E-Books billiger: Resultat einer US-Kartellklage

Eine US-Kartellklage könnte dazu führen, dass die hohen Preis für E-Books in Frage gestellt werden. Denn die US-Kartellbehörden sind dagegen, dass zwischen Verlagen und Buchhändlern Sonderabsprachen getroffen werden, die zu einen hohen Preis der E-Books beitragen können. Als Auswirkung auf den deutschen Markt der E-Books könnte auch hier die Buchpreisbindung in Frage gestellt werden.

E-Books billiger

E-Books billiger

Gegen einen Computer-Hersteller und führende Buchverlage ist in den Vereinigten Staaten ein Kartellverfahren in Gang gesetzt worden. Es sollen unzulässige Absprachen zum Preis von E-Books erfolgt sein. Die Absprachen sollen das Ziel verfolgt haben, die Preise für E-Books näher am Preis für die Print-Ausgaben der entsprechenden Bücher zu halten. Verbrauchern soll also ein hoher Schaden entstanden sein, weil sie für die E-Books zu viel Geld zahlen mussten.

In den Vereinigten Staaten gibt es einen scharfen Wettbewerb zwischen Computer-Herstellern und Online-Buchhändlern um den Preis der E-Books. E-Books könnten frei verkäuflich sein und von jedem Gerät gelesen werden, dass prinzipiell die Darstellung von E-Books zulässt. Man kann aber auch die E-Books fest mit dem Gerät verbinden und daher ihre universelle Nutzung unterbinden; der Nebeneffekt ist dann, dass man die E-Books auch exklusiv an eine Hardware bindet und damit eine exklusive Möglichkeit zur Festlegung des Preises hat.

Der oben verlinkte Beitrag der Frankfurter Allgemeinen macht darauf aufmerksam, dass und wie der US-Kartellstreit um die E-Books auch in Europa Auswirkungen haben könnte. Denn auch bei der EU-Kommission wird die Preisbindung für E-Books und die Preisbindung für Bücher kritisch gesehen. Der Streit um die Kartellbildung für E-Books könnte hier wieder aufgegriffen werden und die Forderungen verstärken, dass man für Bücher generell die Preisbindung abschafft. Dies hätte erhebliche Konsequenzen für den Buchmarkt im deutschsprachigen Raum. Zwar bekämen dann die Buchkäufer (egal ob E-Book oder Print-Variante) ihre Produkte günstiger. Aber die großen Buchverkäufer würden zu Lasten der kleinen Buchläden bevorzugt. Und es wäre für Verbraucher nicht mehr sinnvoll zum Buchhändler an der Ecke zu gehen, um ein Buch zu besorgen, weil er es ja beim größeren Buchverkäufer preiswerter bekäme.

Bildnachweis: © wwwebmeister – Fotolia.com

 

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