Google-Inaktivitäts-Manager: Vorbereitung auf den digitalen Tod

Kaum einer denkt darüber nach, wenn er intensiv soziale Netzwerke oder Internet-Kommunikationsmöglichkeiten nutzt, dass diese Profile und Konten nach einem Todesfall weiterhin aktiv bleiben, aber dann nicht genutzt werden können, weil die Angehörigen keine Zugriffsmöglichkeiten haben. Zur Lösung hat nun Google für seine Dienste den Google-Inaktivitäts-Manager erfunden; wie dieser Name schon zeigt, werden heikle Begriffe wie Tod und Sterben aber von Google vermieden.

Google-Inaktivitäts-Manager: Vorbereitung auf den digitalen Tod

Google-Inaktivitäts-Manager: Vorbereitung auf den digitalen Tod

Dass man auch im Internet Vorkehrungen dazu treffen sollte, was nach dem Todesfall mit den eigenen Konten und Profilen passieren kann, haben wir hier schon vor ein paar Jahren am Beispiel der virtuellen Ewigkeit verdeutlicht. Wer es möchte, der kann für seinen eigenen Tod ein digitales Testament vorbereiten, bei dem seine sozialen Profile in eine Art Gedenkmodus versetzt werden. Facebook bietet bereits jetzt die Möglichkeit eines digitalen Testaments, indem das entsprechende Facebook-Profil nach dem Bekanntwerden des Todesfalls in einen Gedenkmodus überführt wird. Doch wie erfahren die Macher von sozialen Profilen und E-Mails-Account davon, dass ein Nutzer verstorben ist? Google hat hier einen Schritt weitergedacht und schlägt ein gestuftes Verfahren vor, um mit hoher Sicherheit den Kontenzugriff und die Kontennutzung nach einem Todesfall sicherzustellen: Kontoinaktivitäts-Manager.

Das digitale Testament von Google setzt an der Inaktivität des Nutzers an. Ist dieser verstorben, dann wird das Profil in den meisten Fällen nicht mehr genutzt werden können. Aktiviert man noch zu Lebzeiten den Inaktivitätsmanager von Google, dann legt man dort fest, was im Falle von Inaktivität zu geschehen hat. Hier kann man einstellen, wie viele Monate Google warten muss, bevor Inaktivität als relevant angesehen ist. Danach wird dann zunächst eine Benachrichtigung versandt, die an eine beliebige E-Mail-Adresse oder als SMS an eine beliebige Handynummer verschickt wird. Mit diesem Kontakt kann auch der Zugriff auf das inaktive Konto oder Profil geteilt werden. Damit ist dann gesichert, dass der entsprechend verbundene Nutzer das Konto verwalten kann. Ob er das Konto löscht oder vorher die Daten sichert liegt in seinem Ermessen.

Google bietet mit der dieser Art des digitalen Testaments also eine definierte Lösung für Profile von Nutzern, die aus dem Leben geschieden sind. Zugleich kann man diese Möglichkeit aber auch nutzen, darüber nachzudenken, ob man sich schon bei Lebzeiten von Profilen verabschiedet, die man nicht mehr braucht.

Bildnachweis: Screenshot zum Google-Inaktivitäts-Manager

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