Private Internetnutzung am Arbeitsplatz kann zum Problem werden

Für viele Arbeitnehmer ist es normal, dass sie während der Arbeitszeit mal schnell eine E-Mail oder eine SMS privat verschicken. Auch das private Kaufen von Artikeln oder das Pflegen der Profile in sozialen Netzwerken ist üblich, wenn es auch nicht unbedingt vom Arbeitgeber genehmigt ist. Doch dieser kann Probleme machen, wenn er von den privaten Internet-Aktivitäten seiner Mitarbeiter nichts weiß oder nichts wissen will.

Private Internetnutzung am Arbeitsplatz kann zum Problem werden

Private Internetnutzung am Arbeitsplatz kann zum Problem werden

Naheliegenderweise sollte man während der Arbeitszeit für den Arbeitgeber arbeiten und nicht private Ziele verfolgen. Denn für die Arbeit wird man bezahlt und nicht fürs private Surfen, privates Einkaufen oder die Pflege der eigenen sozialen Profile. Viele Mitarbeiter sehen das anders, insbesondere dann, wenn der Arbeitgeber oder die von ihm beauftragten Chefs zu wenig Zeit haben, um zu kontrollieren, ob denn die Mitarbeiter genügend Arbeit zu erledigen haben. Und statt Däumchendrehen surft man lieber im Internet, das ist schon klar.

Auch Gewerkschaftsvertreter gehen davon aus, dass die private Nutzung des Internet-Anschlusses während der Arbeitszeit zunächst nicht zulässig ist und daher auch ein Risiko darstellt. Denn es schädigt tendenziell den Arbeitgeber, wenn die Mitarbeiter nicht für ihn, sondern für sich arbeiten. Es gibt aber Arbeitgeber, die erlauben die private Internet-Nutzung im geringen Umfang. Oder sie nehmen sie hin, was praktisch zu einer stillschweigenden Zustimmung wird. Doch ein Arbeitgeber legt sich selten fest, was denn eine als gelegentliche oder geringe Internet-Nutzung genau ist. Deshalb besteht für die Mitarbeiter das Problem, dass sie möglicherweise mehr privaten Aufwand im Internet betreiben, als es der Arbeitgeber für zulässig hält.

Hat der Arbeitgeber die private Internet-Nutzung explizit verboten, dann kann er auch kontrollieren, ob einzelne oder alle Arbeitnehmer sich daran halten. Die Mitarbeiter greifen über das Netz des Arbeitgebers auf das Internet zu und der Arbeitgeber kann Protokollieren, welche Rechner welche Daten aus dem Internet wann abgerufen haben. Da nützt es auch dem Mitarbeiter nichts, wenn er im Privatmodus des Browsers surft oder wenn er nach dem Surfen alle Spuren aus dem eigenen Seitenverlauf löscht. Manche Mitarbeiter nehmen dann lieber eigene Rechner oder Smartphones mit in den Betrieb, womit sie sich zwar der Kontrolle entziehen, aber möglicherweise auch gegen die Richtlinien des Arbeitgebers verstoßen.

Was man auch als Mitarbeiter nicht machen sollte: Private Mail mit der Mail-Adresse des Arbeitgebers verschicken. Oder für dienstliche Mails die private E-Mail-Adresse nutzen. Beide Vorgehensweisen sind beliebt, können aber zu Abmahnungen oder gar zur Entlassung führen, wenn der Arbeitgeber entsprechende Verhaltensweisen explizit oder implizit verboten hat. Es ist zwar lästig, aber auch in Zeiten jederzeitigen Internet-Zugriffs immer noch für Arbeitnehmer sehr wichtig: Arbeit und Freizeit müssen strikt getrennt werden.

Bildnachweis: Foto von Rainer Meyer

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