Bislang gehörte Apple zu den wenigen Laptop-Herstellern, die Preiserhöhungen noch nicht mitgemacht hatten. Die gestiegenen Kosten und die begrenzte Verfügbarkeit der Bauteile, die Computer antreiben — vor allem des Arbeitsspeichers (RAM) — haben die Preise für fast jedes Gerät nach oben getrieben.
Es liegt ganz eindeutig an der KI. Die großen Sprachmodelle hinter KI-Assistenten wie Gemini, Claude und ChatGPT benötigen enorme Rechenleistung, die aus denselben Bauteilen stammt, die auch Laptops und Smartphones antreiben. KI-Unternehmen kaufen diese Bauteile in großem Umfang auf, wodurch sie schwieriger zu finden und teurer werden.
„Die Verbraucherelektronikbranche steht vor einer beispiellosen Herausforderung“, sagte Apple in einer Stellungnahme gegenüber CNBC. „Die rasante Expansion von KI-Datenzentren hat eine außerordentliche Nachfrage nach RAM und Speicher ausgelöst. Wir haben noch nie erlebt, dass die Preise für Bauteile so stark und so schnell steigen.“
Und eine Entlastung ist nicht in Sicht. Experten haben Wirecutter mitgeteilt, dass RAM-Knappheit und höhere Preise voraussichtlich bis mindestens nächstes Jahr anhalten werden.
Auch Smartphones benötigen RAM, und während Apple die Preise für das iPhone bislang nicht erhöht hat, schloss das Unternehmen eine Preissteigerung nicht aus und sagte CNBC, dass man „einen Punkt erreicht hat, an dem wir beginnen müssen, die Preise für eine Reihe von Produkten zu erhöhen.“
Analysten rechnen damit, dass Apples Herbst-IPhone-Modelle teurer sein werden als die Modelle des Vorjahres. Laut IDC-Analystin Nabila Popal wird das Unternehmen die iPhones 2026 voraussichtlich leistungsfähiger positionieren, unter anderem durch die Einführung von Siri AI, um die Preissteigerungen abzufedern.