Datenschutz bei Apps ist häufig mangelhaft

Der Datenschutz bei Apps (kleine Anwendungen für Smartphones und mobile Kommunikationsgeräte) ist häufig mangelhaft, kritisiert die Stiftung Warentest. Apps versenden Nutzerdaten ungefragt und unkontrolliert. Nutzer von Apps sollten sich stärker mit Fragen zum Thema Datenschutz befassen.

Datenschutz bei Apps ist häufig mangelhaft
Datenschutz bei Apps ist häufig mangelhaft

Wenn man ein App auf seinem Smartphone installiert, dann denkt man oft nicht an den Datenschutz. Dabei gibt es viele Apps, die recht locker mit den Daten ihrer Nutzer umgehen. Die Stiftung Warentest macht auf einige typische Apps aufmerksam, die recht kritisch in Bezug auf Sicherheit eingeschätzt werden. So gibt es Apps, die ungefragt die Handy-Nummer ihres Nutzers an den App-Hersteller übermitteln, möglicherweise über eine unverschlüsselte Datenverbindung, was zusätzliche Sicherheitslücken hervorrufen kann.

63 Apps wurden getestet, bei 9 von ihnen wird der Datenschutz als völlig unzureichend eingeschätzt. Auch bei den restlichen Apps ist in vielen Fällen zu beklagen, dass diese recht großzügig mit den Daten ihrer Nutzer umgehen. Darunter gibt es auch viele populäre Apps, die gerne genutzt werden, um den Komfort am Smartphone zu verbessern.

Problematisch im Bezug auf Datenschutz bei Apps sind zwei Dinge. Zum einen werden die Daten oft unverschlüsselt übertragen; das ist besonders dann ein Problem, wenn man sich in einem ungesicherten WLAN-Netz bewegt, was häufig vorkommt, wenn man unterwegs im Ausland ist und teure Roaming-Gebühren einsparen will. Zum anderen werden Daten übermittelt, die für die Funktionalität der Apps gar nicht benötigt werden. Daten werden auch an Stellen übermittelt, die nicht direkt für die Funktionalität des Apps notwendig sind, die aber für das Sammeln von Informationen für Werbezwecke genutzt werden können. Durch die übermittelten Daten könnten Nutzerprofile erstellt werden, die recht personennah sind und die das Ausspähen von persönlichen Verhaltensweisen unterstützen.

Gegenwärtig ist schlecht erkennbar, wie durch gesetzliche Initiativen der Datenschutz bei Apps gesteigert werden könnte. Deshalb sind die Nutzer der Apps aufgerufen, selbst mehr Sensibilität beim Umgang mit ihren Apps zu entwickeln und sich auch zu überlegen, ob sie die Apps überhaupt in ungesicherten Netzwerken einsetzen wollen.

Bildnachweis: © Scanrail – Fotolia.com

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