren. Langfristig führt sowieso kein Weg an der Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen vorbei, denn die Kosten aus nicht erneuerbaren Energiequellen (Gas und Erdöl) steigen noch stärker.

Bildnachweis: © violetkaipa – Fotolia.com

Wirtschaft

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