Die besten Laptops für Senioren

Beim Kauf eines Laptops stellen sich zwei zentrale Fragen: Was müssen Sie mit dem Laptop erledigen? Und wie viel möchten Sie dafür ausgeben? Unter Berücksichtigung dieser Fragen haben wir nach folgenden Merkmalen gesucht.

Leistung: Wir suchten Laptops, die schnell genug für den alltäglichen Gebrauch sind, etwa zum Surfen, E-M-Mails abrufen, Social Media, Banking und das Streamen von Videos von Diensten wie YouTube oder Netflix. Daher konzentrierten wir uns auf Modelle mit einem Mittelklasse-Prozessor und 16 GB Arbeitsspeicher; wer hingegen knapp bei Kasse ist oder das Notebook nur für leichte Tätigkeiten wie Surfen und E-Mails nutzen will, kann auch mit einem weniger leistungsstarken Prozessor und 8 GB Arbeitsspeicher auskommen.

Preis: Hervorragende Laptops – solche, die verlässliche Leistung, robuste Bauqualität und große Displays bieten – kosten typischerweise rund 1.000 US-Dollar. Wir führen auch günstigere Optionen, doch solche Budget-Laptops machen deutliche Kompromisse bei Leistung, Displaygröße oder -qualität und Robustheit.

Bei Budget-MacBooks ist das Angebot begrenzt, und obwohl es gute Windows-Laptops unter 500 USD gibt, sind sie selten. In dieser Preisklasse tendieren Chromebooks dazu schneller zu arbeiten und frei von Bloatware zu sein (unnötige, vom Hersteller vorinstallierte Software, die den Computer überladen und verlangsamen), was eine Plage bei billigen Windows-Laptops darstellt.

Wenn Sie mit kleinem Budget einkaufen, ziehen Sie ein gebrauchtes oder generalüberholtes Laptop in Erwägung. Wenn Sie unseren Ratschlägen zu dem, worauf man beim Kauf achtet, folgen, finden Sie ein ausgezeichnetes Gerät aus den letzten Jahren, das schnell genug für das alltägliche Surfen ist.

Betriebssystem: Wir empfehlen, beimjenigen Betriebssystem zu bleiben, mit dem Sie am vertrautesten sind. Wir baten eine Testgruppe, Feedback zum Einrichtungsprozess und zu den Barrierefreiheitseinstellungen in macOS, Windows und ChromeOS zu geben, und es zeigte sich, dass kein Betriebssystem dem anderen bei den Barrierefreiheitsfunktionen überlegen ist. Unsere Tester fanden Dinge, die ihnen bei allen drei Betriebssystemen gefielen oder missfielen, und kamen zu dem Schluss, dass sie das Betriebssystem bevorzugen, mit dem sie bereits vertraut sind.

Über die Vertrautheit hinaus sollten Sie auch Ihre anderen Geräte berücksichtigen. Wenn Sie bereits ein iPhone besitzen, ermöglicht ein MacBook FaceTime-Videogespräche und den Zugriff auf Ihre iCloud-Fotos. Windows lässt sich inzwischen auch mit Android-Smartphones und iPhones synchronisieren. Und ChromeOS bietet schnelle Einrichtungsmöglichkeiten, wenn Sie ein Android-Telefon haben.

Support: Die nächste Frage betrifft, wie einfach es ist, Unterstützung für Ihr Laptop zu erhalten, falls etwas schiefgeht. Welches Betriebssystem verwenden Ihre technisch versiertesten Verwandten und Freunde? Wenn Sie den besten Service für Ihren Computer wünschen und Ihr Gerät in einen nahegelegenen Apple Store bringen können, um es reparieren zu lassen, wählen Sie einen Mac. Kein anderer Computerhersteller bietet dieses Maß an Support.

Organisationen wie Senior Planet von AARP bieten ebenfalls Lernangebote im Bereich Technik, darunter eine kostenlose Hotline für Fragen, individuelle Tech-Tutoring-Sitzungen sowie Online- und Präsenzkurse und Workshops. Zahlreiche lokale Einrichtungen bieten ähnlichen Support; es lohnt sich, zu prüfen, was in Ihrer Region verfügbar ist.

Bildschirm: Laptops mit einem 15- oder 16-Zoll-Display bieten ausreichend Platz, damit Sie Text und Benutzeroberflächen bequem vergrößern können. Noch größere Bildschirme gibt es nur bei deutlich schwereren, klobigen Geräten, und kleinere Displays wirken beim Erhöhen der Skalierung unübersichtlich. Touch-Bildschirme spalten die Meinungen: Sie können eine nützliche alternative Eingabemöglichkeit sein, doch Desktop-Betriebssysteme sind nicht auf Touch-Gesten ausgelegt, und Tasten sind oft klein und schwer zu treffen. Sprachsteuerung kann oft eine bessere Eingabemethode als Touch-Displays sein.

Gewicht: Heutzutage gibt es Laptops mit großen Displays, die weniger als 3,5 Pfund wiegen. Wenn Sie ein noch leichteres Modell wünschen – also weniger als 3 Pfund – müssen Sie sich mit einem kleineren 13- oder 14-Zoll-Bildschirm begnügen.

Tastatur und Trackpad: Wir suchten nach bequemen Tastaturen mit gut verteilten, beleuchteten Tasten, deren Beschriftung groß und gut lesbar ist, sowie nach Trackpads, die genau und reaktionsschnell arbeiten. Wenn eine Tastatur oder ein Trackpad Ihre Bedürfnisse nicht erfüllt, können Sie das Laptop-Modell auch mit einer komfortableren externen Tastatur oder Maus koppeln oder Sprachsteuerung zur Navigation verwenden.

Biometrische Anmeldung: Wir bevorzugten Laptops, die eine Anmeldung per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung unterstützen, was den sofortigen Zugriff ermöglicht, ohne Passwörter merken und eingeben zu müssen. Fingerabdrucksensoren sind insbesondere bei älteren Nutzern oft weniger zuverlässig, weil sich die Hautelastizität mit dem Alter ändert; deshalb bevorzugen wir Laptops, die beide biometrische Optionen anbieten.

Webcam: Planen Sie häufige Videoanrufe mit Familie und Freunden, empfehlen wir eine Kamera mit 1080p oder besser. Ein mechanischer Vorhang bietet Sicherheit, indem er die Webcam physisch abdeckt, wenn sie nicht genutzt wird.

Lautsprecher: Die meisten Laptop-Lautsprecher sind schlecht – sie liefern nicht besonders laute Töne und klingen oft rau und blechern. Bei Hörverlust ist es am besten, Hörgeräte in Kombination mit systemweiten Funktionen wie Untertiteln zu verwenden.

Sebastian Krämer

Sebastian Krämer

Ich bin Verbraucherjournalist mit Fokus auf Haushalt, Technik und nachhaltigen Konsum. Bei News und Tipps für Verbraucher teste ich Produkte und schreibe praxisnahe Ratgeber. Ehrlichkeit und Alltagstauglichkeit stehen für mich an erster Stelle.