Strompreiserhöhung 2012: Prognosen sind schlecht

Alle Jahre wieder kommen zum Jahresende Prognosen für Preiserhöhungen in die Öffentlichkeit. Jetzt sind mal wieder die Strompreise dran, die sich aufgrund erhöhter Netzwerkentgelte ebenfalls erhöhen könnten, wie stromsparer.de berichtete.

Noch vor kurzem konnte man davon ausgehen, dass die Umlage nach dem Gesetz für die erneuerbaren Energien niedriger ausfallen als befürchtet. Doch nun befürchteten einige Experten, dass die Netznutzungsentgelte für Preiserhöhungen ab Januar sorgen könnten. Mit Netznutzungsentgelten sie die Kosten gemeint, die dann anfallen, wenn ein anderer Stromanbieter seinen Strom durch ein fremdes Netz leiten muss, um zum Endverbraucher zu kommen. Da davon auszugehen sei, dass solche Netznutzungsentgelte sich auf die Verbraucherpreise für Strom durchschlagen, müsste mit einer Erhöhung der Strompreise zu rechnen sein.

Doch solche Überlegungen gehen implizit davon aus, dass die Verbraucher wenig flexibel auf Strompreiserhöhungen reagieren werden. Das ist nur dann anzunehmen, wenn alle Strompreiserhöhungen annähernd gleichzeitig und prozentual gleich ausfallen würden. Das ist aber nicht zu erwarten, denn die Kostensteigerungen für Strompreise sind bei den einzelnen Anbietern normalerweise sehr unterschiedlich.

Ein Stromanbieterwechsel ist auch dann angesagt, wenn keine Strompreiserhöhung ansteht oder wirksam wird, wenn man stets das Ziel hat, nur besonders günstigen Strom zu beziehen. Darauf macht auch diese Video aufmerksam:

Ergänzend zu dem Video kann darauf hingewiesen werden, dass man auch andere Internetquellen nutzen kann, um zu einem günstigen Stromanbieter zu wechseln. Wer auf die ökologische Orientierung des Stromanbieters Wert legt, der kann auch auf dessen Website und bei kritischen Stromverbrauchern nachschauen, wie denn der Energiemix aussieht, zu dem ein günstiger Strompreis zustande kommt. Allein der niedrige Preis ist aber nicht für jeden Verbraucher das Kriterium für den Stromlieferanten. Vielen Verbrauchern ist auch wichtig, dass der Strom nicht aus Atomkraftwerken kommt und zu einem großen Teil durch regenerative Energiequellen (z.B. Wasserkraft) erzeugt wird.

Wirtschaft

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