Warnstreik im öffentlichen Dienst zeigt Macht der Gewerkschaften

Große Teile des öffentlichen Nahverkehrs sind im bevölkerungsreichen Bundesland NRW lahmgelegt und verursachen Stress bei den Arbeitnehmern und den Studenten, die zur Arbeit oder in die Vorlesung wollen. Doch die so Betroffenen haben auch Verständnis für die Streikenden. Schließlich geht es bei diesmal nicht um vergleichsweise privilegierte Gruppen der Arbeitnehmer und die geforderten Lohnerhöhungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind sehr moderat.

Warnstreik im öffentlichen Dienst und Macht der Gewerkschaften

Warnstreik im öffentlichen Dienst und Macht der Gewerkschaften

Nicht nur der öffentliche Nahverkehr ist vom Warnstreik betroffen. In großen Ballungsräumen NRWs stehen für viele Stunden die öffentlichen Verkehrsmittel still. Doch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat bereits jetzt eine Ausweitung von Warnstreiks angedeutet. Auch andere Bundesländer sind bereits jetzt in den Warnstreik einbezogen.

In den Warnstreik könnten Kindergärten und Krankenhäuser, die Müllabfuhr und die Energieversorger einbezogen werden. Damit zeigt sich bereits bei den kleinen Warnstreiks, welche Organisationsmacht hinter so großen Gewerkschaften wie Verdi steht. Denn Verdi (und seine aktiven Mitglieder) können mit geringen Mittel für sehr viel Resonanz sorgen.

Der Warnstreik im öffentlichen Dienst ruft wenig Ärger bei den Betroffenen hervor, die oft auf Rückfragen Verständnis zeigen. Keiner geht gerne zu Fuß zu Arbeit oder benützt das Fahrrad, wenn es noch so kalt ist. Viele finden es grundsätzlich richtig, zu streiken, weil es auch viele andere Berufsgruppen gibt, die zu schlecht bezahlt werden. Einer Organisation wie Verdi traut man es zu, dass sie hier mehr für ihre Mitglieder und andere Beschäftigte erreicht, als isoliert Handelnde.

Andere hingegen halten die Warnstreiks für überzogen, denn die Lohnforderung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist ziemlich moderat ausgefallen. Lediglich 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat werden gefordert. Das sei ziemlich wenig, wenn man bedenkt wie hoch die Inflationsrate und wie gering die letzten Lohnerhöhungen waren und dass üblicherweise nur die Hälfte von dem durchgesetzt wird, was die Gewerkschaft fordert.

Bildnachweis: © Markus Bormann – Fotolia.com

Wirtschaft

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