Bafög soll ausgeweitet werden

Bafög steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Studenten erhalten Bafög, wenn ihre Eltern nicht über das ausreichende Kleingeld verfügen, um ihre Kinder zur Uni zu schicken. Nun bringt die neue Bundesbildungsministerin ins Gespräch, den Kreis der zu Fördernden auszuweiten: Ältere und Teilzeitstudenten sollen in das Bafög einbezogen werden.

Bafög soll ausgeweitet werden

Bafög soll ausgeweitet werden

Bisher war der Bafög-Bezug nach einer bestimmten Altersgrenze nicht möglich. Außerdem war es eher die Ausnahme, dass man neben dem Bafög noch umfangreiche Arbeitstätigkeiten ausgeübt wurden. Denn die Förderung über Bafög ist nur für Studenten möglich, deren Einkommen nicht allzu hoch ist. Diese und weitere Regeln bezeichnet die neue Bundesbildungsministerin in einem Gespräch mit der Süddeutschen als überholt. Es gebe immer mehr Studenten, die auch im Alter von über 30 Jahren zum ersten Mal eine Ausbildung an der Uni anstreben. Viele dieser Studenten wollten gerne die Uniausbildung mit einer Teilzeitberufstätigkeit verbinden. Für diese Studenten müsse das Bafög auch möglich sein.

Diese Vorschläge zur Ausweitung des Bafög klingen gut, doch es wird wohl noch einige Zeit brauchen, um sie umsetzen. Denn bei der Gestaltung des Bafög reden die Bundesländer mit. Diese müssen ein Drittel der Bafög-Kosten finanzieren.

Studenten, die gegenwärtig noch Bafög bekommen, können in absehbarer Zeit nicht mit einer Erhöhung ihrer Förderung rechnen. Damit ist die Wirkung der Förderung über das Bundesausbildungsförderungsgesetz überschaubar geworden. Nur jeder dritte Student bekommt überhaupt Bafög und das sind im Durchschnitt weniger als 500 Euro pro Student. Offensichtlich scheinen die Eltern dieser und der anderen Studenten gut zu verdienen, denn das Einkommen der Eltern wirkt sich auf die Höhe der Bafög-Förderung aus.

Bildnachweis: © shootingankauf – Fotolia.com

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