Cebit 2013: Auf dem Weg zur Shareconomy

Populär ist die Shareconomy schon länger bei den Autos: Car-Sharing. Auch viele andere Produkte können geteilt werden: Wohnungen, Werkzeuge, Haushaltsgeräte, Computer-Hardware und vieles andere mehr. Dieser Trend zur Shareconomy ist Leitthema der Computermesse Cebit, die heute in Hannover beginnt.

Cebit 2013: Auf dem Weg zur Shareconomy

Cebit 2013: Auf dem Weg zur Shareconomy

Die Generation der Computer- und Internet-Nutzer, die mit dem Internet groß geworden sind, legen weniger Wert auf den Status-Konsum, wie er in großen Autos und teuren Möbeln zum Ausdruck kommt. Diese Nutzer haben erkannt, dass man vieles effektiver und billiger verwenden kann, wenn man es teilt. Gartengeräte braucht man nicht jeden Tag und Bewohner in den Großstädten brauchen auch nicht täglich ein eigenes Auto. Der Trend zur Shareconomy, einer wirtschaftlichen Nutzung, die auf Teilen, statt auf Besitzen ausgerichtet ist, ist seit Jahren ein Megatrend. So werden immer mehr Autos als Carsharing-Möglichkeit genutzt und man überlegt auch bei der Gartenarbeit, ob denn wirklich ein eigener Komfort-Rasenmäher nötig ist, wenn man diesen auch mit den Nachbarn teilen kann.

Der Trend zum Teilen, der Weg in die Shareconomy, ist auch bei den Machern der größten Computer-Messe Cebit angekommen. Sie haben die Shareconomy zum Leitthema der diesjährigen Cebit erhoben. Durch die Shareconomy würden auch neue Geschäftsmodelle für Unternehmen möglich, die damit ihre Zukunftsperspektive mit ökologischer Nachhaltigkeit verbinden könnten. Denn wenn man technische Geräte, Wohnungen und sonstige Gestaltungsmöglichkeiten von Arbeit oder Freizeit intensiver und gemeinsamer nutzt, dann wird zugleich ein Beitrag für die Umwelt geleistet. Knappe Ressourcen werden durch die Shareconomy besser ausgelastet.

Gerade in der Computer-Industrie hat man noch einen großen Nachholbedarf in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Produkte. Es gibt immer mehr Kleingeräte, die kaum noch reparierbar sind und bei denen die schnell verschleißenden Akkus fest verbaut werden. Eigentlich könnte man diese Geräte intensiver nutzen, nicht erst durch Shareconomy sollte deutlich werden, dass man für nachhaltig nutzbare Produkte auf große Käuferakzeptanz stoßen könnte. Es wird sich erst noch zeigen müssen, ob die Cebit 2013 den Trend zur Shareconomy ernsthaft in die Geschäftsmodelle der IT-Unternehmen einfließen lässt.

Bildnachweis:© mario_vender – Fotolia.com

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