Induktion ist schneller, sicherer und deutlich effizienter als Gas- oder Elektrokochfelder. Warum ist sie in Deutschland dennoch nicht weiter verbreitet?
Es gibt mindestens einige Gründe dafür. Zum einen haben offene Flammen eine besondere Faszination für viele Hobbyköche in Deutschland, die an professionelle Küchen denken lassen. Dieses Bild des Kochens mit Feuer bleibt oft stärker im Kopf als moderne Alternativen. Zum anderen ist die Induktionstechnologie hierzulande noch nicht so bekannt, obwohl sie zahlreiche Vorteile bietet. Übrigens finden Sie in unserem umfassenden FAQ eine Menge nützlicher Informationen rund um Induktionskochfelder.
Eine häufig gestellte Frage lautet dabei: Benötige ich spezielles Kochgeschirr?
Welches Kochgeschirr ist induktionsgeeignet?
Das Gute vorweg: Viele Töpfe und Pfannen, die in den eigenen Küchen bereits vorhanden sind, funktionieren auch auf Induktionsherden. Es gibt eine einfache Methode, dies zu prüfen.
Induktionskochfelder arbeiten durch die Anregung der Eisenatome in deinem Kochgeschirr. Deshalb muss Eisen in ausreichender Menge im Material enthalten sein. Die meisten Edelstahlpfannen eignen sich grundsätzlich. Wenn du unsicher bist, halte einen Magneten an die Unterseite des Topfes oder der Pfanne. Wenn der Magnet stark haftet, ist dein Kochgeschirr für Induktion geeignet.
Unsere Expertenempfehlungen für Töpfe und Pfannen spiegeln die häufigsten Erfahrungen wider. Unser Testsieger im Bereich Kochgeschirr-Sets sowie unsere Top-Auswahl für eine Edelstahlpfanne sind beide bestens kompatibel mit Induktion.
Allerdings ist unsere meistempfohlene Antihaftpfanne aus Aluminium gefertigt und somit nicht induktionsfähig. Schade, aber keine Sorge: Unsere Empfehlung für die beste Keramik-Antihaftpfanne funktioniert problemlos auf Induktionsherden.
Weiter lesen, um herauszufinden, was mit Induktion funktioniert, was nicht und wie du den Unterschied erkennen kannst. Oder schau dir unsere Liste der besten Kochgeschirr-Sets für Induktion an.
Achten Sie auf das „funktioniert mit Induktion“-Symbol
Suchen Sie auf Ihrem Kochgeschirr nach diesem Symbol, um schnell zu erkennen, ob es induktionsgeeignet ist.
Zunächst sollten Sie die Unterseite Ihres Kochgeschirrs überprüfen. Einige Hersteller prägen oder drucken dieses kleine Symbol mit einer Schleife für Induktion direkt auf den Boden des Topfes oder der Pfanne. Beim Kauf neuer Kochutensilien ist dieses Logo meistens auf der Verpackung zu finden.
Fehlt das Logo, können Sie die Magnet-Testmethode anwenden.
Das stets induktionsgeeignete Kochgeschirr
Beim Kauf von Kochgeschirr für Induktion gibt es einige klare Regeln, die man im Hinterkopf behalten sollte.
Ein wichtiger Grundsatz: Gusseisenpfannen und -töpfe sind immer geeignet. Sie funktionieren zu 100 % und gewährleisten eine sichere magnetische Reaktion. Zwar sind sie oft schwer und sperrig, doch ihre komplette Eisenzusammensetzung garantiert die Kompatibilität mit Induktionskochfeldern.
Der Nachteil: Gusseisen kann die empfindliche Glasoberfläche moderner Induktionskochfelder zerkratzen. Um dies zu vermeiden, kannst du zwischen Topf und Herd eine dünne Schicht legen. Beliebte Alternativen sind beispielsweise Papierküchentücher, Zeitungspapier, Pergamentpapier oder Silikonmatten (Silpat). Da Induktion mittels Magnetfeldern arbeitet, erwärmt sich die Oberfläche selbst nicht, sodass die Materialien nicht verbrennen. Damit schützt du deine Glasplatte vor Kratzern und Spritzern.
(Natürlich wird der Topf selbst heiß, wenn er auf dem Herd steht. Obwohl wir noch keine Fälle kennen, bei denen Papier während des Kochens spontan Feuer gefangen hat, solltest du vorsichtig sein.)
Auch Kochgeschirr aus Kohlenstoffstahl – im Grunde eine leichtere Variante von Gusseisen – ist gut geeignet. Ebenso funktioniert emailliertes Gusseisen, auch bekannt als Enamelware, ohne Probleme. Ebenso macht auch Granitgeschirr aus Stahl (obwohl es „Granit“ im Namen trägt) eine gute Figur.
Wenn du bereits Töpfe oder Pfannen dieser Art besitzt, kannst du sie mit einem Magneten testen. Sind sie magnetisch, kannst du bedenkenlos auf Induktion aufrüsten. Falls du überwiegend Edelstahl- oder Aluminiumkochgeschirr nutzt, solltest du diese Absätze noch einmal prüfen.
Kochtöpfe und Pfannen, die möglicherweise nicht auf Induktion funktionieren – inklusive Edelstahl
Auf den ersten Blick sollte Edelstahl problemlos funktionieren, denn Stahl ist magnetisch – oder? Das stimmt zwar, aber es gibt unterschiedliche Edelstahlarten. Einen ausführlichen Erklärtext hierzu liefert Scientific American. Kurz gesagt: Ob Edelstahl magnetisch ist, hängt vom Metallmix ab. Wenn das Material Eisen enthält, ist es magnetisch. Ist es hingegen aus Nickel gefertigt, ist es nicht magnetisch.
Am besten überprüfst du dein vorhandenes Kochgeschirr mit einem Magneten. So bist du sicher.
Meistens funktioniert Aluminium als Basismaterial nicht auf Induktion, weil es kein Eisen enthält. Einige Aluminiumkochgeschirre verfügen jedoch über einen Eisenkern – dann sollten sie grundsätzlich auf Induktionsherden funktionieren. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten: Sind die Eisenanteile im Boden zu klein, funktioniert es nicht. Teste deine Aluminium- und Kupfertöpfe am besten einzeln mit einem Magneten, um sicherzugehen.
Ebenso funktionieren die meisten Kupfer- und Keramikkochgeschirre nicht auf Induktion, es sei denn, die Basis besteht aus Eisen oder Stahl. Auch hier gilt: Magnettest machen.
Woks und Induktionskochfelder
Ein weiteres Problem können runde Wok-Böden sein. Da bei manchen Woks die direkte Kontaktfläche zum Kochfeld fehlt, funktionieren sie möglicherweise nicht optimal. Eine flache Basis bietet die beste elektromagnetische Energieübertragung.
Willst du den besten Wok-Aufbau auf Induktion erreichen, solltest du entweder in einen Wok mit flacherem Boden investieren oder eine spezielle induktionsfähige Variante wählen. Unser Testsieger von HexClad ist induction-kompatibel und hat eine ausreichend flache Bodenfläche, die für eine gute Hitzeübertragung sorgt.
Wenn gar nichts mehr hilft: Induktions-Adapterplatte verwenden

Haben Sie Kochgeschirr, das nicht auf Induktion funktioniert, möchten aber auf Induktionsherd umsteigen? Eine Induktions-Adapterplatte ist die einfache Lösung.
Wenn alle Tipps und Tricks nicht zum gewünschten Ergebnis führen, Sie aber nicht auf Induktion verzichten möchten, gibt es eine einfache Lösung: eine Induktions-Adapterplatte.
Diese Metallplatte wird auf das Kochfeld gelegt und fungiert als DIY-Ofen, der durch indirekte Hitzeübertragung auch Nicht-Magnetisches Kochgeschirr erhitzt. Zwar ist dies etwas umständlich und widerspricht der ursprünglichen Idee der Induktion, funktioniert aber zuverlässig.
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Sie haben noch Fragen? Sehen Sie sich unsere komplette Serie „Induktion 101“ an, um alle Antworten zu erhalten.