Wenn Ihre Klimaanlage nicht ausreicht, holen Sie sich einen Luftentfeuchter.

Wenn sich Ihr Raum schwül und feucht anfühlt, obwohl die Temperatur dort liegt, wo Sie sie gerne hätten, bedeutet dies, erklärte Brice Allen Bowley, Senior Director of Engineering bei GE Appliances, dass die Innenspule Ihrer Klimaanlage nicht kalt genug wird. „Sie muss unter den Taupunkt fallen, bevor sie wirklich Feuchtigkeit aus der Luft zieht.“

Dieses Problem tritt besonders häufig bei zu großen Klimaanlagen auf. Aber selbst wenn Ihre Klimaanlage für den Raum korrekt dimensioniert ist, könnte sie Schwierigkeiten haben, den Raum im gleichen Tempo zu entfeuchten, wie sie die Luft abkühlt. Um die Spulen kalt genug zu bekommen, um zu entfeuchten, könnte Ihre Klimaanlage versuchen, den Raum übermäßig abzukühlen.

Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch eine Energieverschwendung. „Das Kernproblem hier ist, dass die sensible Last und die latente Last gekoppelt sind“, erklärte Bonner, „und wir haben nur ein Instrument, um beide dieser einzigartigen Probleme zu bewältigen.“

Die meisten Fenster-Klimageräte haben zum Beispiel ein sensibles Wärmeverhältnis von 0,7, was bedeutet, dass 70% ihrer Energie in die eigentliche Kühlung fließen und die verbleibenden 30% der Entfeuchtung vorbehalten bleiben. Wechselgeschwindigkeits-Inverter-Klimaanlagen, wie die Modelle, die wir empfehlen, sind deutlich energieeffizienter, neigen aber auch dazu, noch einen größeren Anteil dieser Energie in die Kühlung zu stecken — manchmal bis zu 90%, je nachdem, wie schnell der Kompressor läuft.

Diese Verhältnisse mögen für Menschen funktionieren, die in trockenen oder sogar gemäßigten Klimazonen leben. Aber ich lebe in Neuengland, nur wenige Meilen vom Atlantik entfernt. Während ich dies schreibe, beträgt draußen 81 Grad Fahrenheit und die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei 79 Prozent. Sowohl der Midea 20-Pint Cube als auch mein persönlicher Entfeuchter (der Frigidaire FFAD2234W1, eine frühere Empfehlung in unserem Leitfaden) verfügen über einen Schlauch, der direkt in das Spülbecken, einen Bodendrain oder eine Sumpfpumpe abfließen kann, und an Tagen wie heute sind die Bedingungen so feucht, dass ich den Wassertank immer noch manuell entleeren muss.

Trotzdem würde ich den Eimer lieber ein paar Mal im Jahr zum Spülbecken tragen, als mich mit dem feuchten, muffigen Kältegefühl einer Klimaanlage abzugeben, die die latente Last nicht bewältigen kann.

Sebastian Krämer

Sebastian Krämer

Ich bin Verbraucherjournalist mit Fokus auf Haushalt, Technik und nachhaltigen Konsum. Bei News und Tipps für Verbraucher teste ich Produkte und schreibe praxisnahe Ratgeber. Ehrlichkeit und Alltagstauglichkeit stehen für mich an erster Stelle.