Jährlich mit dem Auto zum TÜV kommt vorerst nicht

Die technische Sicherheit beim Autofahren ist wichtig. Deshalb muss der Wagen regelmäßig zur TÜV-Prüfung. Bestrebungen, den TÜV fürs Auto bei vielen Autos jedes Jahr vorzuschreiben, haben aber die Verkehrsminister der Europäischen Union eine Abfuhr erteilt.

Jährlich mit dem Auto zum TÜV kommt vorerst nicht
Jährlich mit dem Auto zum TÜV kommt vorerst nicht

TÜV steht für „technischer Überwachungsverein“ und ist eigentlich eine Organisation. Früher war der TÜV allein zuständig, wenn es um die technische Sicherheit von Autos ging. Man bekam nur alle zwei Jahre seine TÜV-Plakette, wenn der Wagen in Ordnung war und dies vom TÜV bestätigt wurde. Inzwischen können viele Organisationen die TÜV-Plakette für ein technisch einwandfrei funktionierendes Auto geben.

Innerhalb der Europäischen Union gab es Bestrebungen, die TÜV-Prüfung jedes Jahr für ältere Autos verpflichtend zu machen. Das würde zwar die Sicherheit der Fahrzeuge verbessern, allerdings mit verhältnismäßig hohen Kosten für die Autofahrer. Bereits ab einem Alter des Autos von sechs Jahren oder bei einer höheren Fahrleistung von über 160.000 KM sollte es eine jährliche TÜV-Prüfung geben. Damit wurde eine Definition von „altem Auto“ gewählt, die sehr schnell jedes neue Auto in ein altes Auto umgewandelt hätte. Die Verkehrsminister Europas haben diesen Vorschlägen zu einer Verkürzung der TÜV-Gültigkeit nun eine Absage erteilt, wie der Deutschlandfunk und andere Medien berichten.

Nach Ansicht des deutschen Verkehrsministers hätte die vorgesehene Verkürzung des TÜV-Zeitraums für ältere Fahrzeuge zu einer Überregulierung gefühlt. Der Verkehrsminister ist wie seine Kollegen dafür, dass in Europa eine Vereinheitlichung der TÜV-Standards für alle Fahrzeuge greift, doch lehnt man es ab, die Prüfintervalle auf unter zwei Jahre abzusenken. Die technische Kontrolle, die der TÜV und andere Organisationen bei den deutschen Autos leisteten, fände auf so hohem Niveau statt, dass eine TÜV-Prüfung alle zwei Jahre ausreichend sein müsste.

Bildnachweis: © jörn buchheim – Fotolia.com

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