Fingerabdruck als Passwort-Ersatz

Lästig ist die Passwort-Eingabe beim Mobilfon oder bei anderen Geräten. Praktischer wäre eine Identifikation über Fingerabdruck. Doch die Möglichkeiten des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz lösen bei Datenschützern Bedenken aus.

Fingerabdruck als Passwort-Ersatz

Fingerabdruck als Passwort-Ersatz

Demnächst ist zu erwarten, dass bei Smartphones verstärkt der Fingerabdruck des Nutzers als Passwort-Ersatz angeboten wird. Vorausgesetzt, diese Anmeldemöglichkeit ist nicht manipulierbar, könnte die Akzeptanz der Finderabdruck-Identifikation groß sein. Doch manche Datenschützer finden es nicht gut, wenn der Fingerabdruck als allgemeine Identifikation immer selbstverständlicher wird.

Beim Fingerabdruck handelt es sich um ein biometrisches Merkmal. Diese sind eindeutig und ein Leben lang mit dem Nutzer verbunden. Deshalb kann man auch nach vielen Jahren noch punktgenau jede Handlung des Nutzers nachvollziehen, die dieser mit einem biometrischen Merkmal wie dem Fingerabdruck umgesetzt hat. Datenschützer wie der Hamburger Johannes Caspar halten es nicht für richtig, wenn man temporäre und alltägliche Vorgehensweisen (wie das Anschalten eines Handys oder das Betreten einer Wohnung) mit einem biometrischen Merkmal verbindet. Das sei vor allem dann problematisch, wenn die mit dem Fingerabdruck verbundene Handlung in einer Datenbank gespeichert werde. Es sei zwar vorstellbar, dass man auf die Datenspeicherung verzichte, aber der normale Benutzer könne dies nicht überprüfen und daher sollte er es vermeiden, ein dauerhaftes biometrisches Merkmal wie den eigenen Fingerabdruck mehrfach täglich zu verwenden. Hier werde auch das Prinzip der Datensparsamkeit verletzt: Man solle nur solche Daten verwenden und speichern, die für den jeweiligen Vorgang unbedingt notwendig sind.

Hersteller von Smartphones und anderen Geräten mit Fingerabdruck-Erkennung argumentieren hingegen, dass die normale Passwort-Benutzerabfrage den meisten zu lästig ist. Sie verzichten auf das Passwort oder verwenden ein Passwort, das allzu leicht erraten werden kann. Diese Diskussion zeigt erneut auf, dass der Mensch das schwächste Glied ist, wenn es um Datenschutz und Datensicherheit geht.

Bildnachweis: © abeadev – Fotolia.com

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