Wikipedia und das Ende des gedruckten Lexikons

Seit es Wikipedia gibt, hat das gedruckte Lexikon an Marktpotential verloren. Denn die Wikipedia ist nicht nur kostenlos, sondern auch jederzeit online verfügbar. Nun gibt auch das renommierteste Lexikon –  die Encyclopaedia Britannica – bekannt, dass man nicht mehr mit einer neuen Druckauflage rechnen kann.

Wikipedia und das Ende des gedruckten Lexikons
Wikipedia und das Ende des gedruckten Lexikons

Die Wikipedia ist ein Lexikon, das nicht nur für jedermann frei zur Verfügung steht. Jeder kann sich an der Wikipedia beteiligen und Änderungen, Erweiterungen und Streichungen am Lexikon vornehmen. Die freie Verfügbarkeit und die hohe Änderungsfrequenz (und damit Aktualität) der Wikipedia sind die Hauptgründe für den Erfolg des Online-Lexikons.

Doch es gab und gibt immer noch gedruckte Ausgaben von Lexika, die mit Qualität und Fachkompetenz der Wikipedia Paroli bieten wollten. Internationaler Hauptkonkurrent war hier die Encyclopaedia Britannica, die allerdings jetzt bekannt gab, dass das Publikum in Zukunft auf eine gedruckte Ausgabe des Lexikons verzichten muss. Die Gründe für den Verzicht auf ein gedrucktes Lexikon sind einfach zu bestimmen: Es gibt immer weniger Käufer für die schweren Wälzer, die dann im häuslichen Bücherregal nur Platz wegnehmen. Da macht es dann keinen Sinn mehr, das Lexikon gedruckt anzubieten. Es gibt noch viele Interessenten an einem Konkurrenzprodukt zur Wikipedia, doch auch die wollen das Lexikon überwiegend nur online nutzen, weil sie so schneller und effektiver an die nötigen Informationen herankommen.

Damit wird auch klar, dass zwar für gedruckte Lexika die Zeit abgelaufen scheint, doch als Online-Konkurrenzprodukte zur Wikipedia haben sie ihre Berechtigung. Während die Wikipedia durch überbordende Fülle und Vielfalt von Argumentationen überzeugen kann, sind es knappe und präzise Infos von Fachredakteuren, die die kommerziellen Lexika als Argument für ihre Existenz bringen können. Außerdem ist es gut, dass für die Wikipedia mit Konkurrenzprodukten ein Qualitätsmaßstab gesetzt wird, der den freiwilligen und unbezahlten Autoren der Wikipedia als Ansporn dienen kann.

Für die Nutzer von Lexika ist die Qualität der Information entscheidend. Hier hat die Wikipedia im Vergleich mit andern Lexikas immer sehr gut abgeschnitten. Das macht deutlich, dass auch Privatleute sehr gut ein Lexikon entwickeln und gestalten können, wenn sie kompetent zusammenarbeiten. Es ist zu wünschen, dass diese Konkurrenz von Amateuren und Profis bei Lexikas noch lange bestehen bleibt, auch wenn es für gedruckte Lexikas wohl keinen Bedarf mehr gibt.

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9 Antworten auf „Wikipedia und das Ende des gedruckten Lexikons“

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