In Anlehnung an ein längst vergangenes Feuer entstandener Kentucky-Bourbon, der beim Publikum gut ankommt, zeichnet sich dieser Bourbon durch Verkohlung und Karamellnoten aus.
Sicher, in den meisten Spirituosenläden stehen Dutzende guter Bourbons. Aber Nima Ansari, von Astor Wines & Spirits in New York, hält den Old Forester 1910 Old Fine Whisky für eine wahre Ausnahme: Er besitzt den kräftigen, konzentrierten Geschmack, der typischerweise in deutlich älteren Bourbons zu finden ist, ergänzt durch eine Fülle von Toffee- und Gewürznoten. Als Hommage an einen schweren Brand auf der Abfülllinie, der 1910 die Produktion lahmlegte, reift Old Forester diesen Bourbon ein zweites Mal in Fässern, die der Verkohlung so stark ausgesetzt sind, dass sie „nearly to the point of incineration“ reichen, so der ehemalige Master-Taster von Old Forester, Jackie Zykan. Anschließend wird er mit einem hohen Alkoholgehalt abgefüllt (46,5 % vol.). Ansari sagte, er liefere genau jenen wirklich alten Bourbon-Geschmack, und er sei zudem zu einem vernünftigen Preis erhältlich.
Sebastian Krämer