E-Book: Hohe Akzeptanz bei potentiellen Kunden

Das E-Book wird inzwischen von vielen als selbstverständlich angesehen. Eine Studie der Uni Hamburg hat ergeben, dass die E-Book-Nutzung bereits jetzt sehr hoch ist. Angesichts der Marktmacht der E-Book-Verkäufer kommen auf den traditionellen Buchhandel starke Veränderungen durch das E-Book zu.

E-Book: Hohe Akzeptanz bei potentiellen Kunden
E-Book: Hohe Akzeptanz bei potentiellen Kunden

Fast jeder siebte der potentiellen Buchkäufer habe bereits einmal ein E-Book gekauft. Diese hohe Zahl, die Ergebnis einer umfassenden Studie der Uni Hamburg zur E-Book-Nutzung in Deutschland ist, überrascht etwas, wenn den bisher eher geringe Marktanteil von E-Book-Readern berücksichtigt. Aber die E-Books können auch auf normalen Computern gut gelesen werden. Weitere 9 Prozent der potentiellen E-Book-Käufer geben an, dass sie bisher sehr gerne kostenlose E-Books oder Leseproben von elektronischen Büchern nutzen.

Der Studienleiter der E-Book-Untersuchung geht davon aus, dass der E-Book- Verkauf in den nächsten Jahren ähnlich deutliche Auswirkungen auf den Bücher-Markt haben wird, wie in den Vereinigten Staaten. Insbesondere beim saisonabhängigen Buchgeschäft könnten die E-Books einen Marktanteil von bis zu 50 Prozent gewinnen.

Befragt man die E-Book-Nutzer nach den Vorteilen des digitalen Buches, dann wird die universelle Suchfunktion hervorgehoben. E-Books bieten darüberhinaus auch weitere Möglichkeiten der Interaktivität, die der technisch versierten Nutzer beim normalen Buch vermisst.  Bereits im letzten Jahr hatte es sich im Weihnachtsgeschäft gezeigt, dass die Vorteile des E-Books von vielen Buchkäufern langfristig als ausschlaggebend für den Markterfolg des E-Books eingeschätzt werden.

Demgegenüber kritisieren die Nicht-E-Book-Nutzer, dass ihnen der Preis für ein E-Book zu hoch vorkommt. Die Preiseinschätzung eines E-Books war in diesen Fall mit knapp unter 16 Euro durchaus realistisch. Damit sind E-Books kaum preiswerter als herkömmliche Bücher und der Nachteil der nicht so guten Verschenkbarkeit tritt beim E-Book stärker hervor. Für diese traditionellen Buchleser ist es auch vorteilhafter, wenn sie ein Buch in der Hand halten können; auch das Buchlesen am Bildschirm wird von diesen Konsumenten noch abgelehnt.

Trotzdem ist der Trend zum E-Book sehr stark. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf den Buchhandel haben, der in Deutschland traditionell sehr breit aufgefächert ist. E-Books werden hingegen bevorzugt bei den großen Internet-Anbietern von Büchern gekauft. Auch die großen Buchhandelsketten sind beim Verkauf der E-Books deutlich besser positioniert, als die vielen kleinen Buchhändler.

Bildnachweis: © Adam Radosavljevic – Fotolia.com

 

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