Google Glass: Die Brille für das Internet

Das Internet ist jetzt schon überall verfügbar, in Zukunft soll man nach Vorstellung der Suchmaschine Google das Internet ständig im Blick haben: Mit Google Glass als Brille steuert man die Suchmaschine nun nur noch mit den Augen.

Google Glass: Die Brille für das Internet

Google Glass: Die Brille für das Internet

Google Glass ist ein ehrgeiziges Projekt des Suchmaschinen-Marktführers. Noch streiten die Experten darüber, ob es sich eher um einen geschickten Marketing-Gag handelt oder ob man ernsthaft mit Google Glass das Internet nutzen wird. Auf der aktuellen Entwickler-Konferenz von Google tun die Entwickler zumindest so, als ob sie ganz ernsthaft erwägen, eine Brille als Internet-Schnittstelle zu gestalten. Damit tritt die Frage schnell in den Hintergrund, ob man denn überhaupt die Google Glass Brille für die Internet-Nutzung benötigt und welche Gefahren mit ihr verbunden sind. Denn die Google Glass Brille überträgt nicht nur Daten aus dem Internet ins rechte Auge; wie jedes moderne Mobilgerät hat die Glass-Datenbrille auch Kamera und Mikrofon, womit die Sicht des Glass-Nutzers automatisch an Google und die Internet-Gemeinde übertragen werden kann.

Über den Nutzen von Google Glass gibt es unterschiedliche Meinungen. Einige Experten halten es für vorteilhaft, die Hände frei zu haben, wenn man gleichzeitig im Internet surft. So könnte man dann während des Autofahrens bereits Informationen über Staus oder geplatzte Börsen-Deals bekommen. Andere sind hingegen der Meinung, dass die Nutzer des Internets bereits jetzt eher zu viele als zu wenige Informationen bekommen und deshalb unter einem Informations-Overload (Informations-Überflutung) leiden.

Psychologen wie Gerd Gigerenzer konnten nachweisen, dass zu viele Informationen die Qualität der Entscheidungsfindung verschlechtern kann. Auch der Erfolg des Handys bei der mobilen Internet-Kommunikation muss nicht unbedingt wegweisend für Google Glass werden, denn mit einem Handy kann man sich vorübergehend oder dauerhaft vom Internet abmelden. Das tun zwar viele nicht, weil sie über eine Flatrate bei der Datennutzung verfügen, doch ein Handy hat den Vorteil, dass es noch als Werkzeug erkannt werden und wie ein Werkzeug benutzt werden kann. Bei Google Glass verschwindet aber der Werkzeugcharakter hinter dem Brillenglas. Ob aber die Kommunikationspartner das übersehen oder ignorieren bleibt abzuwarten. Jeder Google Glass Nutzer wird zunächst Misstrauen in Kommunikationssituationen ernten, denn Google Glass kann auch als Überwachungsmöglichkeit interpretiert werden.

Bildnachweis: Ausriss der verlinkten Stern-Webseite

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