Haltbarkeit von Konsumgütern: Keine „geplante Obsoleszenz“

Geplante Obsoleszenz: Dieser Begriff soll den Umstand bezeichnen, dass langlebige Konsumgüter wie Waschmaschinen und Computer von den Herstellern geplant früher verschleißen und ausgetauscht werden müssen. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest beschäftigt sich nun mit der geplanten Obsoleszenz.

Haltbarkeit von Konsumgütern: Keine "geplante Obsoleszenz"

Haltbarkeit von Konsumgütern: Keine „geplante Obsoleszenz“

Hersteller von langlebigen Konsumgütern könnten daran interessiert sein, dass man öfter diese Produkte erneuert: Geplante Obsoleszenz. Bei Computern, die mehrere Jahre alt sind, lohnt sich kaum eine Reparatur, denn der Wert dieser Produkte ist inzwischen allein durch die technologische Entwicklung nur noch sehr gering. Anders sieht das bei Waschmaschinen und anderen langlebigen Haushaltsgütern aus, doch auch hier kann die Reparatur teuer ausfallen. Doch auch die Stiftung Warentest äußert sich nur vorsichtig zur geplanten Obsoleszenz. Die Tester haben ihre umfangreichen Tests der letzten zehn Jahre ausgewertet. Immer mal wieder mussten die Haushaltsgeräte unter den schwierigen Testbedingungen versagen, doch es bleibt fraglich, ob man einen Trend zur Verkürzung der Haltbarkeit daraus ableiten kann.

Für den Konsumenten ist es daher sehr schwierig, nach einem Defekt zu entscheiden, ob sich die Reparatur lohnt. Man könnte zur Effizienzberechnung wie folgt vorgehen: Über das Internet oder über Internets-Aktionshäuser recherchiert man den Gebrauchtwert des defekten Produkts, wenn es zwar ein paar Jahre gebraucht wurde, aber gegenwärtig noch funktioniert. Mehr als diesen Wert sollte die Reparatur nicht kosten. Denn man könnte ja statt der Reparatur auch dieses funktionsfähige Gebrauchtgerät erwerben. Bei Produkten mit hohem technischem Anteil (Computer, Handys, Fernseher, usw.) wird es sich schnell herausstellen, dass sich die Reparatur nicht lohnt. Bei den üblichen großen Haushaltsgeräten (wie Waschmaschine, Spüle oder Herd) lohnt sich die Reparatur wohl eher, denn außer dem Erwerb des funktionsfähigen Gebrauchtgeräts muss man noch den Aufwand für Einbau und Abtransport des Altgerätes kalkulieren.

Bildnachweis: © RioPatuca Images – Fotolia.com

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